Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
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Die Spielfilme 1936-1940

The Flying Deuces – Dick und Doof in der Fremdenlegion

Schwarzweiß / Komödie / 65 min.

Erstveröffentlichung: 20. Oktober 1939

Regie: A. Ewald Sutherland

Drehbuch: Ralph Spence, Harry Langdon, Charley Rogers, Fred Schiller

Kinotitel: Dick und Doof in der Fremdenlegion

Lachen Sie mit Stan und Olli: Fliegende Teufelsbrüder (Folge 11)

Darsteller:

  • Stan Laurel
  • Oliver Hardy
  • Jean Parker (Georgette)
  • Reginald Gardiner (Francois)
  • Charles Middleton (Kommandant der Fremdenlegion)
  • James Finlayson (Gefängniswärter)
  • Jean Del Val (Sergeant)
  • Kran Whitley (Korporal)
  • Michael Visaroff (Vater von Georgette)
  • Richard Cramer (Fahrer des Gemüse-LKW)

     

Inhalt:

Stan und Olli machen Urlaub in Paris. Dort verliebt sich Olli in die charmante junge Georgette (Jean Parker), die allerdings mit Francois, einem Offizier der französischen Fremdenlegion (Reginald Gardiner) verheiratet ist. Daraufhin beschließt der enttäuschte Olli, Selbstmord zu begehen – natürlich zusammen mit Stan. Francois rettet die beiden und rekrutiert sie für die Fremdenlegion. Dies wäre der schnellste Weg, den Liebeskummer zu vergessen.

Ein paar Tage des harten Soldatenlebens genügen, dass Olli seinen Liebeskummer überwunden hat. Warum sollten sie also länger im Dienst bleiben? Sie beschließen zu gehen, nicht aber ohne dem Lagerkommandanten (Charles Middleton) in einem Abschiedsbrief wegen der erlittenen Schinderei gehörig die Meinung zu sagen. Dieser wurde noch nie in seiner glorreichen Karriere so schändlich beleidigt, und trommelt das ganze Lager zusammen, Stan und Olli zu ergreifen. Am Flugplatz werden sie gefasst, und als Desserteure zum Tod durch Erschießen verurteilt. Jemand ermöglicht ihnen jedoch durch den Hinweis auf einen Tunnel die Flucht aus der Gefängniszelle.

Nach einigen abenteuerlichen Irrwegen und zunehmender Aufregung im Lager verstecken sich unsere Freunde schließlich in einem Flugzeug. Versehentlich setzen sie den Flieger in Bewegung. Nach einem wilden Flug über das Kasernengelände gibt es eine Bruchlandung...

    

Hintergrund:

Bei dem Film handelt es sich augenscheinlich um ein Remake von Beau Hunks (Duell mit den Wüstensöhnen), der 1931 entstand. Aber insgesamt gibt es an diesem Film nichts auszusetzen. Der Film ist einfalls- und gagreich, ihre Ungeschicklichkeit als Soldaten bringt jeden Vorgesetzten zur Weißglut, auch die Fliegerszene am Schluss ist gut gelungen. Eine eindrucksvolle Szene in der Zelle zeigt Stan, wie er Olli tröstet, indem er auf einem Matratzenrost Harfe spielt.

Der Film hatte vor allem in England Erfolg, als es mit Beginn des zweiten Weltkrieges in Europa wenig zu lachen gab, und er spielte seine Kosten ein. In Deutschland wurde er allerdings erst nach dem 2. Weltkrieg aufgeführt, da die Filmpolitik der Nazis ab 1937 verhinderte, dass weitere Laurel & Hardy-Filme nach Deutschland gelangten. Als 1949 in der jungen Bundesrepublik die ersten deutsch synchronisierten Laurel- und Hardy-Filme gezeigt wurden, entstand auch von The Flying Deuces eine deutsche Fassung unter der Dialogregie von Erik Ode (später bekannt geworden als „Der Kommissar“), die ursprünglich 1950 in die Kinos kommen sollte. Aber die Premiere in München wurde auf Januar 1951 verschoben.

    

Dick und Doof in der Fremdenlegion, so die deutsche Fassung, wurde begeistert aufgenommen. Die Kritiker sprachen von Laurel & Hardy als „zwei Clowns in Zivil, die in einer großen Zirkusnummer mit Handlungshintergrund eine hohe Ebene des Humors erreichen“. Sie prophezeiten: „Um den Kassenerfolg des Streifens braucht sich kein Kinobesitzer Sorgen zu machen, der nicht ausschließlich ein intellektuelles Publikum hat“.

In einer anderen deutschen Kritik hieß es schwärmerisch: „Dick und Doof, die beiden Säulen des Super-Blödsinns entfachen hier ein Klamauk-Feuerwerk, das besonders durch die lustigen Militärparodien ein großartiger Spaß ist. Man hopst vergnügt auf seinem Sitz und ist geradezu hingerissen, als Doof auf dem Matratzenrost Harfe spielt. Eine Lachkiste bester Dick und Doof-Tradition, die jung und alt zu Dauergelächter trainiert“.

Es ist selten, dass sich ein Film mit guten Kassenerfolgen fast 25 Jahre lang in den Kinos hält. Als 1975 die „Bildplatten“ (die Vorläufer der mittlerweile auch schon wieder veralteten Videos) auf den Markt kamen, zählte der Film Dick und Doof in der Fremdenlegion zu den Pionieren dieses neuen Mediums. Ab 1980 war der Film dann als eine der ersten Video-Kaufkassetten im Handel, die es hierzulande gab.

   



Ein wichtiges Ergebnis dieses Films war aber im April 1939 die Versöhnung mit Hal Roach. Stan schuldete Roach noch zwei Filme, und er brauchte dringend Geld. Babe war nicht abgeneigt, und so kam es, dass sie fast wieder wie in alten Tagen zusammenarbeiteten.







Bildnachweis:

  • Ronald Grant Archive
  • Britisch Film Institute
  • Kinowelt GmbH
  • Kirch Media Group
  • Centre for Contemporary Arts
  • ZDF
  • Kabel 1
  • SAT 1
  • arte
  • WDR



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