Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
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Die Kurzfilme 1931

Chickens Come Home – Die Dame auf der Schulter

Tonfilm / 29 min. / Erstveröffentlichung: 21. Februar 1931

Regie: James W. Horne

Drehbuch: H.M. Walker

Kinotitel:

  • Sowas kommt von sowas
  • Den Glücklichen schlägt keine Stunde
  • Dick und Doof - Die Mustergatten

Dick und Doof: Die Dame auf der Schulter (Folge 92)

Darsteller:

  • Stan Laurel
  • Oliver Hardy
  • Mae Busch (Olli´s alte Flamme)
  • Thelma Todd (Mrs. Hardy)
  • Norma Drew (Mrs. Laurel)
  • James Finlayson (Olli´s Butler)
  • Patsy O´Bryne (alte Tratschtante und Freundin von Mrs. Laurel)
  • Charles K. French (Richter Chigger)
  • Gertrude Pedla (Frau des Richters)
  • Frank Holliday (Mr. Holliday)
  • Clara Guiol (Olli´s Sekretärin)
  • Ham Kinsey (Olli´s Sekretär, Liftboy)

        

Inhalt:

Olli hat eine gutgehende Düngemittelfabrik. Da er damit nicht ausgelastet ist, will er jetzt auch noch Bürgermeister werden. Seinem Sekretär Stan diktiert er Notizen einer Rede, die er auf einer Wahlveranstaltung halten will ("und so weiter und so weiter"). Stan hat aufgrund seiner etwas zu flüchtigen Stenoaufzeichnungen Schwierigkeiten, das wenige bisher Aufgeschriebene zu wiederholen und muss passen. Doch da rauscht Olli´s alte Flamme unverhofft in sein Büro. Sie besitzt ein pikantes Foto aus früheren Tagen und droht damit, dieses in die Zeitung zu bringen, womit Olli seinen Posten als Bürgermeister abschreiben kann. Es sei denn, Olli kann sich dazu entschließen, sich von einer größeren Geldsumme zu trennen.

Notgedrungen lässt sich Olli auf die Erpressung ein, aber da naht auch schon das nächste Unheil: Olli´s Gattin tritt auf den Plan. Die Dame aus der Vergangenheit wird ins Badezimmer verfrachtet und entgeht nur knapp ihrer Entdeckung durch Olli´s Gattin. Sie teilt ihm mit, dass sie am Abend alle seine Wahlunterstützer eingeladen hat. Da kann Olli unmöglich fehlen. Deshalb soll Stan die Verflossene solange hinhalten und beschäftigen, bis Olli abkömmlich ist. Stan´s Gattin ließ über Olli jedoch ausrichten, dass Stan ja pünktlich zum Abendessen zu Hause sein soll, ansonsten würde ihm höchstpersönlich von ihr der Arm gebrochen. Dieses kleine Detail unterschlägt Olli jedoch.

Die Erpresserin packt die blanke Wut, als Stan anstelle von Olli bei ihr aufkreuzt. Sie will unbedingt zu Olli´s Haus, und ihn dort vor versammelter Mannschaft kompromittieren. Stan versucht sie mit allen Mitteln aufzuhalten, worauf ein regelrechter Kampf zwischen den beiden entbrennt. Im Laufe des Abends wird Olli von den beiden in schöner Regelmäßigkeit angerufen, was bei der Feier für einige Störungen und Irritationen sorgt. Olli´s Gattin verdächtig ihn schon, dass er ihr etwas verheimlichen will. Butler Finlayson lauscht bei den Anrufen sehr auffällig mit, und erhält von Olli gezwungenermaßen ein angemessenes Trinkgeld für sein Schweigen.

