Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
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Die Kurzfilme 1929


Liberty – Dick und Doof in Freiheit dressiert

Stummfilm / 18 min. / Erstveröffentlichung: 26. Januar 1929

Regie: Leo McCarey

Drehbuch: Leo McCarey, H.M. Walker

Kinotitel: Dick und Doof in Freiheit dressiert

Dick und Doof: Die Sache mit der Hose (Folge 8)

Zwei Herren dick und doof: Ein lästiger Krebs in der Hose (Folge 7)

Darsteller:

  • Stan Laurel
  • Oliver Hardy
  • James Finlayson (Inhaber eines Schallplattengeschäfts)
  • Sam Lufkin (Fahrer des Fluchtautos)
  • Jack Hill (Polizist)
  • Harry Bernard (Fischhändler)
  • Jean Harlow (Frau im Auto)
  • Ed Brandenburg (Autofahrer)

        

Inhalt:

Die Jungs sind auf der Flucht aus dem Gefängnis, und die Polizei ist hinter ihnen her. Sie werden bereits von Komplizen mit einem Fluchtauto erwartet. Als sie sich im Auto der Gefängniskluft entledigen, und ihre Anzüge anziehen, verwechseln sie ihre Hosen. Als sie die Polizei fast eingeholt hat, verlassen sie den Wagen und flüchten zu Fuß weiter. Mehrere Versuche, die Hosen zu tauschen scheitern, weil stets ein unerwarteter „Zuschauer“ auftaucht. Verschämt ziehen sie ihre Hosen eiligst wieder hoch. Pikanterie am Rande: Stets entsteht für diese Zuschauer der Eindruck, es handle sich um zwei „Warme“, die es in irgendwelchen Verstecken „miteinander treiben“ wollen. Kein Wunder, dass bald auch ein Polizist auf die Jungs aufmerksam wird.

Bei einem weiteren Versuch im Hinterhof eines Fischhändlers fällt eine lebende Krabbe in Stan´s Hose, der ihn fortan immer wieder kneift. Die dadurch entstehenden Zuckbewegungen von Stan bewirken denn auch, dass Olli in die Auslage fällt, die James Finlayson vor seinem Schallplattengeschäft aufgebaut hat.

         

Schließlich glauben sie, endlich ein ruhiges Plätzchen auf einer Baustelle gefunden zu haben. Dabei handelt es sich jedoch um einen Bauaufzug, der sich prompt mit unseren beiden Helden nach oben in Bewegung setzt. Immerhin gelingt es auf dieser Fahrt, die Hosen zu tauschen. So landen sie auf dem Stahlgerippe eines Wolkenkratzers im Rohbau, und versuchen nun. hoch über den Dächern, wieder nach unten zu einer Leiter auf der gegenüberliegenden Seite zu gelangen. Dabei macht Olli die Krabbe, die sich nunmehr in seiner Hose befindet, zu schaffen. Auch die teils instabilen Bretter und Pfosten sorgen für Nervenkitzel. Immer wieder droht bei den schwindelerregenden Balanceakten der Sturz in die Tiefe. Ein Feuerwerk göttlicher Komik wird dabei abgebrannt.

Am Schluss erreichen sie aber doch noch unversehrt den Lift und haben bald wieder festen Boden unter den Füßen. Der dort lauernde Polizist wird allerdings durch den Lift zusammen gepresst, und ist nur noch halb so groß, wie vorher.

         

Hintergrund:

Hal Raoch schlug vor, bei diesem Film erstmals den Ton einzusetzen. Der Film erhielt aber nur einige Soundeffekte, aber keine Dialoge. Daher verwendete man wiederum Texteinblendungen in der bekannten Weise. Der Film beginnt mit einer Art Collage historischer Ereignisse aus dem Freiheitskampf amerikanischer Siedler. Eingeblendet wird der Text: „Auch heute geht der Freiheitskampf weiter“, gefolgt von einer Aufnahme von Stan und Olli im Kostüm von Strafgefangenen auf der Flucht.


im Buch von Christian Bless (Ihr Leben, Ihre Filme) findet man zu den Dreharbeiten von Liberty folgende interessante Begebenheit:

"Dass die Szenen derart echt und gefährlich wirken, ist dabei nicht etwa einer perfekten Tricktechnik zu verdanken. Ein später beliebtes Hilfsmittel der Rückprojektion, befand sich zum damaligen Zeitpunkt nämlich erst in der Entwicklung. So blieb den Hautdarstellern gar nichts anderes übrig, als tatsächlich und leibhaftig in rund 70 Metern Höhe über den Straßen von Los Angeles herumzuturnen.

Dabei wäre es fast zu einem tragischen Zwischenfall gekommen, wie Regisseur Leo McCarey später erzählte: "Eines Tages, als wir wieder auf dem Wolkenkratzer waren, schaute Stan hinunter und bekam es plötzlich mit der Angst zu tun. Babe versuchte ihn zu beruhigen, und sagte zu Stan: 'Du brauchst dich wirklich nicht zu fürchten.' Unter uns befand sich eine Plattform, und Babe sagte zu Stan: 'Ich werde dir jetzt zeigen, dass das Ding da unten absolut sicher ist', und sprang los. Naja, es war aber nicht sicher."

Thomas Benton Rogers, mitverantwortlich für den Bau dieses "doppelten Bodens" ergänzte: "Das Studio hatte ein paar dünne Bretter geschickt, damit wir daraus eine Sicherungsplattform anfertigen sollten. Ich beschwerte mich darüber, aber ich hatte damals nicht viel zu sagen. Als Babe dann runtersprang, brach das Ding natürlich zusammen. Aber ich hatte zum Glück unter diesem Boden noch ein Netz gespannt. Das hat ihn gerettet'."




Bildnachweis:

  • Ronald Grant Archive
  • Britisch Film Institute
  • Kinowelt GmbH
  • Kirch Media Group
  • Centre for Contemporary Arts
  • ZDF
  • Kabel 1
  • SAT 1
  • arte
  • WDR




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