Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
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Die Spielfilme 1941 – 1951

Jitterbugs - Dick und Doof und die Wunderpille


Schwarzweiß / Komödie / 72 min.
Erstveröffentlichung: 25. Juni 1943

Regie: Malcom St. Clair

Drehbuch: Willian Scott Darling

Kinotitel: Dick und Doof und die Wunderpille

Dick und Doof: Gauner, Blüten und Betrüger (Folge 58-60)

Lachen Sie mit Stan und Olli: Die Wunderpille (Folge 3)

Darsteller:

  • Stan Laurel
  • Oliver Hardy
  • Robert Bailey (Chester Wright)
  • Vivian Blaine (Susan Cowan)
  • Douglas Fowley (Malcolm Benett)
  • Neo Madison (Tony Queen)
  • Robert Emmett Keane (Henry Corcoran)
  • Lee Patrick (Mary Lou, Frau von Corcoran)
  • Glads Blake (Würfelspieler)
  • James Bush (Jimmy O´Grady)
  • Antony Caruso (Mike)
  • Chick Collins (Joe Taylor)
  • Jimmy Conlin (Barker)
      

Die Musikclowns Stan und Olli bleiben mit ihrem Wohnwagengespann auf einer wenig befahrenen Strecke mitten in der Wüste liegen, weil ihnen das Benzin ausgegangen ist. Olli hält seinem Freund vor, dass es seine Schuld ist, weil die Idee von ihm stammt, diesen Trampelpfad zu fahren, anstatt auf der Hauptstraße zu bleiben. Stan entschuldigt sich auch gleich dafür, weshalb Olli ihm vorwirft, dass er sich ständig wegen andauernder Fehlentscheidungen entschuldigen muss. Worauf Stan feststellt, dass es ihm leid tut, weil es ihm leid tut. Olli schlägt bei der Hitze (geschätzte 40°C im Schatten) einen Schluck Wasser vor. Tierskelette am Wegesrand, die sich vorübergehend in die Leiber von Stan und Olli verwandeln, sorgen für ein mulmiges Gefühl. Stan blickt durch ein Fernrohr und macht in der Ferne eine Tankstelle aus. Deshalb soll Stan das Gefährt mit dem im Wagen sitzenden Olli dorthin schieben. Auf halber Strecke animiert Stan ein Maultier, diese Aufgabe zu übernehmen und setzt sich zu Olli in den Wagen. Die Tankstelle ist jedoch schon längst außer Betrieb, und die beiden versuchen nun, ein Auto anzuhalten.

Als nach einiger Zeit der dritte Wagen endlich anhält, kann der Fahrer, Chester Wright, ihnen tatsächlich helfen. Er hat eine Benzinpille erfunden, die Wasser in einwandfeien Treibstoff verwandeln kann. Zum Gelingen dieses Wunders muss der Gauner nur unbemerkt den Wasserkanister gegen einen identischen Benzinkanister austauschen. Schwer beeindruckt zerreißt Stan gleich ihre Benzingutscheine. Als sich Stan und Olli als Zweimann-Orchester vorstellen, überredet der Schwindler die beiden zur Zusammenarbeit. Auf einer Kirmes locken Stan und Olli mit ihrer fetzigen Musik zahlreiche Leute und potentielle Kunden für die Benzinpille an. Der Gauner freundet sich dabei mit der jungen Susan Cowan an und tanzt mit ihr. Dabei verstaut er ihre störende Brieftasche lieber in seinem Jackett. Nach dem Konzert preist Olli nun die Wunderpille an, die ihnen nach der von Chester getürkten Vorführung geradezu aus den Händen gerissen wird.

