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Gründe für die Mißhandlungen in der Familie

Die meisten Mißhandlungen sind auf die Kindheit der Täter zurückzuführen! Die Täter geben Das weiter was sie in Ihrer Kindheit selbst erfahren haben. Untersuchungen ergeben das ein Drittel der mißhandelten Personen die Mißhandlung weitergeben. Bei einem weiteren Drittel ist die Gefahr groß, es hängt von ihrem Umfeld ab. Nur ein Drittel der Opfer entgehen der Gefahr, das kommt davon das sie als Kind eine Person hatten der sie sich anvertrauen konnten, oder eine Therapie die Ihnen half.Denn niemand schlägt sein Kind oder seine Frau mit einem guten Gewissen.Weitere Gründe für Mißhandlungen in der Familie sind:

 

1.Viel Streit zu Hause

2.Schlechte Lebensverhältnisse

3.Finanzielle Probleme

4.Alkohol und Drogen

5.Arbeitslosigkeit

6.usw.

Die Täter werden zu den Opfern, sie sehen keinen Ausweg mehr für Ihre Probleme und lassen ihre Wut an den Familienmitgliedern aus.

Die Opfer der Mißhandlungen haben meistens Angst sich an jemanden zu wenden und sich helfen zu lassen. Sie leben ihr schreckliches Leben weiter und müssen immer wieder leiden und Opfer Ihrer eigenen Familienangehörigen sein.

Andere Familienmitglieder und Freunde schauen oft einfach weg wenn sie merken dass bei jemanden zu Hause Gewalttätigkeit herrscht, denn sie wollen später nicht die Verantwortung dafür übernehmen.

 

                                   Folgen

Mißhandelte Kinder zeigen oft ein gestörtes, aggressives Verhalten. Sie haben Schlaffstörungen und große Mühe sich zu konzentrieren. Neuen Bekanntschaften gehen Sie lieber aus dem weg. Ihre Neugier ist stark eingeschränkt sie sind auch weniger intelligent als andere Kinder, das macht sich auch in der Schule sehr bemerkbar.Wenn sie Erwachsen sind treten viele neue Probleme auf mit denen sie zurechtkommen müssen, dass sind:

Bindungsproblemme

Sie haben Probleme einen passenden Partner zu finden, denn sie haben Angst wieder verletzt zu werden.

Gewalttätigkeit

Sie werden Gewalttätig, weil sie nicht wissen wie sie mit ihre Probleme anders umgehen sollen und lassen ihre Wut an anderen aus.

Drogenmissbrauch

Durch die ständigen Angstgefühle und Probleme kapseln Sie sich von der Außenwelt ab, anschließend greifen sehr viele zu Drogen oder anderen Aufputschmitteln.

Selbstmordversuche

Manche wissen oft keinen Ausweg mehr aus ihren Problemen und Angstzuständen, und entscheiden sich für einen Selbstmord, denn sie haben keine Lust mehr auf ein solches Leben.

Angst

Die Opfer leiden unter ständigen Angstgefühlen, sie erinnern sich immer wieder an die Vorfällen und kapseln sich von der Aussenwelt ab.

Depressionen

Sie sind mutlos, leiden unter Niedergeschlagenheit und geben sich oft die Schuld für das Vorgefallene.

und Missbrauch der eigenen Familie

Sie können ihre Erlebnisse oft nicht verarbeiten und am ende wird ihre eigene Familie von ihnen geschlagen und misshandelt.

Kindesmissbrauch führt zu langfristigen negativen Auswirkungen auf die seelische Entwicklung der Opfer. Der Missbrauch von Kindern hört nicht auf, denn die Opfer geben ihre Erlebnisse immer wider weiter an ihre Familienmitglieder und die wiederum an ihre zukünftige Familien.Je früher die Misshanlunge beginnt, je schwerer sie ist und je länger sie anhält, desto schlimmer sind die Auswirkungen für das Opfer.

Sympthome für den Missbrauch

Körperliche Symptome:

1. Verletzungen an untypischen Stellen (Gesäss, Rücken, Genitale, Innenflächen der Oberschenkel)

2. auffällige Verletzungsmuster (z.B. kreisrunde Zigarettennarben, Spuren der Herdplatte, Verbrühungen, Handabdrücke, Stockabdrücke, Abschürfungen, stumpfe Bauchtraumata)

3. bei massiv körperlich vernachlässigten Kindern fallen oft ein schlechter, manchmal sogar ein vital-gefährdender reduzierter Allgemeinzustand und ein katastrophaler hygienischer Zustand bei der körperlichen Untersuchung auf.