          

Olli will sich nun unbedingt von der Feier loseisen. Sein Trick, man habe keine Zigarren mehr im Haus, misslingt aufgrund der unerwünschten Aufmerksamkeit seines Butlers. Unterdessen kommt es auf der Straße zwischen Stan und der Erpresserin zu einer Prügelei, was von der älteren, männerhassenden Freundin von Mrs. Laurel als sexuelle Belästigung von Seiten Stans interpretiert wird. Außerdem wurde bei dieser Rangelei ihr Auto zerlegt. Die rennt natürlich mit dieser Botschaft brühwarm gleich zu Mrs. Laurel, die sich daraufhin wutentbrannt mit einer Axt auf die Suche nach ihrem Mann und zu den Hardy´s aufmacht.

Dort ist inzwischen bereits Stan mit der Erpresserin eingetroffen. Um die Situation zu retten, stellt Olli gegenüber seinen Gästen und seiner misstrauischen Frau den Vamp als Stan´s Gattin vor. Dummerweise kickt Stan das pikante Foto beim Entledigen der Garderobe in den Raum, sodass es für alle sichtbar ist. Komischerweise nimmt niemand davon Notiz, bis Stan es dann verstecken kann.

Olli droht nun in einem abseits geführten Gespäch der Erpresserin, dass er sie umbringt und feuert zur Warnung einen Schuss ab, die daraufhin in Ohnmacht fällt. Um Mrs. Hardy zu entkommen, bringen Stan und Olli die bewusstlose Frau als "doppelstöckige Dame" aus dem Haus. Die vermeintliche Mrs. Laurel wird Olli als Oberteil aufgepropft, die auf einmal recht stämmige Waden bekommen hat. Doch vor dem Haus steht schon Stan´s echte Gattin, wodurch die Maskerade in sich zusammen fällt. Sie flüchten, verfolgt von Mrs. Laurel mit ihrer Axt...

          

Hintergrund:

Chickens Come Home ist ein Remake des 1927 entstandenen Stummfilms Love ´Em And Weep, damals mit James Finlayson in der Hauptrolle, die jetzt Oliver Hardy übernahm. Fin dagegen spielt den Butler, den 1927 Charlie Hall verkörperte. Stan übernahm in beiden Versionen die Rolle des Sekratärs, der den aufgetauchten „Vamp“ ablenken soll, sich deswegen aber handfesten Ärger mit seiner eigenen Frau einhandelt.

Die Australierin Mae Busch spielte in beiden Versionen den Vamp, die mit den Fotos auftaucht. Mit ihrem Part in Love ´Em And Weep begann eine lange Zusammenarbeit mit Laurel und Hardy. Dies war 1927 insgesamt der fünfte Film, in dem Stan und Olli gemeinsam auftraten, als sie noch kein Duo waren.

Bevorzugt wurde Mae Busch als streitsüchtige Ehefrau oder als elegante Dame eingesetzt.
Große Rollen hatte sie als verrückte, männermordende Witwe in Oliver the Eight (1934), als Ehefrau von Charlie Hall in Them Thar Hills (1934) und Tit For Tat (1935), sowie als vernachlässigte Ehefrau in The Fixer Uppers (1935)

Der Gag mit der "Doppelstöckigen Dame" erlebte hier nach Love ´Em And Weep und Sugar Daddies (beide 1927) die dritte Variante.

Von Chickens Come Home gab es auch eine spanische Version, die mit 56 Minuten deutlich länger war, als die englische Originalversion. Darin radebrechen Laurel, Hardy und Finlayson ihre Rollen auf Spanisch erneut, während der Rest des Cast´s öfters mit spanisch sprechenden Schauspielen ersetzt wurde.

Erstmals kam der Film in deutsche Kinos unter dem Titel "Dick und Doof - Die Mustergatten". Die wahrscheinlich einzige deutsche Synchronfassung dazu wurde bei der IFU (Internationale FIlm Union) in Remagen erstellt. Stan Laurel wurde von Walter Bluhm gesprochen, Oliver Hardy von Hermann Pfeiffer.





Bildnachweis:

  • Ronald Grant Archive
  • Britisch Film Institute
  • Kinowelt GmbH
  • Kirch Media Group
  • Centre for Contemporary Arts
  • ZDF
  • Kabel 1
  • SAT 1
  • arte
  • WDR



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