      

Der Kaufrausch endet jedoch abrupt, als nach der Explosion eines Motors das ziemlich ramponierte Opfer Stan und Olli des Betruges bezichtigt. Chester rettet die brenzlige Situation, indem er sich als FBI-Polizist ausgibt und verspricht, die beiden ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Bei der panischen Flucht mit dem Wohnwagengespann hat Chester jedoch Susan´s Brieftasche noch im Jackett, wie von der Dame bemerkt wird, die flugs auf dem Trittbrett des Wohnanhängers mitfährt. Nach diesem Ereignis hegen auch Stan und Olli Zweifel an der Wirksamkeit der Benzinpille, werden von Chester aber mit ein paar blumigen Erklärungen wieder beruhigt.

Chester findet nun Susan´s Brieftasche in seinem Jackett und möchte sie der Dame zurückgeben. Er erkennt auf den ersten Blick am Inhalt der Brieftasche, dass Susan´s Mutter von ihm bekannten Betrügern um 10.000 Dollar geprellt wurde. Tatsächlich enthält ein bei einem Notar hinterlegter Briefumschlag statt Geldscheinen nur Zeitungspapier, wie sich kurze Zeit später auch herausstellt. Der Notar wurde getäuscht, weil einer der Gauner den Briefumschlag auf den Boden fallen ließ, der dann flugs gegen einen präparierten ausgetauscht wurde. Chester sieht es als Ehrensache an, die Betrüger mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Da Susan alles mitgehört hat, als sie zur Überraschung des Trios plötzlich neben dem Wagen auftaucht, kann ein Plan geschmiedet werden.

      

Als Lockvogel taucht Olli nun in einem Hotel in New Orleans als schwerreicher Texaner "Colonel Waterson Bixby" auf, mit Chester als seinem Sekretär und Stan als seinem Butler "Potts". Tatsächlich beißt der Ganove Corcoran an, und seine Frau Mary Lou soll sich an den reichen Texaner ranmachen. Zunächst fällt sie mit einer gespielten Ohnmacht aber nur Stan in die Arme, den sie für den Colonel hält, lockt ihn in ihr Zimmer und verleitet ihn mit langem Zureden zu einem Drink. Als ihr Irrtum durch Stan´s Erklärungen offensichtlich wird, klopft es an der Tür. Da sie ihren Ehemann vermutet, soll Stan sich schnell unter dem Kanapee verstecken. Es ist aber nur Olli in seiner Rolle als Colonel Bixby, der sich als ihr Zimmernachbar der Dame vorstellen möchte. Stan hat inzwischen Gefallen an den Drinks gefunden, und leert aus seinem Versteck heraus das für Olli bestimmte Glas, was diesen etwas am Verstand der Dame zweifeln lässt.

Während Olli die Dame dennoch munter umturtelt, leidet Stan unter dem Kanapee unter Olli´s stattlichem Gewicht, kann seine Lage jedoch mit einer Flasche Hochprozentigem erträglicher gestalten. Während Olli mit der Dame graziös tanzt, versucht Stan sich aus der Umklammerung einer herausgesprungenen Sofafeder zu befreien. Plötzlich kommt Ehemann Corcoran zur Tür herein, und Olli spielt den ertappten Ehebrecher, der die Peinlichkeit mit der Zahlung einer angemessenen Geldsumme ganz Gentlemenlike aus der Welt schaffen möchte. Widerwillig lässt sich Corcoran auf den Handel ein, verlangt aber 10.000 Dollar. Olli gibt sich nun als Sheriff aus, der einen Haftbefehl gegen Corcoran habe, und ruft seinen "Hilfsheriff" Chester herein. Corcoran bietet ihnen zunächst 5.000 Dollar, um sich freizukaufen. Aber als er erkennt, dass es nur eine Finte ist, zückt er den Revolver. Geistesgegenwärtig bringt ihn Stan aus seinem Versteck heraus zu Fall. Olli und Chester können Corcoran nun überwältigen, ihm das Geld abnehmen, und er wird mit Mary Lou in einem Nebenraum eingesperrt.

