Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
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Die Kurzfilme 1929

 

The Perfect Day – Dick und Doof machen eine Landpartie

Tonfilm / 19 min. / Erstveröffentlichung: 10. August 1929

Regie: James Parott

Drehbuch: Leo McCarey, Hal Roach, H.M. Walker

Kinotitel: Dick und Doof machen eine Landpartie

Dick und Doof: Der Sport am Sonntag (Folge 88)

Darsteller:

  • Stan Laurel
  • Oliver Hardy
  • Edgar Kennedy (Onkel Edgar)
  • Isabelle Keith (Mrs. Laurel)
  • Kay Deslys (Mrs. Hardy)
  • Charley Rogers (Pfarrer)
  • Badwin Cooke (Wütender Nachbar)
  • Lyle Tayo (Wütende Nachbarin)
  • Harry Bernard (Netter Nachbar)
  • Clara Guiol (Nette Nachbarin)

       

Inhalt:

Die Jungs wollen mit ihren Frauen und dem gichtgeplagten Onkel Edgar ein Sonntagspicknick im Grünen machen. Das Vorhaben wird der wohl misslungenste Familienausflug der Filmgeschichte. Die belegten Brote finden sich nach einem Zusammenprall von Stan und Olli auf dem Boden wieder. Schlimm genug, aber etwas treibt Olli dazu, sich mit einem Schlag mit dem Tablett auf Stan´s Kopf zu revanchieren. Die Gattinnen müssen immer wieder beschwichtigend eingreifen. Der Familienhund verbeißt sich im Verband um den Fuß des gichtgeplagten Onkel Edgar, aber nachdem einiges zu Bruch gegangen ist, wie die Thermoskanne mit dem Kaffee, hat es die Familie bis  ins Auto geschafft.

Die Abfahrt verzögert sich etwas, weil bei so einem schönen Wetter auch etwas Nachbarschaftspflege betrieben werden muss, und jeder einzeln mit einem "Auf Wiedersehen" verabschiedet wird, natürlich mit mehrfacher Wiederholung. Als sich der Wagen endlich in Bewegung setzt, ist nach einem Meter die Fahrt durch einen Nagel im Hinterrad schon wieder zu Ende. Der Reifenwechsel erweist sich als lang und schwierig, zumal ein durch Olli´s Zorn fehlgeleiteter Wagenheber das Fenster einer Nachbarwohnung demoliert. Der Nachbar kommt wutentbrannt angerannt, und zerschlägt ihnen die Windschutzscheibe.

Zu allem Überfluss kommt auch noch der Pfarrer vorbei, vor dem man sich verstecken muss, weil er nicht sehen soll, dass man am Sonntag einen Ausflug macht, anstatt zu beten. Nachdem die Luft wieder rein ist, kann es endlich losgehen, aber Stan und Olli verheddern ihre Jacketts. Endlich wieder im Wagen, springt dieser nicht mehr an. Olli schaut in den Motorraum, und Stan nimmt seine Aufforderung, die Kupplung rauszunehmen, wörtlich. Nachdem auch dieses Problem gelöst ist, und der Wagen urplötzlich wieder läuft, fangen die Nachbarn wieder an zu winken, und es folgt nochmal der Running-Gag "Auf Wiedersehen". Unachtsam vom vielen Winken, versinken sie schon bald mitsamt der Herrlichkeit in einem Schlammloch…

       

Hintergrund:

Der Film wurde im Mai 1929 geschrieben, und zwischen dem 1. und 8. Juni 1929 unter der Regie von James Parrott, dem Bruder des Komikers Charlie Chase, gedreht. 1937 wurde der Film mit Musik von Leroy Shield untermalt, die damals in vielen Roach Komödien engesetzt wurde.

Das Script sah ursprünglich ein verunglücktes Picknick als Schlussszene vor. Aber die ausgedehnten Gags, die sich um die immer wieder verzögerte Abfahrt drehten, gaben bereits genügend Material für den ganzen Film her.

EIn Großteil des Films wurde im Freien gedreht, was ein Novum in der Tonaufnahmetechnik darstellte. Die Live-Outdoor-Aufzeichnung zeigte das improvisatorische Talent von Laurel und Hardy. Sie beherrschten frühzeitig die neue Technik. Dies galt auch für die Geräusche. Als Olli Stan mit dem ausgebauten Kupplungspedal auf den Kopf haut, entstand ein Klang, der einen zeitgenössischen Kritiker dazu hinreißen ließ, zu sagen, das sei das Lustigste, was er bisher in einer Komödie gehört habe. Der im Wagen sitzende Edgar Kennedy schaffte es, in der Originalversion ein "Oh Shit!" einzustreuen, das der Prüfung von Film- und Fernsehzensoren entkam.







Bildnachweis:

  • Ronald Grant Archive
  • Britisch Film Institute
  • Kinowelt GmbH
  • Kirch Media Group
  • Centre for Contemporary Arts
  • ZDF
  • Kabel 1
  • SAT 1
  • arte
  • WDR




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