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Fette Sandratte (Psammomys obesus)

 

Die Sandratte ist eine der größten Rennmausarten in Heimtierhaltung. Ihre Heimat sind karge Halbwüsten und Steppen Nordafrikas und der arabischen Halbinsel. Hohe Temperaturen und eine sehr karge Nahrung, die hauptsächlich aus der salzreichen Salzmelde (Atriplex halimus) besteht, sind die wichtigsten Faktoren, die bei der Haltung berücksichtigt werden müssen.

Sandratten sind von natur aus recht zutraulich, aber wie beinahe alle Nager in Heimtierhaltung, keine Streicheltiere. Ihr Ruhebedürfnis, selbst wenn es nicht offensichtlich ist, muss unbedingt beachtet werden, wenn man stressbedingte Folgen vermeiden möchte.

 

Haltung

Um dem Ruhe- und Wärmebedürfnis gerecht zu werden, sind am besten große Terrarien als Unterkunft geeignet, als Standort eine ruhige Lage. Da Sandratten Bodenbewohner sind, mit einer möglichst großen Grundfläche. Das Minimum für zwei Sandratten ist ein Terrarium von 100x50x50 oder vergleichbar, größer ist besser, wobei in Gehegen je nach Platz auch Familiengruppen Reviere bilden können und rivalisierenden Gruppen entstehen.

Sandratten sind soziale Nager die mindestens zu zweien gehalten werden sollten. Die natürlichste Variante sind aus einem Alpha-Paar gewachsene Familiengruppen, gleichgeschlechtliche Haltung ist auch möglich, wenn auch nicht natürlich, die Tiere sollten dann auf jeden Fall Wurfgeschwister sein. Vergesellschaftung gleichgeschlechtlicher fremder Tiere ist nur bei Jungtieren bedingt aussichtsreich, bei adulten Tieren sollte man davon absehen. Selbst Vergesellschaftung adulter Tiere unterschiedlichen Geschlechts 1:1 sollte immer mit Vorsicht nach der Kleinraummethode und unter steter Überwachung erfolgen, es klappt nicht immer. Vor allem Alpha-Tiere, deren Partner verstarb, erkennen möglicherweise keinen neuen Partner an. Auf keinen Fall sind Sandratten in der Vergesellschaftung mit mongolischen Rennmäusen vergleichbar, man sollte sich immer die natürliche Lebensform der Tiere vor Augen halten, wenn man Vergesellschaftungsüberlegungen anstellt.

Als Wärmequelle und zum Sonnen benötigen Sandratten eine Lampe, diese Funktion kann auch eine Glühlampe erfüllen. Die Temperatur darf auf keinen Fall dauerhaft unter 20 Grad liegen, eine gewisse Nachtabsenkung ist kein Problem.

Die Einstreu sollte tief genug sein, um Graben von Gängen und Höhlen zu ermöglichen, zusätzlich sollten Tonhöhlen, Korkhöhlen und -röhren, sowie für ein geringes Maß an Klettermöglichkeit Steinaufbauten (gesichert!) oder dickere Äste eingebracht werden.

Durch Anpassung an die salzhaltige natürliche Nahrung ist die Nierenaktivität sehr hoch, d.h. die Tiere piseln im Vergleich zu anderen Rennmausarten recht viel, nutzen dazu aber in der Regel eine oder mehr bestimmte Ecken, deren Streu problemlos täglich oder alle paar Tage (je nach Terrariengröße und Tierbesatz)  ausgetauscht werden kann.

 

Ernährung

Sandratten ernähren sich im natürlichen Habitat sehr karg, der Salzgehalt der Nahrung ist mangels ausreichendern Alternativen naturgegeben, wird aber nur toleriert, nicht benötigt. Die Ernährung in Heimtierhaltung muss diesen Gegebenheiten unbedingt Rechnung tragen, um die Tiere gesund zu erhalten. Zu fette, zu gehaltvolle oder zuckerhaltige Nahrung kann Diabetes auslösen.

Hauptnahrung ist viel hochwertiges Heu, etwas Frischgrün wie Löwenzahn/Chicoree/Möhrenkraut, etwas Gemüse wie Gurke/Zucchini/Möhre und getrocknete Kräuter wie z.B. Blütenwiese/Feldkräuter/Degu extra light von JR Farm. Kein Körnerfutter und keine Leckerlies in irgendeiner Form!

Wasser muss immer ausreichend zur Verfügung stehen!

 

Zucht

Die beste Ausgangsbasis ist ein Paar, damit die Hierachie in der wachsenden Gruppe stabil und mit ausreichendem "Gefälle" zwischen den Tieren ist. Pro Wurf bekommt das Weibchen 2-4, meist 3 Jungtiere. Vor allem in der ersten Zeit werden andere Gruppenmitglieder und auch der Vater vehement vertrieben und die Jungtiere sehr verteidigt. Das kann vorübergehend dazu führen, dass das Muttertier 3/4 des Terrariums beherrscht und die anderen Tiere sich mit dem "kleinen Rest" zufriedengeben müssen. Dieser Stresszustand ist nur vorübergehend und zum Schutz der Jungtiere, wenn diese größer und selbständiger werden, entspannt sich die Lage wieder.   

Jungtier