Bei chronischem sexuellen Missbrauch auch von kleineren Kindern sind die gynäkologischen Befunde oft vieldeutig.Sexuell übertragene Infektionen und charakteristische Verletzungen im Genital- und Analbereich können wichtige Leitsymptome darstellen.Bei Schwangerschaften von sehr jungen Mädchen muss an sexuellen Missbrauch gedacht werden.

Psychopathologische Symptome:

1. Manche misshandelte Kinder zeigen charakteristische Auffälligkeiten in der Interaktion wie z.B. ein sog. eingefrorenes Lächeln oder eine sog. eingefrorene Wachsamkeit.

2. Auffällig ist häufig eine Störung der Nähe-Distanz-Regulation.

3. Bei stark deprimierten Kindern: Polydipsie oder andere massive Störungen im Bereich der Ernährung, Versorgung oder des Schlafes.

4. Angst in Situationen, die an den Misshandlungskontext erinnern, z.B. gebadet oder abgeduscht werden etc.

5. Altersinadäquate Ängste bei körperlicher Untersuchung oder ihre Verweigerung, insbesondere bei Anwendung von Instrumenten, z.B. Reflexhammer.

6. Sexualisiertes Verhalten.

Psychopathologisch ist die Beschreibung von Symptomen ganz unterschiedlichen Hinweischarakters wichtig (z.B. ein altersunangemessenes Sexualwissen, eine sexualisierte Sprache, insbesondere dann auffällig, wenn die sonstige Sprachentwicklung hinter dem Altersstand zurückbleibt; sexuelle Handlungen an Gleichaltrigen oder die sexuelle Distanzlosigkeit gegenüber erwachsenen Betreuungspersonen

Die verschiedenen Misshandlungsformen

Bei der Misshandlung von Kindern gibt es nicht nur eine Misshandlungsform sondern mehrere. Um von Kindessmissbrauch zu Sprechen muss auch das Alter Des Kindes beachtet werden, ein Kind von 1 Jahr kann viel Schaden mitnehmen wenn es nur kräftig geschüttelt wird dagegen ein älteres Kind nicht. Man unterscheidet zwischen folgenden Misshandlungsformen:

körperlicher Missbrauch

Darunter versteht man, wenn ein Kind häufig geschlagen und körperlich bestraft wird. Das kann von einer Ohrfeige bis zum einschlagen mit Gegenständen auf das Kind reichen.

emotionale Misshandlung

Bei der emotionalen Misshandlung spricht man, wenn ein Kind ständig kritisiert, gedemütigt, angeschrien oder in einen dunklen Raum eingesperrt wird.

Vernachlässigung

Wenn die grundlegenden körperlichen und seelischen Bedürfnisse des Kindes nach Nahrung, Sauberkeit, medizinischer Versorgung, Geborgenheit und Zuwendung deutlich und über einen längeren Zeitraum verweigert werden spricht man von Vernachlässigung.

sexueller Missbrauch

Dabei handelt es sich um Inzest, Anleitung zur Prostitution oder zur Herstellung von Pornographischen Filmen. Die Kinder werden zu etwas gezwungen was sie nicht wollen. Oft gehen die einzelnen Misshandlungsformen ineinander über. Kinder werden dabei verprügelt und angeschrien, also gleichzeitig auch emotional misshandelt und körperlich misshandelt.

Die Kinder können sich oft nicht verteidigen oder etwas dagegen unternehmen, vor allem die Babys sind wehrlos und sehr verletzungsanfällig. Die Eltern geben als Grund sehr oft Ungehorsam der Kinder an wobei die Babys überhaupt noch nicht wissen können was Gehorsamkeit ist.

   Wie kann man sich helfen?

Man kann versuchen aus einer schlimmen Situation das beste zu machen aber das schafft niemand alleine , man braucht Hilfe!Um sich zu helfen, soll man

1. nicht zu lange warten, gleich etwas unternehmen, und wenn es nur ein Gedächtnisprotokoll ist.

