Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
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Die Kurzfilme 1932


Wissenswertes zu den Kurzfilmen 1932

Oscarverleihung und Englandreise

1932 entstanden einige der Besten Kurzfilme von Laurel & Hardy. Für den Kurzfilm The Music Box erhielten sie völlig zu Recht einen Oscar. 1961 bekam Stan – besonders auf Drängen von Jerry Lewis und anderen Filmgrößen – zwar noch einen „allgemeinen“ Oscar zugesprochen, den die Filmbranche für ein Lebenswerk vergibt. Leider war Oliver Hardy zu diesem Zeitpunkt bereits tot, und Stan zu krank, um die Trophäe persönlich entgegen nehmen zu können.

               

Die berühmte Treppe, an der die Dreharbeiten zu Hats Off (1927) und The Music Box (1932) stattfanden, gibt es übrigens noch heute. Sie wurde in „Music-Box-Steps“ umbenannt und ist eine beliebte Touristenattraktion in Los Angeles. Dreharbeiten wurden an dieser Treppe bereits 1925 mit der Stummfilmkomödie Isn´s Life Terrible mit Charlie Chase durchgeführt. Oliver Hardy spielte darin eine kleine Nebenrolle. Auch weite Teile der Billy-Bevan-Komödie Cold Cocos von 1926 (hierzulande besser bekannt als Der Eismann kommt) entstanden an dieser Treppe.

Nach der Oscar-Verleihung 1932 gönnten sich Stan und Olli einen Urlaub. Sie hatten sechs Jahre lang hart gearbeitet, wenn auch mit kleinen Unterbrechungen. Dieses Mal wollte Stan in seine alte Heimat, nach England, und Babe entschloss sich, ihn zu begleiten. Dies bedeutet zumindest einen Arbeitsurlaub, da sie in Europa einige öffentliche Auftritte absolvierten.

Auf dieser Reise erkannten sie, wie überaus populär sie vor allem in Europa bereits gewesen sind. Und sie merkten auch, wie sehr sie sich persönlich mochten. Wenn auch ihre berufliche Zusammenarbeit immer reibungslos klappte, so pflegten sie bis dahin außerhalb des Studios kaum Umgang miteinander.

       

Die große Bewunderung ihrer Fans stand nicht in jeder Hinsicht unter einem glücklichen Stern. Die öffentliche Hysterie in England geriet häufig außer Kontrolle. In Glasgow mussten 30 im Gedränge verletzte Fans ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ihre Hoffnung, als ganz normale Touristen durch England reisen zu können, Sehenswürdigkeiten zu besichtigen oder in Ruhe eine Partie Golf zu spielen, mussten sie begraben.

Nachdem ihre Reisepläne publik geworden waren, wurden sie überall von zahllosen Fans und dem obligatorischen Prominentengefolge – Journalisten mit Interviewwünschen, Kameraleute der Wochenschauen, und Polizisten, die versuchen, die Menge im Zaum zu halten – umlagert. Nach sechs sehr hektischen Wochen waren sie eher erschöpft, als erholt. Babe beklagte sich, dass er nicht eine Runde Golf in England habe spielen können.

Laurel und Hardy hatten es nicht bemerkt, und waren völlig überwältigt, als ihnen bewusst geworden war, dass sie in den vergangen Jahren zu Weltstars geworden sind. Jetzt umgab sich zumindest Stan mit mehr Zeichen des Wohlstandes. Er kam nicht mehr mit dem Fahrrad ins Filmstudio, sondern ließ sich fortan in einer geräumigen Limousine chauffieren. Außerdem kaufte sich Stan eine Yacht, die sich im Vergleich mit der von Charlie Chaplin zwar bescheiden ausnahm, aber immerhin diese Bezeichnung verdiente (Stan war ein begeisterter Angler).

1932 waren Stan und Babe auf dem Höhepunkt ihres Erfolges angelangt, und gehörten in den USA zu den Spitzenverdienern. Hardy kam auf ein Jahreseinkommen von ca. 100.000 $, verspielte allerdings auch viel auf der Pferderennbahn, und musste hohe Steuern nachzahlen. Stan brachte es gar auf 140.000 $, weil er neben den Dreharbeiten aktiv an der Gestaltung der Drehbücher und am Schnitt der Filme mitwirkte. Stan war außerdem bei allen Filmen dieser Zeit der "Regisseur der Regisseure". Was er sagte, wurde gemacht. Hardy beschränkte sich auf Vorschläge, wie einzelne Gags umgesetzt werden könnten.

Schließt man sich der allgemein dominierenden Auffassung an, dass sie ihre besten Filme in den späten 1920er und Anfang der 30er Jahre gedreht hatten, lässt sich der Abstieg aber erst nachvollziehen, wenn man die Chronologie ihrer Spielfilme betrachtet. Der eigentliche Niedergang ihrer Karriere begann erst 1941, nachdem sie bei „Fox“ unter Vertrag genommen wurden.







Bildnachweis:

  • Ronald Grant Archive
  • Britisch Film Institute
  • Kinowelt GmbH
  • Kirch Media Group
  • Centre for Contemporary Arts
  • ZDF
  • Kabel 1
  • SAT 1
  • arte
  • WDR



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