Stadtschatten


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Aufstieg des Turmes von St.Benediktii

 

Nur ein Katzensprung, vom Markt, ist es bis zur Marktkirche St. Benediktii. Das Gebäude wurde erstmals 1233 urkundlich erwähnt! Sie ist aber wesentlich älter und zeigt noch romanische Reste.

Luftbild Marktschule/Kirche

        Luftbild Marktplatz/Kirche       

Im Inneren gibts einiges zu sehen. Kunstliebhaber und Kenner werden feststellen, das mehrere Stilepochen hier zu finden sind. Gotik, Spätgotik, Renaissance, Spätrenaissance, Barock, Klassizismus, Spätromantik um nur einige zu nennen.

Blick zum Chor Schalldeckel Das himmlische Jerusalem

Die Kirche verfügt über einen umfangreichen Schatz bemerkenswerter Kunstwerke.

Hoken - Marktkirche Kanzel Gemälde
Kanzeldetail Erzengel Gabriel barocker Hochaltar

barocker Hochaltar Marienaltar König David


Das alte Uhrwerk wurde 1712 von dem Quedlinburg Uhrmacher Christian Bodam hergestellt. Das Werk ist seit Mitte des 20.JH defekt, so dass eine Zeitansage über Jahrzehnte nicht möglich war.
Die Anlage gilt als technisches Denkmal.
1993 wurden Zifferblatt und Zeiger der alten Uhr an der dem Markt zugewandten Seite des Kirchturms von der Fa. Beck aus Kölleda rekonstruiert.

Seither wird die Uhr elektronisch betrieben.

Gewichte Uhrwerk Uhrwerkdetail Uhrwerk

Uhrwerkhaus altes Joch
neues Joch

 Die alte Taufglocke ist die einzig erhaltene schwingende Glocke eines Geläutes, das bis zu Beginn des 1. Weltkrieges fünf Glocken umfasste. Sie hat einen Durchmaesser von 1.34m und trägt die Umschrift: "AVE MARIA GRATIA PLENA DOMINUS".

neues Joch Taufglocke

Wie der einstige Türmer hat man hier einen einmaligen Ausblick auf die gesamte Stadt.

Bosseschule - Kleers Dippeplatz - Lehhof
Kornmarkt - Bosseschule

Kleers - Klinikum Nicolaikirche
Nicolaikirche - Detail

Hagensches - Freihaus Damm - Nicolaikirche
Mummental - Seweckenberge

Mertik - Johanniskirche Dippe - Bansischule
Marktkirchhof

 

Im Jahre 1901 fiel der nördliche Turmhelm den Flammen zum Opfer.

Die Glockenstube konnte gerettet werden.

Auslöser war eine Ziege. Das klingt lustig, denn wie sollte ein solches Tier einen Brand verursachen.

War aber so, denn der letzte Türmer nutze einen Teil der Wohnfläche um dort lebende

Tiere zu halten. Besagte Ziege stieß eine brennende Peroleumlampe um.

Nach dem Wiederaufbau verzichtete die Stadt auf das Recht,

die Fläche als Türmerwohnung weiter zu vergeben.

Kornmarkt-Palais.Salfeldt Marktschule - Lindenbeinturm
Hotel Zum Markgrafen

Pulver/Kruschitzkiturm Stiftskirche
Markt - Blasiikirche

Marktstrasse Wallstrasse
Theater - Mathildekirche

Marktschule Neuendorf - Schreckensturm
Schneemelcherhaus

 

Nach der Feuerverordnung von 1541 sollen bei aufkommendem Feuer "in allen Pfarren zugleich die Glocken geschlagen" oder, wie es auch hieß, "Sturm" geschlagen werden und es sollte dazu am Tage von den Kirchtürmen Benedikti und Nicolai "ein rot Fähnlein, in der Nacht eine Leuchte mit brennenden Lichten gegen das Feuer aushängen".
Die Türmer mußten "den Leuten mündlich zuschreien, wo das Feuer eigentlich aufgegangen sei".

Auf dem Benediktikirchturme hat es bis zum Jahre 1901, wo der Turm abbrandte, einen Feuerwächter gegeben. Es hat sich aus den Ratsakten noch ein Dienstvertrag aus dem Jahr 1498 erhalten, den der Rat mit dem Türmer auf St.Benedikti abgeschlossen hat.

In ihm wird bestimmt, dass der Hausmann (amtliche Bezeichnung) von Ostern bis Galli(16.Oktober) "den Tag von dem Morgen bis den Abend nicht gehn soll von dem Turm außer Sonntags die Mittagsstunde und von Galli bis Ostern nicht denn allein die Mittagsstunde von 11-12".
die Hausmänner mußten mit einem Horne Zeichen geben und blasen können.

Daraus entwickelten sie sich, da sie, ohne die Nachbarschaft zu stören, bequem auf den Türmen üben konnten, häufig zu Spielleuten. Als solche erhielten sie von den Städten später die Berechtigung, die Hochzeiten in der Stadt und auf dem Lande zu "bespielen".

Diese musikkundigen Haus-oder Spielmänner hießen später auch Stadt- und Kunstpfeiffer.
Das Stadtpfeifferhaus, Martkirchhof 8 erkennt man noch heute an einem mit Trompeten verzierten Balken.

Marktstrasse Kornmarkt - Brandhaus
Baulücke - Schmalestrasse

Poelle - Mummental Rathaus - Markt
Rathausdetail

Moorhof - Gernrode Markt - Stiftskirche
Markt

Blasiikirche Blick zum Ramberg
Hotel Zum Markgrafen


Die Marktkirche St. Benediktii beherbergt im übrigen eine sehr interessante Dauerausstellung.
Die Geschichte Quedlinburgs - beschrieben und bebildert.
Man sollte sich die Zeit nehmen und in die Geschichte eintauchen.
Der Eintritt ist übrigens kostenlos(wie auch der Turmaufstieg), es wird lediglich um eine kleine Spende gebeten.

Kruschitzkiturm - Münzenberg Dippehof - Süderstadt
Marktkirchhof

Blick ins Kirchdach alte Uhrwerkgewichte
untere Turmtreppe

Turmspitze Westseite
Südseite - Kirchhof

Nordportal Sanierungsplan
unser Freund und Turmführer


Nicole u Gunnar am Uhrwerk
baumdicke Stützbalken
mit Niclas beim Aufstieg

Sicht vom Sternenkickerturm aus
alte Postkarte von 1901
alte Postkarte um 1950

 

  Fotodokumentationen

Quedlinburg, den 04. August 2009

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