2. so rasch als nur möglich eine Vertrauensperson aufsuchen und mit der darüber reden oder das Gedächtnisprotokoll lesen lassen und diese dann auch unterzeichnen lassen - als Zeuge.

3. eventuell bei einer Sicherheitsdienststelle Schutz und Rat einholen oder bei einem Familiengericht Erkundigungen einholen

4. Wenn Kinder vorhanden oder gar betroffen sind - unverzüglich das Jugendamt aufsuchen und dort Rat und Hilfe suchen.

5. Familienberatungsstellen aufsuchen und sich dort erkundigen und beraten lassen.

6. immer daran denken, es gibt auch andere, die Probleme haben und manche sogar schlimmere und auf keinen Fall den Kopf hängen lassen und glauben, dass da nichts zu machen sei.

Mut und Stolz helfen einem darüber leichte hinwegzukommen und am meisten hilft ein guter Freund eine Person, der man vertraut und der man alles anvertrauen kann, die einem zuredet und die auch Probleme aus ihrem Leben erzählt. Nur so hat man dann die Gewissheit, dass man nicht allein auf der weiten Welt mit seinem Problem ist.

Denn es gibt viele andere Probleme mit denen andere Menschen auch fertig werden.

Die Gewalt in der Familie wird oft verleugnet

Viele Menschen wie Nachbarn, Familienangehörige oder Freunde, wollen es nicht wahr haben, wenn es in ihrem Bekannten oder Verwandtenkreis Gewalttätigkeit gibt.

Sie haben Angst etwas zu viel zu erfahren, oder zu sehen , denn später glauben sie, wird ihnen vorgeworfen Mitschuld zu sein, also übersehen sie lieber die Probleme statt auf sie einzugehen, denn keiner will später die Verantwortung dafür übernehmen.

Die Gewalt in der Familie wird häufig:

verheimlicht

geleugnet

bagatellisiert

gerechtfertigt

Und auch die Opfer wollen niemanden etwas darüber erzählen, oder sich jemanden anvertrauen. Sie täuschen ihre Umwelt und machen so als ob alles in bester Ordnung wäre.

Die Angebote von Beratungsstellen, Frauenhäusern, Anwältinnen werden oft nur zurückhaltend angenommen.

Die Opfer haben Angst ihre Probleme zuzugeben, weil sie fürchten dass ihre Umgebung sehr kritisch darauf reagiert und über sie viel schlimmes geredet und gesagt wird. Sie sagen lieber nichts ,als wenn später es für sie noch schlimmer werden wird. Sie glauben dass sie danach ganz alleine mit ihren Problemen darstehen werden und ihnen keiner helfen wird, aber das ist verkehrt denn sie sind nicht alleine, es gibt viele andere Menschen mit den gleichen Sorgen und Problemen.

Man sollte sich eines gut merken:

"Hinschauen, nicht wegsehen - Und überlegt handeln !"

     Persönliches Bericht einer Mutter

...Auch ich war immer der Meinung, dass das den anderen passiert und nicht uns. "Mein Mann tut so was nie! Wir haben fünf gemeinsame Kinder und wenn er über solche Übergriffe hört oder liest, dann meint er immer, dass man solche Leute einsperren müsste und nie wieder auf die Menschheit los lassen soll. Das ist ja wohl das Letzte!" Ich meinte meine Kinder bei ihm sicher in dieser Hinsicht. Doch ich sollte bald eines besseren belehrt werden.

Es war 1994, als ich das Unglaubliche erfuhr. Es war Mai und ich lag im Krankenhaus. Es war ein schöner Anlass, denn ich hatte einem kleinen Sohn das Leben geschenkt. Es war eine komplizierte Schwangerschaft. Doch die Geburt verlief dann ohne Probleme und was am wichtigsten war, der Kleine war kern gesund. Meine Ehe war in einer Kriese, aber ich glaubte fest daran, dass wir das wieder in den Griff bekommen würden. Nach fast zwanzig Jahren Ehe, sah ich keinen Grund zur Resignation. Aber es sollte anders kommen...

