Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
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Die Kurzfilme 1930

Brats – Vaterfreuden

Tonfilm / 20 min. / Erstveröffentlichung: 22. März 1930

Regie: James Parrott

Drehbuch: H.M. Walker, Leo McCarey, Hal Roach

Kinotitel:

  • Dick und Doof und ihre Söhne
  • Vaterfreuden
  • Dick und Doof im Kinderland

Dick und Doof: Das Kind in der Wanne (Folge 86)

Darsteller:

  • Oliver Hardy (himself und Olli jr.)
  • Stan Laurel (himself und Stan jr.)
        

 Inhalt:

Olli und Stan wollen einen gemütlichen Herrenabend verbringen, um in Ruhe eine Partie Dame und Billard zu spielen. Doch ihre ungezogenen Sprösslinge toben herum, zerdeppern eine Vase und bewerfen sich mit Bauklötzen, wovon einer davon schmerzhaft am Kopf von Olli sen. landet. Nach einigen Ermahnungen werden die Kids schließlich ins Bett geschickt. Aber die Balgerei hört deshalb nicht auf. Immer wieder werden die Väter von dem Radau aufgeschreckt, den die Kinder im oberen Stockwerk veranstalten.

Die Väter spielen derweil Billard und streiten sich dabei genauso wie ihre Kinder. Eine Vitrine samt Prozellan geht zu Bruch, Ollis Jackett wird zerrissen und schließlich das Tuch des Billardtisches. Oben lassen die Knirpse inzwischen ein Bad ein, weil Olli jr. sich den Po mit Putzmitteln verätzt hat. Dabei rutscht er auf einem Stück Seife aus, und kracht mit dem Allerwertesten auf den Boden. Putz fliegt von der Decke auf den Billiardtisch, was die Väter sofort veranlasst, nachzusehen.

Entnervt verspricht Olli sen. demjenigen einen Dollar, der am schnellsten den Schlafanzug anzieht, und als erster im Bett liegt. Doch auch dies ist nur Anlass für weitere Streitereien, da Stan jr. einfach den Pyjama über seine normale Kleidung gezogen hat. Schließlich verfällt Olli sen. auf die Idee, ihnen ein Schlaflied zu singen. Das scheint Wirkung zu zeigen, doch als Stan in den Gesang mit einstimmt, sind die Kinder sofort wieder hellwach. Eine Tröte auf dem Boden, auf die Stan sen. beim Hinausschleichen aus dem Zimmer versehentlich tritt, verstehen die Kids als Weckruf.

Während der ganzen Zeit läuft jedoch von den Eltern unbemerkt das Wasser bereits über den Rand der Badewanne, bis die Kinder um ein Glas Wasser bitten...

       

Hintergrund:

In diesem 2-Personen-Kurzfilm spielen Stan und Olli eine Doppelrolle: Einmal verkörpern sie die väterlichen Aufpasser, und zum anderen deren Söhne, die ein perfektes Miniaturbild ihrer Väter sind. Nur Olli jr. eben ohne Schnauzbart.

Der Erfolg des Films beruht auf einer herausragenden Regie, den beiden umwerfend komischen Darstellern, sowie den Trickaufnahmen, welche die visuelle Verkleinerung von Personen möglich macht. Dazu wurden zwei absolut identische Kulissen aufgebaut, allerdings in unterschiedlicher Größe, sodass die Kids ganz klein zu sein scheinen, als sie auf riesige Möbel klettern, vor dem Kamin, im Bad mit einer überdimensionalen Badewanne oder im Kinderzimmer agieren.

Brats ist einer der Kurzfilme, die in vier Sprachen, sowie in einer stummen Version gedreht wurde, da 1930 noch nicht alle Kinos über Tonfilm-Projektoren verfügten. In der stummen Version ist am Anfang auf einer Texteinblendung zu lesen, dass die Damen Laurel und Hardy abwesend sind, um Schießübungen zu machen. Das lässt zumindest vermuten, dass die beiden Ehepaare das gleiche Haus bewohnen.

Auch von diesem Film gibt es wieder mehrere deutsche Sychronfassungen. Die bekannteste dürfte die 1961 entstandene Version bei der Beta Technik mit Arno Paulsen und Walther Bluhm sein mit dem Titel "Dick und Doof und ihre Söhne".

Eine zweite Version unter dem Titel "Vaterfreuden" entstand bei der Berliner Synchron mit den gleichen Sprechern.

Dann gibt es noch ein dritte Sychronisation unter dem Titel "Dick und Doof im Kinderland". Hier sprach Bruno W. Pantel für Olli, und Horst Gentzen für Stan.


Sprüche aus Brats:

"Wenn ihr schon Lärm macht, dann macht ihn wenigstens leise."

(Stan zu den Kindern
)

"Lass mich das machen! Du verschüttest es womöglich."
(Olli zu Stan, als die Kids um ein Glas Wasser bitten)






Bildnachweis:

  • Ronald Grant Archive
  • Britisch Film Institute
  • Kinowelt GmbH
  • Kirch Media Group
  • Centre for Contemporary Arts
  • ZDF
  • Kabel 1
  • SAT 1
  • arte
  • WDR



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