Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
Startseite
Gesamtübersicht
Darsteller
TV-Sendungen »
Kurzfilme 1927
Kurzfilme 1928
Kurzfilme 1929
Kurzfilme 1930
Kurzfilme 1931
Kurzfilme 1932
Kurzfilme 1933
Kurzfilme 1934
Kurzfilme 1935
Spielfilme 1931-35
Spielfilme 1936-40
Spielfilme 1941-51
Gastauftritte
Stans Solofilme
Ollis Solofilme
deutsche Komödien
Kontakt
Gästebuch
Impressum
 



Die Spielfilme 1941 – 1951

Atoll K – Dick und Doof erben eine Insel

Schwarzweiß / Komödie / 98 min.

Erstveröffentlichung Ende 1951 bei „Les Films Sirius“

Regie: Leo Joannon

Co.-Regie: Alfred Goulding

Drehbuch:

John D. Klorer, Stan Laurel, Friedrich Klorer, René Wheeler, Piero Tellini, Monte Collins, Leo Joannon

Kinotitel:

  • Utopia
  • Robinson Crusoeland
  • Dick und Doof erben eine Insel

  • Darsteller
    :
    • Stan Laurel
    • Oliver Hardy
    • Suzi Delair (Cherie Lamour)
    • Max Elloy (Antoine, Staatenloser)
    • Adriano Rimoldi (Giovanni Copini, Maurer)
    • Luigi Tosi (Jack Frazer)
    • Robert Murzeau (Captain Dolan)
    • Suzet Mais (Mrs. Dolan)
    • Michael Dalmatoff (Alecto, Schurke)

             

    Inhalt:

    Stan und Olli erben von ihrem stinkreichen Onkel ein altes Schiff und eine unbekannte Insel im Pazifischen Ozean. Voller Stolz stechen die beiden in See um ihre Insel zu besuchen. Doch es kommt wie es kommen muss: auf hoher See erleidet der alte Kahn einen Motorschaden, und kentert schließlich. So stranden unsere Matrosen auf einem Atoll. Alles ist zunächst eitel Sonnenschein, Stan und Olli genießen mit ihren beiden Begleitern, und der später gestrandeten jungen Frau das süße Inselleben. Doch als plötzlich Uran auf dem Atoll gefunden wird, ist es mit ihrer Ruhe vorbei. Die Großmächte dieser Welt zeigen plötzliches Interesse an dem Eiland, und schrecken auch vor unlauteren Mitteln nicht zurück, um sich die Rechte an den Bodenschätzen zu sichern.

    Stan und Olli flüchten zusammen mit ihrem Koch und der jungen Frau auf eine andere Insel und gründen dort ihren eigenen Staat „Utopia“. Dort gibt es keine Gesetze, und alles steht für jeden Einwohner kostenlos zur Verfügung. Was anfangs gut gemeint ist, wird schnell zum Bumerang. Denn finstere Gesellen, die diesen rechtsfreien Raum mit krimineller Energie für sich ausnutzen, lassen nicht lange auf sich warten, und wollen schließlich gewaltsam die Macht auf Utopia an sich reißen...

               

    Hintergrund:

    Ende 1949 erhielten Stan und Olli ein Angebot zu Dreharbeiten in Frankreich. Weil sie Geld brauchten, reisten sie nach Paris, wo sie ein ungeschriebenes Drehbuch, eine hoffnungslos uneffiziente Produktions-Firma, und ein total überforderter Regisseur erwarteten. Trotzdem begannen im August 1950, im Hafen von Marseille, die Dreharbeiten zu Atoll K, dem letzten Film mit Stan Laurel und Oliver Hardy.

    Stark gealtert und von schwerer Krankheit gezeichnet (Stan war schwer zuckerkrank und bei Olli zeigten sich die ersten Anzeichen seiner Herzprobleme), fernab des „Dick und Doof-Mythos“, versuchten unsere Helden ein Image ihrer selbst aufrechtzuerhalten, das vom Leben schon längst eingeholt wurde.

    Der Film sollte in zwölf Wochen abgedreht sein, die Dreharbeiten zogen sich jedoch über ein Jahr lang hin. Die ebenfalls verpflichteten französischen Komiker Fernandel (Don Camillo) und Totó (Große Vögel, kleine Vögel) waren inzwischen abgesprungen und durch unbekannte Darsteller ersetzt worden. Suzy Delair (Die Abenteuer des Rabbi Jacob), die weibliche Heldin, wurde sogar erst wenige Tage vor Beginn der Dreharbeiten unter Vertrag genommen.

              

    Während der Dreharbeiten musste Laurel wegen einer Geschwulst an der Prostata im Pariser US-Krankenhaus operiert werden. Er überstand die Produktion nur unter Schmerzen und war gezwungen, nach spätestens einer Stunde Arbeit eine Ruhepause einzulegen. Gleichzeitig hatte Hardy wegen der ungewohnten Hitze an der Riviera ernsthafte Kreislaufprobleme.

    Erhebliche Differenzen gab es schließlich mit dem Regisseur Leo Joannon, der zwar ein versierter Filmemacher war, aber noch nie eine Komödie gedreht hatte. Darüber hinaus sprach er nur französisch, was die Arbeit mit der vielsprachigen Crew nicht einfacher machte. Laurel erinnerte sich später: „Der Film war ein Fehlschlag. Ein Teil der Schauspieler sprach französisch, einige italienisch, und wir beide sprachen nur englisch. Niemand, weder der Regisseur noch wir, wussten Bescheid, was zum Teufel eigentlich los war.“ Stan rief letztlich Alfred Goulding zu Hilfe, den Regisseur von A Chump at Oxford, der die chaotischen Produktionsbedingungen entwirren sollte und fortan die Szenen mit Laurel und Hardy in die Hand nahm. Stan hatte sich - im Gegensatz zu seinen sonstigen Gepflogenheiten - den fertigen Film niemals angeschaut.

    Trotz der unzähligen Schwierigkeiten verfügt Atoll K stellenweise über den typischen Humor von Laurel und Hardy. Der Film bietet wenig Slapstick, sondern versteht sich eher als Satire mit leichten politischen Untertönen.




    Bildnachweis:

    • Ronald Grant Archive
    • Britisch Film Institute
    • Kinowelt GmbH
    • Kirch Media Group
    • Centre for Contemporary Arts
    • ZDF
    • Kabel 1
    • SAT 1
    • arte
    • WDR



    Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

    Kostenlose Homepage von rePage.de


    Anzeige:    Freunde finden leicht gemacht