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Der Brühl-Park in Quedlinburg ging aus einem Lustwäldchen des benachbarten Klosters St. Wiperti hervor, das 1179 erstmals erwähnt wird. Durch Roden von Bäumen und Sträuchern sowie Urbarmachung veränderte der Brühl im Laufe der Jahrhunderte sein Aussehen, bis er im 15. Jahrhundert seine heutigen Ausmaße erreichte. Seit der Reformation im Besitz des Damenstifts, begann Äbtissin Anna Dorothea von Sachsen-Weimar 1685 erste gartenkünstlerische Aktivitäten, durch die die Anlage ein zentrales Alleenkreuz erhielt. Die Auflösung des Stiftes zu Beginn des 19. Jahrhunderts unterbrach diese Tätigkeiten. Der Brühl unterstand nun der königlich-preußischen Oberförsterei, die umfangreiche Holzeinschläge durchführen ließ. Aufgrund heftiger Bürgerproteste schenkte König Friedrich Wilhelm III. 1817 der Stadt den Brühl. Die von den Bürgern gegründete Brühlkommission widmete sich in der Folgezeit der Anlage. Zwei Gastwirtschaften und regelmäßige Konzerte trugen viel zur Beliebtheit des Parks bei. Eine davon befindet sich noch heute am "Platz des Friedens". Leider konnten sich bisher KEINE Bürgerproteste einfinden und so nagt der Zeitzahn am Gebäude weiter. ... Doch seht selbst ...
Auch Carl Ritter - ein bedeutender Sohn der Stadt, dürfte mit dem ihm in Frankfurt erworbenen Latain am Ende sein bei dem Anblick. denn sein (restauriertes) Denkmal steht gleich nebenan.
Quedlinburg, den 18. Januar 2009
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