Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
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Die Kurzfilme 1931

Laughing Gravy – Alle Hunde lieben Stan

Tonfilm / 20 bzw. 31 min. in der Langversion / Erstveröffentlichung: 4. April 1931

Regie: James W. Horne

Drehbuch: H.M. Walker

Kinotitel:

  • Dick und Doof in 1000 Nöten
  • Dick und Doof - Auf den Hund gekommen
  • Des Menschen bester Freund
  • Ein Hundewetter

Dick und Doof: Alle Hunde lieben Stan (Folge 78)

Darsteller:

  • Stan Laurel
  • Oliver Hardy
  • Charlie Hall (Pensionswirt)
  • Harry Bernard (Polizist)
  • Charles Dorety (betrunkener Pensionsgast)
  • Laughing Gravy (Hund)

        

Inhalt:

Stan und Olli haben in einer eiskalten WInternacht heimlich ihr Hündchen namens „Laughing Gravy“ mit auf ihr Zimmer genommen. Doch leider erlaubt der Pensionswirt keine Tiere im Haus, weshalb sie den Hund versteckt halten müssen. Durch Stan´s Schluckauf in der Nacht, fühlt sich der Hund bei jedem "Hicks" animiert, zu bellen. Der Pensionswirt kommt ins Zimmer, entdeckt den Hund und wirft ihn trotz eisiger Nacht und Schneefalls vor die Tür. Stan und Olli sind natürlich sofort der Meinung, dass ihr Hund da draußen nicht bleiben kann. Olli will ihn trotz angedrohter Kündigung wieder ins Warme holen, sperrt sich dabei aber versehentlich vor der Haustür aus. Stan erscheint am Fenster im ersten Stock und holt den Hund per Bettlaken-Aufzug wieder ins Zimmer. Bei Olli funktioniert diese Vorgehensweise jedoch nicht, und er fällt in eine Regentonne. Schließlich öffnet Stan seinem völlig durchgefronenen Freund die Tür.

Alle drei sind nun wieder vereint im Zimmer, doch als sie sich schlafen legen wollen, bricht das Bett zusammen. Wieder kommt der Pensionswirt angerannt, und befiehlt ihnen, sofort am Morgen die Pension zu verlassen. Der Hund, der beim Hereinkommen des Wirts schnell noch im Kamin versteckt wurde, ist inzwischen leider aufs Dach geklettert. Stan und Olli klettern durch den Kamin ebenfalls aufs Dach, was zu einigen Beinahe-Abstürzen der beiden auf dem schneebedeckten Dach führt. Alle drei sind nun durch den Kamin völlig verdreckt und müssen sich erst einmal waschen, bevor sie wieder ans Schlafengehen denken können.

Zu diesem Zweck wird eine kleine Blechbadewanne im Zimmer aufgestellt, jedoch passieren schon beim Einfüllen des Wassers ein paar Missgeschicke, worunter vor allem Olli zu leiden hat. Durch den Spektakel aufgeschreckt kommt der Wirt zum dritten Mal ins Zimmer, und gibt ihnen 15 Minuten, um zu verschwinden. Gerade als Stan und Olli mit Ihrem Hund die Pension verlassen wollen, erscheint ein Polizist, der das Haus für zwei Monate wegen einer Blatternepidemie unter Quarantäne stellt, sodass niemand mehr das Haus betreten oder verlassen darf. Das ist zuviel für den Pensionswirt. Er geht in ein Nebenzimmer und ein Schuss fällt, worauf Stan, Olli und der Polizist betrübt ihre Hüte abnehmen...

