Auzug aus einer Zoophilie Studie „Stiftung für das Tier im Recht“
In der deutschen Sprache wird Sexualität zwischen Mensch und Tier allgemein "Sodomie"
genannt. Bis in die Neuzeit wurde der Sodomiebegriff nicht nur für
Geschlechtsverkehr mit Tieren, sondern für jede "widernatürliche
Unzucht" verwendet.
Wissenschaftlich korrekt sollte heutzutage jedoch von "Zoophilie"
gesprochen werden. Hiermit ist ausdrücklich nicht "normale"
Tierliebe, wie wir es verstehen gemeint, sondern eine derart starke erotische
Bindung zum Tier, dass diese zu einer sexuell motivierten und ausgerichteten Handlung
führt.
Vor diesem Hintergrund können folgende sexuelle Handlungen zwischen Mensch und
Tier unterschieden werden:
Genitale Handlungen (Anal und Vaginalverkehr), Einführen von
Fingern, Händen, Armen oder Fremdobjekten),
oralgenitale Handlungen (Fellatio, Cunnilingus),
Masturbation, Frotteurismus
(Reiben der Genitalien oder des ganzen Körpers am Tier)
und
Voyeurismus (Beobachten Dritter bei sexuellen Handlungen
mit Tieren).
Da nicht alle Tiere den Menschen fügsam nach dessen Vorstellungen Gewähren
lassen, wird dieser oft mit Zwang herbeigeführt.
Findet die sexuelle Spannung keine sofortige Entlastung, führt sie sogar zu Zerstörungshandlungen,
wofür auch Instrumente wie Mistgabeln, Besenstiele oder zugespitzte Stöcke zu
Hilfe genommen werden. Die Folgen dieser Misshandlungen sind häufig
gravierende Verletzungen bis hin zum Tod des Tieres.
Ist es für den Täter sexuell erregend oder befriedigend, Tieren Schmerzen
zuzufügen, sie zu verstümmeln oder gar zu töten, spricht man von
"Zoosadismus", wobei wiederum verschiedene Ausrichtungen bekannt
sind. So existiert beispielsweise der Typus des
"Viehstechers", der Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen im Rahmen
sexueller Handlungen tötet.
Andere Täter strangulieren Hühner, Gänse und Enten beim sexuellen Missbrauch
oder schneiden ihnen den Hals durch, um sich an den Todeszuckungen der Tiere zu
stimulieren
Praktisch sämtliche bekannten Heim- und landwirtschaftlichen Nutztiere werden
von Zoophilen für solche sexuelle Praktiken benutzt..
In der Praxis werden für zoophile Handlungen nicht
nur eigene Tiere verwendet. Sexuelle Übergriffe auf wilde oder fremde Tiere
ohne das Wissen des Tierhalters sind häufig, wobei die Täter nicht selten aus
dem engeren Umfeld des Tiereigentümers kommen. Aber auch das als "Fence-Hopping" ("Zaunspringen") bezeichnete Betreten
fremder Grundstücke bzw. Eindringen in fremde Häuser oder Ställe, um dort
sexuelle Handlungen mit Tieren vorzunehmen.
Wer den kompletten Text lesen möchte, kann auf den nachstehenden Link gehen.
http://www.tierimrecht.org/de/PDF_Files_gesammelt/Zoophilie-Studie_10.4.2005.pdf