Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
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Die Spielfilme 1931 – 1935

Pardon Us – Hinter Schloss und Riegel

Schwarzweiß / Komödie / 67 min.
Erstveröffentlichung:
15. August 1931

Regie: James Parrott

Drehbuch: H.M. Walker

Kinotitel:

  • Hinter Schloss und Riegel
  • Schuld und Sühne
  • Dick und Doof: Meuterei hinter GIttern (Folge 65-66)

    Lachen Sie mit Stan und Olli: Wir bitten um Gnade (Folge 4)

    Darsteller:

    • Stan Laurel
    • Oliver Hardy
    • Wilfred Lucas (Gefängnisdirektor)
    • Walter Long (Gefangener "Tiger")
    • James FInlayson (Lehrer)
    • Tiny Sandford (Gefängniswärter Shields)
    • Harry Bernard (Wachmann am Empfang)
    • Frank Holliday (Wachmann im Unterrichtsraum)
    • June Marlowe (Tochter des Gefängnisdirektors)
    • Otto Fries (Zahnarzt)
    • Charlie Hall (Zahnarzt-Assistent)
    • Eddie Baker (Chef der Baumwoll-Plantage)
    • Bobby Burns (Zahnarzt-Patient)
    • Sam Lufkin (Gefängniswärter)
    • Leo Willis, Charley Rogers, Bob Kortman (Gefangene, Tiger´s Kumpel)
    • Laughing Gravy (Hund)
    • Hal Roach, James Parrott (Cameo-Auftritte)

        


    Inhalt:

    Olli und Stan haben sich in der Zeit der amerikanischen Prohibition auf das Bierbrauen verlegt (in der deutschen Synchronisation ist von Schnapsbrennen die Rede). Sie versuchen ihr edles Gebräu an den Mann zu bringen. Doch Stans erster Kunde ist ausgerechnet ein Polizist, der die beiden flugs ins Gefängnis bugsiert. Dort strapazieren sie nicht nur die Nerven der Wärter, sondern bringen auch ihre Zellengenossen zur Raserei. Zur Strafe schickt man sie in die Gefängnisschule, wo sie mit ihren Streichen den Lehrer (James Finlayson) zur Weißglut treiben…

         

    Hintergrund:

    Der erste Langfilm von Laurel und Hardy schien Stans Befürchtungen zu bestätigen. Obwohl der Film einige witzige Szenen enthält, z.B. beim Zahnarzt, oder in der Gefängnisschule, so sind die Lacher doch deutlich dünner gesät, als in den Kurzfilmen.

    Die Dreharbeiten wurden bereits im Sommer 1930 vollzogen, und ursprünglich war der Stoff zu Pardon Us als Zweitakter-Kurzfilm konzipiert. Hal Roach wollte den Film in den Kulissen des MGM-Films The Big House (Das Zuchthaus) drehen, und ließ deswegen eigens eine Gefängnis-Story entwickeln. Als schließlich gedreht werden sollte, verlangte MGM als Gegenleistung für die Nutzung dieses Sets, dass Roach dem MGM-Studio Laurel und Hardy für einen anderen Film ausleihen sollte. Darauf ließ sich Roach aber nicht ein. Lieber wollte er auf dem Studiogelände eigene Bauten errichten. Diese wurden aber sehr teuer. Um die Kosten wieder einzuspielen, entschloss er sich aus dem Kurzfilm einen Spielfilm zu machen.

    Nun standen Stan und seine Gag-Schreiber vor dem Problem, die kurze Geschichte in einen abendfüllenden Film zu verwandeln. Daher rührt wohl der episodenhafte Charakter des Films. Die Episode, als sich Stan und Olli  nach ihrer Flucht unter die Baumwollpflücker mischen, wirkt nahezu wie ein ganz anderer Film.

    Eine der Szenen, die nach der Preview herausgeschnitten wurden, war die Sequenz, in der Stan und Olli die Tochter des Gefängnis-Direktors aus den Flammen retten.

    June Marlowe, welche die Tochter spielte, erinnerte sich an die Dreharbeiten: „Walter Long war ein Freund von mir. Er hat ein Gesicht wie eine Bulldogge und spielte den Schurken. Er lehnte an einer Tür der Gefängnis-Bauten und wartete ab, weil nichts passierte. Hinter ihm arbeitete die Crew. Sie hatten Flammenwerfer, denn es sollte eine große Feuerszene gedreht werden. Regisseur James Parrott hatte der Crew gesagt, dass er sein Taschentuch aus der Tasche ziehen würde. Das sei das Signal zum Aufdrehen der Flammenwerfer. Nun, alles war ruhig. Walter stand in der Tür und da vergaß Parrott die Vereinbarung über das Signal, zog sein Taschentuch, um sich die Nase zu putzen. Die Jungs stellten aber das Feuer an und das ganze Haar auf Walters Hinterkopf verbrannte. Man konnte ihn noch einen Kilometer entfernt schimpfen und fluchen hören“.

        

    Nach Fertigstellung der englischen Fassung wurden noch französische, deutsche, italienische und spanische Fassungen gedreht, bei denen die Jungs den Text in Lautschrift von Telepromptern ablasen. Damals konnte man die Filme noch nicht synchronisieren. Leider sind die meisten der fremdsprachigen Versionen verschollen, von der deutschen Version ist nur noch ein kleiner Teil erhalten.

    Auch wenn Pardon Us nicht unbedingt als viel versprechender Start für die Karriere von Laurel und Hardy im Spielfilmgeschäft zu bezeichnen ist, so ging es doch bald wieder bergauf.








    Bildnachweis:

    • Ronald Grant Archive
    • Britisch Film Institute
    • Kinowelt GmbH
    • Kirch Media Group
    • Centre for Contemporary Arts
    • ZDF
    • Kabel 1
    • SAT 1
    • arte
    • WDR



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