Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
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Die Kurzfilme 1930



Wissenswertes zu den Kurzfilmen 1930

Das Jahr 1930 war bei weitem nicht so produktiv, wie die vorherigen drei Jahre. Laurel und Hardy drehten nur sieben Kurzfilme, sowie ihren ersten Langfilm Pardon Us, der dann 1931 in die Kinos kam. Ein Grund für diesen Rückgang waren private Schwierigkeiten der beiden. Sowohl Stan als auch Olli hatten zwar viel Spaß beim Filmemachen, waren aber im Privatleben häufig vom Pech verfolgt.

1930 standen bei beiden massive Eheprobleme an. Außerdem hatte Stans Frau Lois eine Frühgeburt. Ihr gemeinsamer Sohn Stan jr. starb neun Tage nach der Geburt. Stan betrank sich in dieser Zeit bis zum Umfallen, und blieb drei Monate der Arbeit fern. Trotz allem entstanden 1930 recht gelungene und lustige Filme, von denen einige sogar zu den ganz großen Highlights gehören.

Ein Film, der auf seine Art eine besondere Innovation darstellte, war ein kurzer Streifen, der Ende 1928 auf den Markt kam: Er trug den Titel The Steamboat Willie und war der erste Zeichentrickfilm mit Ton. Sein Produzent war kein Geringerer als Walt Disney, die Hauptfiguren in dem Film waren Micky Maus, Pluto, Donald Duck und andere bekannte Comic-Figuren aus der Disney-Schmiede. Die zunehmende Beliebtheit der Zeichentrickfilme war eine weitere Konkurrenz für die Zweiakter-Komödien von Laurel & Hardy, denn sie liefen in der gleichen Filmkategorie, und meist als Vorfilm in den Kinos.

Eine andere Bedrohung für das Schaffen von Olli und Stan bestand jedoch in der Auffassung Hollywoods, die Blütezeit der Slapstick-Komödien sei vorbei. Eine neue Kategorie von Ton-Spielfilmen mit einer Länge von über 60 Minuten galt nun als richtungweisend. Auch Hal Roach musste sich aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen in diese Kategorie vorwagen. Aber was auch immer die Hollywood-Mogule glaubten: Tatsache blieb, dass sich Stan und Olli weiterhin größter Beliebtheit beim Publikum erfreuten.

Letztlich sah jedoch auch Hal Roach die Zukunft von Laurel & Hardy im Bereich der Spielfilme. Stan weigerte sich allerdings, das Genre zu wechseln. Irgendwie hatten beide recht: Roach in kommerzieller Hinsicht, Laurel in künstlerischer Hinsicht. Stan fürchtete, dass es nicht machbar ist, den Zuschauer eine Stunde und länger mit einer einzigen Komödie in ihren Bann zu ziehen. Er zog daher den Zweiakter vor, der seinen Ursprung im Varietésketch hatte.

Die Anzahl neuer Kurzfilme nahm ab 1930 dann auch rapide ab. 1935 entstanden die letzten 3 Kurzfilme mit Laurel & Hardy.

Neben den beschriebenen typischen Laurel & Hardy-Filmen traten Stan und Olli 1930 in dem verschollenen MGM-Spielfilm mit dem Titel Rogue Song (Banditenlied) auf. Es war ein Werk mit dem Opernsänger Lawrence Tibbett. Stan und Olli sollten hier für ein paar komische Einlagen sorgen. Das Drehbuch war aber vorgegeben, und erlaubte ihnen nicht, ihren Auftritt nach ihrem Geschmack zu ändern, oder zu improvisieren. Wie spätere Erfahrungen (insbesondere die Filme nach 1940) zeigen, erwies sich dies stets als fatal.

Da der Wechsel vom Stummfilm zum Tonfilm bereits 1929 vollzogen wurde, wurden ab 1930 ausschließlich Tonfilme produziert.








Bildnachweis:

  • Ronald Grant Archive
  • Britisch Film Institute
  • Kinowelt GmbH
  • Kirch Media Group
  • Centre for Contemporary Arts
  • ZDF
  • Kabel 1
  • SAT 1
  • arte
  • WDR




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