| Projekt Lebender Zaun aus Weidenruten Dokumentation mit laufender Ergänzung aktuelles oben, zum Beginn (Mai 2009) ganz nach unten scrollen Die Idee war es den hinfälligen, alten Zaun durch einen lebenden Zaun zu ersetzen, ich sah zufällig die Art aus Weidenstecken im Internet und dachte mir, wenn es klappt: nie wieder Zaun streichen, ab und an in Form flechten (soweit die Theorie, in der Praxis läuft es mehr auf Äste schneiden hinaus). In ein paar Jahren sind die Stecken dicker und richtig feste "Strauchzweige", das reicht als Zaun. Weil ich selbst keine Fotos über längere Jahreszeiträume fand, möchte ich allen Interessierten eine kleine Langzeit-Dokumentation bieten. April 2011 Ende April hat der Zaun schon gut ausgetrieben, allerdings merkt man, daß dort, wo der alte Zaun den Lichteinfall einschränkte, das Grün zaghafter wächst. Der obere Bereich und nun auch die Austriebe nach vorn müssen mehrmals in der Sommersaison gekürzt werden.
Anfang April: der Zaun hat den Winter gut überstanden und der alte Zaun davor flog raus, nur ein unteres Brett haben wir eingebaut, sozusagen als Schutz vor markierenden Hunden.
August 2010 Die Strategie des oben umbinden, um einen glatten Abschluß zu haben, funktioniert nicht, es wächst viel zu schnell nach, insbesondere oben. Somit bin ich zum simplen Kürzen übergegangen, sehr fix wächst es an den gekappten Zweigen nach, wie man im zweiten Foto sieht. Vermutlich wird im nächsten Jahr, wenn der alte Zaun entfernt wird, auch im unteren und mittleren Bereich mehr Zweigwachstum und somit "Buschigkeit" entstehen, derzeit kommt ja vor allem oben viel Sonne ran.
Juni 2010 diese leicht gekürzte und umgebundene Höhe soll die endgültige sein, einige Zweige müssen noch etwas länger werden, um dann zur Seite eingebunden zu werden
Der Zaun hat den Winter gut überstanden, nur ein paar Stecken sind abgestorben, maximal bis zum unteren Drittel, insofern ist Nachpflanzen überflüssig, die Lücken werden sich von allein schließen.
14. August 2009 sieht noch wirr aus, die Ruten müssen lang rauswachsen, damit ich sie dann oben rund legen kann, was unten rauswächst, wird später eingeflochten
23.Juli 2009
der große Schmetterlingsflieder bringt übrigens zahlreiche schöne Gäste:
27.Juni 2009
22.Juni 2009 Nachdem es in den letzten Wochen viel geregnet hat, sind noch etliche Weidenstecken ausgetrieben, im äußeren und mittleren Zaunfeld ist die Ausfallquote trotzdem sehr hoch (etwa 80%). Vermutlich habe ich den Wasserbedarf unterschätzt, auch wenn die Erde niemals ausgetrocknet ist, so hätte sie wohl patschnaß sein müssen, was so nicht in der Anleitung stand. Allerdings sind auch unter diesen Bedingungen einige Stecken angewachsen. Die abgestorbenen Stecken haben keinerlei Wurzeln gebildet. Die beim Pflanzen über gebliebenen Stecken standen seit Ankunft in einem Eimer mit Regenwasser, im Schatten, sie haben mit ganz wenigen Ausnahmen alle sehr gut Wurzeln gebildet und sind ausgetrieben. Beim Austausch der toten Stecken habe ich die Stecken aus dem Eimer entgegen der Anleitung nicht unten abgeschnitten. Die Tage nach dem Austausch habe ich die Erde extrem gewässert, dies wird noch eine Weile so bleiben, allerdings spielt das Wetter derzeit gut mit. Das Umsetzen von Eimer in Erde haben die Stecken mit relativ gut überstanden, ich würde bei einer weiteren Neupflanzung aufgrund meiner Erfahrungen (s.u.) nicht gleich die Stecken in die Erde bringen, sondern erstmal im Eimer (Regenwasser) etwas austreiben und wurzeln lassen, vor dem Pflanzen nicht unten kürzen, dies erscheint mir aussichtsreicher für erfolgreiches Anwachsen, als auf Wurzelaustrieb allein in der Erde zu hoffen. ganz rechts hat sich alles am besten entwickelt
30. Mai 2009 leider sind nicht alle Stecken angewachsen, die Erde war nie ausgetrocknet, dennoch habe ich wohl den Wasserbedarf der ersten Zeit unterschätzt
die kurze Zaunseite war zuerst in der Erde und diesen Vorsprung sieht man auch:
10. Mai 2009 die meisten Enden sind mit Draht verbunden, damit sich eine obere "Endstruktur" entwickelt
Anfang Mai 2009 die oberen Enden werden später verflochten - über das Abschlußmuster bin ich noch uneins; sobald der Zaun angewachsen ist und sich entwickelt, soll der marode Zaun davor entfernt werden, noch dient er als Schutz Die gespannten, horizontalen Drähte geben den Stecken Halt, sie sind mit dünnem Draht daran befestigt, er wird in den nächsten Jahren entfernt, bis dahin sollten die sich bildenen Zweigen verflochten, gemeinsam mit gutem Wurzelwerk genug Halt geben. Zusätzlich sind die Stecken noch an den Kreuzungspunkten mit Jute gebunden. fertig gesetzt: links rechts
fertiggebuddelt auf der anderen Seite bei der "Kanalarbeit", Gastkatze Ruby macht Zwischenbauabnahme
die erste und kleinere Zaunseite ist fertig: auf dieser Seite ist der Boden nicht ganz so gut und die Rose sorgt für zusätzliche Beschattung, daher sind die Stecken nicht so eng gesetzt, ich hoffe sie verzweigen sich später gut - sonst muß ich für Ergänzung sorgen
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