Laurel & Hardy - Die komplette Filmchronik

     

  
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Die Spielfilme 1936-1940


A Chump At Oxford – Dick und Doof in Oxford

Schwarzweiß / Komödie / 62 min.

Erstveröffentlichung: 16. Februar 1940

Regie: Alfred Goulding

Drehbuch: Felix Adler, Harry Langdon, Charley Rogers

Kinotitel:

  • Wissen ist Macht
  • Dick und Doof als Studenten
  • Dick und Doof in Oxford
  • Dick und Doof:

    • Das peinliche Gastmahl (Folge 80)
    • Der Lümmel im Kinderwagen (Folge 86)
    • Das Fenster im Nacken (Folge 93)

    Lachen Sie mit Stan und Olli: Genies in Oxford (Folge 7)

    Darsteller:

    • Stan Laurel
    • Oliver Hardy
    • Wilfried Lucas (Dekan Williams)
    • Forrester Harvey (Butler Meredith)
    • James FInlayson (Mr. Vanderverve)
    • Anita Garvin (Mrs. Vanderverve)
    • Eddie Borden ("Geist" im Labyrinth)
    • Gerald Rogers (Student Johnson)
    • Gerald Fielding (Student Brown)
    • Charlie Hall (Student)
    • Peter Cushing (Student)
    • Vivien Oakland (Frau vom Arbeitsamt)
    • Forbes Murray (Bankdirektor)
    • Rex Lease (Bankräuber)
    • Frank Baker (Butler des Dekans)

         

    Inhalt:

    Am Anfang versuchen sich die Jungs mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. Doch jede Anstellung - ob als Butler oder als Straßenkehrer endet mit einem Fiasko. Da sie nichts gelernt haben, beschließen sie, eine Abendschule zu besuchen, und hoffen, dadurch erfolgreicher zu werden. Versehentlich hindern sie durch eine achtlos weggeworfene Bananenschale einen Bankräuber an der Flucht. Als Belohnung erhalten Sie ein Stipendium in Oxford.


    Hintergrund:

    Dieser Film hebt sich in sofern ab, weil er im 2. Teil auf typische Darstellungsmerkmale von Stan und Olli verzichtet. Durch einen Schlag auf den Kopf verwandelt sich Stan in den großen Denker, Ästheten und Sportler Lord Paddington, der von Einstein gebeten wird, ihm bei der Klärung von Fragen bei seiner Relativitätstheorie zu helfen. Nach der Verwandlung erkennt er Olli nicht mehr („Wer ist dieses Individuum, das es nicht für nötig hält, vor mir den Hut abzunehmen?“), stellt in aber als Butler ein, und stichelt ihn wegen seiner Leibesfülle und seinem Doppelkinn.

       

    Abgesehen von Stans brillanter Darstellung gehört dieses Werk zu den komischsten Arbeiten der beiden und wurde der Lieblingsfilm von Hal Roach.

    Bei den Dreharbeiten, die 1939 begannen, vermisste das Team einen besonders wichtigen Mitarbeiter: den Regisseur James Parrott. Von Drogenproblemen gequält, beging er Selbstmord. Parrott hatte unzählige Laurel & Hardy-Kurzfilme inszeniert, darunter einige Perlen wie Two Tars (1928), Hog Wild und Brats (beide 1930). Außerdem hatte er wesentlichen Anteil an der Verwirklichung von Way Out West (1937) und Blockheads (1938). Die Regie des Films A Chump At Oxford übernahm nun Stans alter Freund Alfred Goulding.

    Alfred Goulding sollte noch einem mit Laurel und Hardy arbeiten: Als es bei den Dreharbeiten zu Atoll K (1950) zu massiven Problemen mit dem französischen Regisseur kam, bat Stan seinen alten Freund um Hilfe.

         

    Trotz ihrer Freundschaft war die Zusammenarbeit zwischen Laurel und Goulding nicht ganz einfach. Stan war es gewohnt, bei der Inszenierung eines Films stets maßgeblichen Einfluss zu haben. Goulding wollte jedoch seine Ideen durchsetzen, und war auch nicht bereit, nachzugeben. Er erklärte Stan geduldig seine Vorstellungen, die Laurel auf den ersten Blick nicht einleuchteten. So musste er Stan auch von dem komischen Potential der Irrgarten-Szene überzeugen.

         

    In seiner Rolle als Lord Paddington konnte Stan allen Kritikern beweisen, dass er nicht nur ein großartiger Komiker, sondern auch ein exzellenter Charakterdarsteller war. Durch sein geschliffenes, gehobenes Englisch und den stilvollen Habitus gab er einen formvollendeten Lord ab. Es war die einzige Rolle in seiner Karriere, in der Stan vom Komikertyp abwich.

          

    Andere englische Darsteller unterstützen Stan bei den Dreharbeiten: Da war Charlie Hall (als Hector), der Charakterdarsteller Forrester Harvey (als Butler) und einige unbekannte junge Schauspieler, zu denen Peter Cushing (als Jones) gehörte, der später in den 50er Jahren noch als Darsteller in Horrorfilmen berühmt werden sollte. Cushing wollte diese kleine Rolle unbedingt spielen – allein wegen der Chance, mit Laurel und Hardy zu arbeiten. In seinen Memoiren beschrieb er, dass sich die beiden rührend um ihre jungen Kollegen kümmerten. Für die Szene, in der die Studenten in den Pool fallen, sorgten Laurel und Hardy dafür, dass genügend Handtücher, Decken und heiße Getränke bereit standen. Für Cushing war Laurel die treibende Kraft des Films. Er dachte sich die meisten Gags aus, und diskutierte sie dann mit Hardy und dem Regisseur.

    Sprüche aus A Chump at Oxford:

    Stan: „Lesen und Schreiben würde ich schaffen. Rechnen würde mir schwer fallen. Es ist doch so: Zwei und zwei macht irgendwas, und vier und vier macht irgendwas. Leider nicht dasselbe. Dann wär´s leicht.“

    Olli: „Das ist ja auch schon höhere Mathematik. Siehst du, ich kann auch nicht lesen und schreiben, aber ich bin gebildet.“

    Stan: „Tut das weh?“

    Olli: „Dir schon.“

    ****
    Mrs Vanderverve: "Sieht diese Frau nicht eigenartig aus?"
    Stan: "Glauben Sie dafür bekommen Sie Greta Garbo!"








    Bildnachweis:

    • Ronald Grant Archive
    • Britisch Film Institute
    • Kinowelt GmbH
    • Kirch Media Group
    • Centre for Contemporary Arts
    • ZDF
    • Kabel 1
    • SAT 1
    • arte
    • WDR



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