      

Nun kann man sich auf den zweiten Ganoven, Malcolm Bennett, konzentrieren. Dazu gibt Susan auf einem Schaufelraddampfer ein kleine Vorstellung als Sängerin, bei der Bennett mit dem ebenso schmierigen Tony Queen im Zuschauerraum sitzt. Benett plagt akuter Geldmangel. Und da Tony nicht einsteigen will, fragt er Susan ob sie nicht jemanden wüsste, der die notwendige Absicherung der Show finanzieren könnte. Susan fällt ihre reiche Tante Emily aus Boston ein, die allerdings verreist ist. Susan ist klar, dass sie Bennett nur dann rupfen können, wenn sie sich zum Schein an der Show finanziell beteiligen. Dies bringt Chester auf die Idee, dass die Tante doch von Stan gespielt werden könnte, die hier ihre alte Jugendliebe, Colonell Bixby (Olli), besuchen könnte. Trotz Stan´s Widerworte bringt Olli ihm schon bald den letzten Schliff bei, und führt ihm vor, wie man sich als feine Dame zu bewegen hat.

Gemeinsam schauen sie sich eine Show mit Susan an, und natürlich ist die vermeintliche Tante Emily bereit, sich mit 5.000 Dollar an der Show zu beteiligen, die sie bereits dem Ganoven Corcoran abgeluchst haben. Olli in seiner Rolle als Colonell Bixby ändert die Bedingungen des Vertrages noch etwas zu seinen Gunsten. Erwartungsgemäß macht Bennett nun den Vorschlag, seine 5.000 Dollar mit den 5.000 Dollar von Tante Emily zusammen in einen Umschlag zu tun, der dann im Besitz der Tante bleiben darf. Bennett versucht nun, seine 5.000 Dollar von Tony Queen zu pumpen, der schließlich mit einem versprochenen 50%-Anteil zusagt. Inzwischen probt Olli mit Stan, wie er mit den beiden Umschlägen umzugehen hat, damit ihr Trick funktioniert. Leider erweist sich Stan wieder mal als begriffsstutzig, obwohl sie von Chester gewarnt werden, das bei dem Trick nichts schiefgehen darf, ansonsten sieht er ihre Zukunft auf dem Grund des Mississippi in Beton eingegossen.

      

Bennett und Queen treffen nun ein, versärkt durch zwei weitere finstere Gestalten. Der Umschlagtausch findet statt. Die von Benett überreichten 5.000 Dollar werden von Stan gegen einen Umschlag mit Zeitungspapier ausgetauscht, und die 5.000 von Stan von Benett wiederum gegen einen mit wertlosem Inhalt. Der Umschlag, der das Geld enthält, wird von Chester auf Weisung von Tante Emily aus dem Zimmer gebracht, um ihn im Hotelsafe  zu deponieren. Der Handel soll jetzt gebührend gefeiert werden, und Stan und Olli begeben sich ins Nebenzimmer, um die Drinks vorzubereiten, tatsächlich aber, um zu verduften. Die Gauner werden schnell ungeduldig, öffnen misstrauisch ihren Umschlag, der tatsächlich nur Zeitungspapier enthält. Da der Fahrstuhl nicht kommt, werden Stan und Olli schnell gestellt. Und da man in Stan´s Umschlag auch nur Zeitungspapier vorfindet, kommt man zu der Einsicht, dass Chester alle gelinkt hat, und mit dem Geld wohl über alle Berge ist.

