Stadtschatten


Anzeige

Bitte beachtet mein Copyright!

Ist Aburantia erblindet?

 

   

 

Wie in vielen Städten gleichen Alters bilden Marktplatz, Rathaus und Martktkirche ein

einheitlich, städtebaulich wirkungsvolles Ensemble. Der Marktplatz ist der Kreuzungspunkt zweier

ehemals wichtiger Handels- und Verkehrswege, an der alten Reichsstrasse Golsar-Halberstadt-Gernrode-Tilleda

und an der Verbindungsstrasse nach Madgeburg bzw. nach Halle Leipzig.

Der Marktplatz mit seinen prächtigen Hausfassaden bietet den Einwohnenern der Stadt

und den Touristen ein anschauliches Bild, bis auf dieses eine Haus.

Über dem Rathausportal befindet sich der Reichsadler mit dem Quedlinburger Stadtwappen, auf dem ein Hund

in einem Torbogen sitzend abgebildet ist, ein Zeichen der Wachsamkeit einer wehrhaften Stadt.

Weiter oben schüttet die Göttin der Wohlhabenheit, Aburantia, symbolisch ihr Füllhorn über jeden aus.

Stellt sich die Frage, ob sie geblendet wird und dieses Gebäude nicht sieht, oder vielleicht ihr Horn schon geleert ist?

 

 vom "Nachtwächter":

Der Markt - Zahlen und Fakten


Und wie immer ein schönes Bild, aber das wird eine andere "Reise" durch Quedlinburg.

Was sich dahinter verbirgt siehst du beim anklicken.  

Der Quedlinburger Roland ist 2,75m groß. Damit ist er unter den bekannten Steinrolanden der kleinste.

Ohne eindeutige Geschichtsüberlieferung über die Bedeutung des Rolandsymbols wird die stets in der Nähe

des Rathauses augestellte Figur als Zeichen städtischer Selbständigkeik, für Macht und Recht und

für eigene Gerichtsbarkeit der Stadt angesehen, alles das trifft auf Quedlinburg zu.

Unser Roland ist von schlanker, ebenmäßiger Form, ohne Kopfbedeckung und ohne Mantel,

eng geschnürt mit hochgewölbten Brustpanzer, das hocherhobene Schwert im rechten Arm, die linke Hand

am Dolch, das Schild vor der linken Brust. Einer alten Chronik zufolge hat er früher frei auf der Ostseite

des Marktes gestanden vor dem Haus "Goldene Sonne", heute Markt 4. Die erste Erwähnung des Rolands

ist in einer Ratsrechnung aus dem Jahre 1460 enthalten, in der es heisst,

dass ein Adler auf dem Schild des Rolands angebracht wurde ("der Arn op den Roland gerichtet").

Die noch sichtbaren Vertiefungen auf dem Schild der Steinfigur dienten ohne Zweifel der Befestigung

einer Schildplatte. Erst wenn der Marktmeister, der zugleich 1. Stadtknecht war, den Schild "utetragen"

und an die Rathauswand oder an den Roland gehängt hatte, durfte das Marktgeschehen beginnen.

Die Beendigung wurde angezeigt, wenn das Schild wieder "inetragen" wurde.

 

  Fotodokumentationen

 

  

Quedlinburg, den 17. Mai 2009

 

 



Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

Kostenlose Homepage von rePage.de


- w -    Flirten und Bilder bewerten - Lovemission.de