         

Langversion:

Von Laughing Gravy gibt es eine nur in Englisch verfügbare Langversion. Hier erhält Stan beim Packen seiner Sachen einen Brief, nachdem die beiden des Hauses verwiesen wurden. Er stammt von seinem reichen Erbonkel, wonach Stan ein großes Vermögen erben wird. Einzige Bedingung ist jedoch, dass Stan jeglichen Kontakt zu Oliver Hardy abbricht, weil dieser nach Meinung des Onkels einen schlechten Einfluss auf ihn hat. Stan will Olli den Brief nicht zeigen, kann aber nicht verhindern, dass Olli ihn liest. Der will Stan nicht weiter aufhalten, obwohl ihn die Sache ziemlich betrübt. Olli soll aber zum Trost den Hund behalten. Doch plötzlich kehrt Stan zurück, zerreißt den Brief, und schlägt damit sein Erbe in den Wind. Aber nicht - wie Olli glaubt - aus Freundschaft zu ihm. Stan gesteht ihm freimütig, dass er nur wegen "Laughing Gravy" geblieben ist. Olli packt der Zorn, doch dann kommt es zu dem bekannten Ende mit der Quarantäne.

Hintergrund:

Dieser Film greift teilweise den Stoff aus dem Film Angora Love aus dem Jahr 1929 wieder auf. Die Handlungen, insbesondere des nächtlichen Bades, sind in beiden Filmen ähnlich, nur dass es hier nicht um eine Ziege, sondern um den kleinen Hund geht, der vor dem Pensionswirt versteckt werden muss. Charlie Hall, der hier den Pensionswirt verkörpert, spielte im 1929er Film den betrunkenen Hotelgast, der sich nur in der Tür geirrt hat, und die Jungs dadurch aufgeschreckt hat. Diese Rolle übernahm nun Charles Dorety. Harry Bernard spielte in beiden Filmen den Polizisten, nur eben mit unterschiedlichen Aufgaben.

Der Hund "Laughing Gravy" hatte noch in zwei weiteren Laurel & Hardy-Filmen einen Auftritt, und zwar in ihrem ersten Langfilm Pardon Us (1931) und 1935 in The Bohemian Girl. Der kleine Mischling starb 1939.

Auch von Laughing Gravy wurde neben der englischen Fassung eine französische und eine spanische Version hergestellt. Diese wurden zusammen mit dem im gleichen Jahr gedrehten Kurzfilm Be Big zu einem Film zusammen gemischt. Weil die Synchonisationstechnik 1931 noch kaum funktionierte, mussten Stan und Olli ihren Text in den Parallellfilmen in gebrochenem Französisch und Spanisch radebrechen. Hierbei wurden öfters Darsteller von Nebenrollen durch Muttersprachler ersetzt.

Unter dem Titel "Dick und Doof in 1000 Nöten" entstand bei der Berliner Synchron eine erste deutsche Fassung mit Walter Bluhm als Laurel und Clemens Hasse als Hardy.

Die Münchner Beta-Technik erstellte 1961 unter dem Titel "Dick und Doof - Auf den Hund gekommen" eine weitere Fassung mit Arno Paulsen und Walter Bluhm.

EIne dritte Fassung entstand schließlich bei der MGM-Synchronabteilung unter dem Titel "Des Menschen bester Freund". Während Walter Bluhm wieder Stan seine Stimme lieh, ist als Olli Gerd Duwner zu hören.

Für die ZDF-Reihe Dick und Doof unter dem Titel "Alle Hunde lieben Stan" sprach Hanns Dieter Hüsch einige Kommentare, um von dem von ihm kommentierten Vorfilm "Short Orders" auf den Hauptfilm überzuleiten, für den dann die Synchronisation von 1961 Verwendung fand. Der Titel wurde offensichtlich in Anlehnung an die damals sehr beliebte ZDF-Familienserie "Alle Hunde lieben Theobald" gewählt.





Bildnachweis:

  • Ronald Grant Archive
  • Britisch Film Institute
  • Kinowelt GmbH
  • Kirch Media Group
  • Centre for Contemporary Arts
  • ZDF
  • Kabel 1
  • SAT 1
  • arte
  • WDR



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