Als ich längst wieder zu Hause war, bekam ich einen Anruf. Es war die Exfreundin meines Mannes. Sie war ziemlich erregt , als ich ihr berichtete, dass meine Tochter über Nacht in der Rehaklinik war, bei ihrem Vater und ich sie am nächsten Tag abholen würde, weil er da auf einen Tag nach Hause dürfe. Er war dann am Freitag-Abend gekommen und hatte die Kleine mitgenommen. Sie ging immer gerne mit ihrem Papa mit und so auch an diesem Abend. Jetzt berichtete mir die Exfreundin, dass sie beobachtet hätte, dass mein Mann, meine sechsjährige Tochter befummelt hatte. Sie hätte sich aber nicht getraut dazwischen zu gehen, sondern den diplomatischen Weg gesucht und ihn zum gemeinsamen Gehen aufgefordert. Ich war entsetzt! Aber nicht etwa über das Befummeln, denn daran glaubte ich nicht, sondern darüber, dass sie mir eigentlich sagen wollte, dass mein Mann ein "Kinderschänder" ist. Ich fuhr sie an: "Er mag ein Lügner sein und er ist teilweise brutal, denn er schlägt die Kinder und die letzte Zeit auch mich, aber ein Kinderschänder ist er nicht!!!" Sie meinte ganz ruhig, dass sie mich nicht beunruhigen wolle, ich solle einfach meine Tochter beobachten und dann würde ich schon die Veränderungen bemerken. Ich beendete das Gespräch, indem ich ihr sagte, dass ich beobachten würde. War aber froh, dass das Gespräch beendet war. Ich konnte ihn nicht direkt auf die Anschuldigungen seiner Exfreundin ansprechen, da er ja in dieser Klinik war, aber ich ertappte mich, dass ich meine Tochter tatsächlich genauer beobachtete. Ich bemerkte einige Veränderungen in ihrem Verhalten, was ich aber zunächst als normale Scham abtat. So schloss sie sich im Bad ein, wenn sie sich auszog. Sie schaute sich sehr ängstlich um. Sie fragte oft, ob ich sie noch lieb hätte. Sie jammerte im Schlaf. Sie zog sich nicht mehr schön an und wollte teilweise mit Kleidung im Bett schlafen.

Wenn ich sie in den Arm nehmen wollte, dann machte sie sich steif und ließ es nicht zu. Dieses machte mich nun doch etwas stutzig.

Ich überlegte nun ernsthaft, was zu tun sei. Aber ich wollte es einfach nicht glauben.

Die Veränderungen des Kindes bewogen mich dann mit meiner Mutter zu sprechen. Ich erzählte ihr von diesem schrecklichen Verdacht. Sie meinte auch gleich: "Das glaub ich nicht!" Trotzdem bat ich sie, ihre Enkelin doch einmal diplomatisch über das Nächtigen bei ihrem Vater zu befragen. Sie übernahm es ungern. Aber die Eltern luden das Kind allein zum Kaffeetrinken in einem Caffee ein, um eine ungezwungene Atmosphäre zu schaffen. Nun fragte meine Mutter das Mädchen: "Du hast doch jetzt mal den Papa besucht, war es schön dort?" Sie antwortete etwas gedrückt: "Nein, diesmal war es nicht schön." Auf Nachfrage der Oma, warum es nicht schöne gewesen sei, antwortete die Kleine: "Der Papa hat mir weh getan, er hat mich an die Lulli (Geschlechtsteil) gefasst." Oma fragte nur noch, ob das stimme und die Kleine bejahte. Um ihre eigenen Gefühle zu unterdrücken und das Kind nicht zu beunruhigen, wechselte sie das Thema und forderte das Kind auf, ein Foto von Oma und Opa zu machen. Als sie wieder zu Hause waren und die Kinder im Bett, berichtete mir die Mutter kurz, was das Mädchen erzählt hatte. Ich frage das Kind am nächsten Tag und bat sie, mir anhand einer Babypuppe zu zeigen, wo der Papa genau angefasst hatte. Es war eindeutig! ...

An diesem Abend fasste ich mir ein Herz und rief meinen Mann an. Ich forderte ihn auf, mir zuzuhören und ehrlich zu antworten. "Unsere Tochter hat mir erzählt, dass du sie zwischen den Beinen angefasst hast. Ist da was dran?" Mein Mann schrie nur: "Was soll das, wag dir, was zu unternehmen, dann mache ich dich fertig!!!" Ich wies ihn nun darauf hin, dass ich das Kind untersuchen lassen würde, auch wenn nach zwei Wochen wahrscheinlich keine direkten Spuren mehr erkennbar sein würden. Er schrie nur ins Telefon und wiederholte seine Drohungen. Ich kannte meinen Mann genau, wir waren zwanzig Jahre verheiratet. Diese Reaktion bedeutete, dass es stimmte... .