Hurtig begeben sich alle auf den Raddampfer, um Susan auf den Zahn zu fühlen. Die weiß jedoch auch nicht, wo Chester ist, und fühlt sich ebenfalls von ihm betrogen. Tony Quinn kommt nun auf die Idee, mit Susan als Showgirl und einem geheimen Casino auf dem Schiff den Verlust wieder wettzumachen. Olli und den immer noch als Emily verkleideten Stan lässt er in den Heizraum verfrachten und stellt den Ganoven Joe Taylor als ihren Bewacher auf. Weil die Leute auf dem Schiff frieren, wird Olli zum Kohlenschaufeln verdonnert. Stan als Frau darf dabei zuschauen. Durch Stan´s Idee, wie durch das Gegengewicht des Kohlebunkers Joe kaltgestellt werden kann, wird dieser zwar kurzzeitig ausgeknockt, aber gleichzeitig wird Olli unter einer Ladung Kohlen begraben. Olli muss weiterschippen, dabei fällt ihm ein Röhrchen mit den Benzinpillen auf den Boden. Gangster Joe sieht dies als wirksame Arznei gegen seine Verdauungsbeschwerden an, und lässt sich nicht davon abbringen, die Pillen einzunehmen, was einen ständig ansteigenden Leibesumfang zur Folge hat, bis er anfängt zu schweben.

      

Stan und Olli können nun fliehen, fabrizieren aber vorher noch durch ein geöffnetes Fenster Tony Queen eine Benzinpille in seinen Champagner, der gerade versucht, Susan für seine Zwecke einzuspannen. Bald erhebt sich auch er in die Lüfte. Leider ist der Rest der Bande immer noch hinter ihnen her, sodass sich Stan und Olli auf die Tanzfläche retten, wo sie durch recht akrobatische Tanzeinlagen herannahende Gangster manövrierunfähig machen. Inzwischen hat der im Heizraum umherfliegende Joe den Raddampfer auf volle Fahrt gebracht, und das Showboot reißt sich von seinen Uferleinen los. Olli übernimmt die Steuerung und tut sein bestes, das Schiff in dem regen Schiffsverkehr auf Kurs zu halten. Als er das Schiff wieder zum Stillstand gebracht hat, steht völlig unerwartet Chester mit der von ihm alarmierten Küstenwache bereit. Er weist Susan nach, dass er die 10.000 Dollar, die den Gaunern entsteißt wurden, ihrer betrogenen Mutter angewiesen hat, und es ergibt sich für die beiden ein Happy-End. Stan und Olli müssen jedoch noch einmal vor den aufgebrachten Gangstern fliehen, und springen ins Wasser. Stan entschuldigt sich wieder, worauf er von Olli wütend untergetaucht wird.


Hintergrund:

Basierend auf einer netten Grundidee werden die Zusammenhänge ab der zweiten Hälfte doch recht verzwickt, sodass der Zuschauer beim einmaligen Anschauen des Film die Handlung kaum in einen kausalen Zusammenhang bringen kann. Ansonsten ist es ein durchaus sympathischer Film, und die schauspielerischen Leistungen lassen kaum zu wünschen übrig. Vielleicht sind für den heutigen Geschmack die dreimal vorkommenden Gesangseinlagen von Vivian Blaine etwas zu langatmig, weil die ansonsten recht rasante Inszenierung jedesmal ausgebremst wird.
Nett gemacht ist auf jeden die Musikshow von Stan und Olli auf der Kirmes mit vielen automatisierten Instrumenten. Olli, der 3 Trompeten gleichzeitig spielt, bläst die Backen auf und reißt die Pupillen auf wie Lois Armstrong in seinen besten Zeiten. Eine grandiose schauspielerische Leistung von Oliver Hardy!

      

Eine erste deutsche Sychronisation entstand 1965 mit Arno Paulen als Hardy und Walther Bluhm als Laurel. Für die Serie "Lachen Sie mit Stan und Olli" entstand 1975 eine zweite Version mit Michael Habeck als Hardy und wieder mit dem bewährten Walther Bluhm, der Stan Laurel mit Bravour seine Stimme lieh.



Bildnachweis:

  • Ronald Grant Archive
  • Britisch Film Institute
  • Kinowelt GmbH
  • Kirch Media Group
  • Centre for Contemporary Arts
  • ZDF
  • Kabel 1
  • SAT 1
  • arte
  • WDR




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