Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
Startseite
Gesamtübersicht
Darsteller
TV-Sendungen »
Kurzfilme 1927
Kurzfilme 1928
Kurzfilme 1929
Kurzfilme 1930
Kurzfilme 1931
Kurzfilme 1932
Kurzfilme 1933
Kurzfilme 1934
Kurzfilme 1935
Spielfilme 1931-35
Spielfilme 1936-40
Spielfilme 1941-51
Gastauftritte
Stans Solofilme
Ollis Solofilme
deutsche Komödien
Kontakt
Gästebuch
Impressum
 



Die Kurzfilme 1930

Hog Wild - Panik auf der Leiter

Tonfilm / 19 min. / Erstveröffentlichung: 31. Mai 1930

Regie: James Parrott

Drehbuch: Leo McCarey, H.M. Walker

Kinotitel:

  • Dick und Doof bauen eine Antenne
  • Dick und Doof - die Mustergatten

Dick und Doof: Panik auf der Leiter (Folge 87)

Darsteller:

  • Stan Laurel
  • Oliver Hardy
  • Fay Holderness (Mrs. Hardy)
  • Dorothy Granger (Dienstmädchen)
  • Charles McMurphy (Straßenbahn-Chauffeur)

      

Inhalt:

Olli ist wütend, weil er seinen Hut nicht findet, den er bereits auf dem Kopf trägt. Er macht seiner Frau Vorwürfe, dass sie immer alles so gut wegräumt, dass der Herr des Hauses nichts findet. Weil seine Frau darauf nicht reagiert, ruft Olli das Dienstmädchen, die ihn zunächst einmal entgeistert anstarrt und dann zu kichern anfängt. Nach einer weiteren Schimpftirade über die unhaltbaren Zustände in diesem Haus, schaut Olli in den Spiegel, und lässt nach einem verlegenen Moment den Hut hinter seinem Rücken verschwinden. Er geht ins Schlafzimmer und hat den Hut doch tatsächlich "unter dem Bett" gefunden.

Eigentlich möchte sich Olli einen schönen Tag mit seinem Freund Stan machen, doch seine Frau besteht darauf, dass sofort die Antenne auf dem Dach montiert wird, damit das Radio wieder benutzt werden kann. Eine Aufgabe, vor der sich Olli monatelang erfolgreich gedrückt hat. Während Olli das Material für den Antennenbau herrichtet, kommt Stan mit dem Auto angefahren. Eine Stichflamme aus dem Auspuff beim Ausschalten des Motors setzt Olli´s Allerwertesten in Brand. Stan nimmt einen Eimer, füllt ihn umständlich mit Wasser und schüttet bei seinem Löscheinsatz das meiste daneben. Innerhalb kürzester Zeit zerstören der wütend von Olli weggeworfene Eimer und ein Antennenmast zwei Fenster. Olli´s holde Gattin bedankt sich schon mal mit einem Schlag auf seinen Kopf mit einer Bratpfanne.

Um aufs Dach zu gelangen wird eine Holzplatte auf die Ladefläche von Stan´s Wagen gelegt, und die Leiter direkt da draufgestellt. Während Stan einen Antennenmast montiert, rutscht Olli auf dem zweiten aus, und fällt kopfüber in einen kleinen Goldfischteich unten im Garten. Olli begibt sich wieder aufs Dach und befestigt den zweiten Antennenmast auf der gegenüber liegenden Seite. Stan hat seinen Mast auf etwa 90° gebogen, und als er ihn los lässt, befördert der sich schlagartig spannende Antennendraht Olli erneut in den Teich. Nun bindet sich Olli vorsichtshalber am Kamin fest. Doch durch unglückliche Umstände landen nun beide zusammen mit den Ziegeln des einstürzenden Kamins im Goldfischteich.

Stan soll das Kabel unten am Radio anschließen, und Olli erhält dadurch oben auf dem Dach einen Stromschlag und fliegt durch den Kamin vor die Füße seiner Gattin in der guten Stube. Olli steigt wieder auf die Leiter. Doch leider rutscht Stan versehentlich aufs Gaspedal, und der Wagen setzt sich samt Leiter in Bewegung, auf der Olli balanciert. Auf einer riskanten Fahrt versuchen sie dieses kleine Malheur zu bewältigen, das damit endet, dass Olli samt Leiter auf die Straße fällt, und nur knapp einem Omnibus ausweichen kann. Olli´s Frau betritt weinend das Szenario um ihm mitzuteilen, dass besagtes Radio gepfändet und vom Gerichtsvollzieher mitgenommen wurde. Stan´s Auto, mit dem sie wieder nach Hause fahren wollen, springt nicht mehr an und wird von einer Straßenbahn und einem LKW auf ein handliches Format zusammengefaltet.

         

Hintergrund:

Das Studio hatte für den Film eigens ein Grundstück auf der Madison Avenue in Culver City gemietet. Darauf errichtete man ein Haus, das speziell für Filmaufnahmen entworfen worden war.

Der Film wurde in drei Versionen, nämlich in Englisch, sowie in französischer und spanischer Sprache gedreht. Mit zunehmender Popularität von Stan und Olli mussten auch fremdsprachige Versionen produziert werden. In der Anfangszeit des Tonfilms gab es noch keine Synchronisationstechnik. Deshalb wurden mehrere Versionen in verschiedenen Sprachen abgedreht. Da Stan und Olli keine Sprachgenies waren, lasen sie den Text von Telepromptern ab, der dort in Lautschrift erschien. Dieses Vorgehen wurde 1932 eingestellt, als die beiden begannen, große Spielfilme zu drehen.

Im noch erhaltenen Drehbuch steht ein hübscher Gag, der leider nicht gedreht wurde. Er sollte kommen, nachdem Olli bereits zweimal vom Dach gefallen ist. Olli steigt aus dem Teich und blickt zurück. Er sieht, dass nur noch sehr wenig Wasser darin ist. Daher nimmt er einen Gartenschlauch, dreht ihn auf und füllt Wasser nach – für den Fall, dass er noch mal herunterfallen sollte.

Eine erste deutsche Syhnchonfassung entstand 1961 bei Beta-Technik unter dem Titel "Dick und Doof bauen eine Antenne" mit Arno Paulsen und Walter Bluhm.

Eine zweite wurde unter dem Titel "Dick und Doof - die Mustergatten" 1964 bei der IFU (Internationale Film Union) erstellt, wieder mit den gleichen Sprechern.







Bildnachweis:

  • Ronald Grant Archive
  • Britisch Film Institute
  • Kinowelt GmbH
  • Kirch Media Group
  • Centre for Contemporary Arts
  • ZDF
  • Kabel 1
  • SAT 1
  • arte
  • WDR



Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

Kostenlose Homepage von rePage.de


Anzeige:    Freunde finden leicht gemacht