Nun war guter Rat teuer. Was sollte ich tun. Ich musste verhindern, dass er das wieder tun kann. Ich überdachte es eine Nacht. An Schlaf war nicht zu denken. Aber am anderen Tag war klar, was ich tun würde. Ich rief das Jugendamt an und nach einem ausführlichem Gespräch, fragte ich meine Tochter, ob sie möchte, dass er für diese Handlung bestraft werden solle. Sie war von ihm so unter Druck gesetzt worden und erleichtert, dass wir es nun wussten, dass sie sofort zustimmte. So machte ich bei der Polizei einen Termin und erstattete Anzeige.

Gleichzeitig leitete ich sofort die Trennung von meinem Mann ein. Wir hatten das Glück, schnell eine geeignete Wohnung zu finden und organisierten noch im gleichen Monat den Umzug. Als mein Mann von der Rehaklinik nach Hause kam, waren wir ausgezogen. Ein Anruf von mir, machte ihm vorher klar, dass ich eine Wohnung gefunden hatte und mit den Kindern ausziehen würde. Beim Familiengericht stellte er es später anders dar, aber das half ihm nun auch nichts mehr. Nach der Trennung sollte eine Odyssee beginnen, die mehr als fünf Jahre anhielt und noch nicht zu Ende ist...

Im November 94 fand die erste Vernehmung des Kindes statt, der noch viele folgen sollten. Darauf hin wurde von der Staatsanwaltschaft ein sog. Glaubwürdigkeitsgutachten in Auftrag gegeben, was den Wahrheitsgehalt der kindlichen Aussage prüfen sollte. Nach Wochen und Monaten wurde dieses erstellt und bescheinigte die "Glaubwürdigkeit" des Erlebten. Nun glaubten wir, dass das schlimmste überstanden sei, doch weit gefehlt. Das Familiengericht gab sich mit diesem Gutachten nicht zufrieden. Es wurde noch ein zweites Gutachten in Auftrag gegeben. Auch dieses bescheinigte, dass das Mädchen die Wahrheit sagte und alles wirklich erlebt haben musste. Trotzdem wurde dem Vater ein Besuchsrecht eingeräumt, wo die anderen drei Kinder, darunter ein vierjähriges Mädchen sogar beim ihrem Vater übernachten sollten. Das konnte nicht gut gehen. Es dauerte nicht lange und die Kleine wollte Abends von mir einen Zungenkuss haben, wenn ich sie in Bett brachte. Auf meine Frage, wer das tut, meinte sie: "Der Papa, das macht Spaß". Man kann sich mein Entsetzen vorstellen. Aber das war noch lange nicht alles. Im Februar 1995 waren die Kinder krank und das Besuchswochenende beim Vater rückte näher. Der Kleine hatte fast vierzig Fieber und auch die Kleine war mit Fieber im Bett. Erst forderte mein Mann, dass ich ihm die Kinder trotzdem heraus geben sollte. Dann gab er sich damit zufrieden, dass er am nächsten Tag einen Krankenbesuch machen durfte. Als er kam, ging es den Kleinen wieder etwas besser und sie spielten ein wenig bei mir in der Wohnung mit dem Vater. Als es dann in Richtung einundzwanzig Uhr ging, wollte ich die Kids für das Bett fertig machen. Die kleine Tochter wollte nun, dass der Papa sie ins Bett bringt und ich willigte ein, weil sie das wollte. Er ging mit ihr ins Badezimmer und setzte sie auf den Wickeltisch. Ich hörte das, weil die Wand zwischen Wohnzimmer und Bad sehr dünn ist. Da schrillten bei mir die Alarmglocken und ich ging zur Badezimmertür. Als mein Mann mich wahr nahm, lachte er höhnisch und fasste der Kleinen, die nackt war, provokativ zwischen die Beine und sagte: "So, nun hab ich auch die sexuell missbraucht." Ich schmiss ihn raus und war total verzweifelt. Von da an ließ ich ihn nie mehr in meine Wohnung. Nach mehreren schlimmen Vorkommnissen am Ende von Besuchswochenenden, brach ich die Besuche der Kinder bei ihrem Vater ab. Die waren glücklich darüber, denn er hatte sie immer unter Druck gesetzt und sie sollten sagen, dass sie bei ihm leben wollten. Ich stellte beim Familiengericht einen Antrag, das Besuchsrecht auszusetzen. Doch nach langem Hin und Her, beschloss der Richter, dass die Kinder nun jedes Wochenende zum Vater sollten. Dies tat er, weil ich nicht einlenken wollte. Ich ging in die Beschwerde zum OLG und erreichte dort zumindest, dass nur noch ein beaufsichtigtes Besuchsrecht stattfinden sollte. Ein kleiner Erfolg...

Dieses beaufsichtige Besuchsrecht nahm mein Mann nur ein halbes Jahr wahr, dann kam er nicht mehr. Wir waren nicht böse, wie man sich denken kann.

Im Januar 1997 war es dann endlich soweit. Der Strafprozess gegen meinen Mann stand an. Die Richterin erkannte die Schuld meines Mannes in allen Punkten und verurteilte ihn zu drei Jahren Bewährung. Dieses Urteil wurde nicht rechtskräftig, weil mein Mann in Berufung ging. Wieder unendliches Warten und es verging noch einmal ein dreiviertel Jahr, bis zum Berufungsverfahren. In diesem Berufungsverfahren geschah dann das unfassbare Unheil. Im wichtigsten Anklagepunkt, des sexuellen Missbrauches an meiner Tochter, wurde dieser Mann im "Zweifel für den Angeklagten", wie das so schön heißt , freigesprochen. Er bekam eine Bewährungsstrafe für andere Misshandlungen an den Kindern und mir. Aber für meine Tochter wurde dieses Urteil - fast zum Todesurteil.

Ich wollte nach der Urteilsverkündung dem Kind gar nicht gleich sagen, was geschehen war. Ich musste das selbst erst einmal verkraften, was unfassbar war. Doch dieses Kind hatte den siebten Sinn und wusste es gleich . Sie kennt mich eben zu gut, als dass ich ihr irgendwas vormachen konnte. Sie verfiel in eine Starre und saß da, wie tot. Man konnte nur noch an den Auf- und Niederbewegungen des Brustkorbes erkennen, dass sie noch am Leben war. Sie schlief total unruhig in dieser Nacht und stand genauso starr auf, wie sie am Abend ins Bett gegangen war. Wir überlegten, was wir tun konnten, um sie aufzumuntern. Und beschlossen ins Schwimmbad zu fahren. Meine Tochter nahm diesen Entschluss gleichgültig auf. Sie stand auf dem Balkon und meine erwachsene Tochter ebenfalls. Ich stand an der Balkontür und hörte plötzlich, wie meine kleine Tochter flüsterte: "Jetzt spring ich runter, dann kann der mich nie wieder anfassen und ich brauch ihn nie wiedersehen." Beim letzten Wort schwang sie sich auf die Balkonbrüstung . Ich sah diese Bewegung und sprang dazu und zog sie im letzten Moment wieder zurück. Ich habe noch nie so geschrieen... Dann nahm ich mein Kind in den Arm und hielt sie ganz fest. Nach einer Weile versprach sie mir, es nicht noch mal zu versuchen und wir beide weinten bitterlich...

Jetzt Ende 1999 bin ich endlich von diesem Mann geschieden. Meine Tochter will ihren Vater nie wieder sehen und sogar das Familiengericht räumte ein, dass das für das Kind zum Schaden wäre, wenn sie den Vater gegen ihren Willen besuchen müsste. Das Sorgerecht wurde auf mich allein übertragen, weil das zum Wohl der Kinder am besten wäre. Doch das ist nun auch noch nicht rechtskräftig.. . Das wird nun aber nur noch eine Frage der Zeit sein.

Dieser Mann leugnet bis heute, was er gemacht hat. Er hat das Leben von uns allen aus den Fugen geraten lassen. Meine Tochter wird nie vergessen, was er ihr angetan hat. Sie wird lernen damit zu leben. Auch mit diesem Freispruch wird sie lernen zu leben. Doch ihr ganzes Leben wird geprägt sein vom den traumatischen Erlebnissen ihrer Kindheit

 

  



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