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Kurzschwanzopossum (Monodelphis domestica)

  

Herkunft:

Kurzschwanzopossum, auch Hausspitzmausbeutelratten genannt, leben in westlichen Südamerika in Brasilien, Bolivien und Paraguay in Wäldern und offenen Graslandschaften. Sie können gut klettern, leben aber überwiegend auf dem Boden. Den Tag verschlafen sie in Baumhöhlen, Felsspalten und vergleichbaren vorhandenen Hohlräumen, in der Dämmerung und Nacht sind sie auf Beutejagd.

Obwohl es Beuteltiere sind, hat diese Art keinen Beutel, die Jungen werden jedoch typisch nicht voll entwickelt geboren, saugen sich an den Zitzen des Weibchen fest und werden stets mitgetragen, auch später, wenn die Kleinen bereits fest Nahrung zu sich nehmen, werden sie noch einige Zeit auf dem Rücken mitgetragen.

In ihrer Heimat dringen Kurzschwanzopossum bis in die Nähe des Menschen in Häuser vor und werden dort meist gern gesehen, weil sie Schadnager, Insekten und Spinnen jagen.

 

 

Haltung:

Am besten eignet sich ein Terrarium ab den Maßen 120x50x50 cm, gern größer und auch gern bis 80 cm Höhe für ein Einzeltier, bei Paarhaltung bitte die Angaben unter Sozialverhalten s.u. berücksichtigen. Die Mindesttemperatur sollte etwa 20 Grad betragen, um dies auch des nachts zu gewährleisten, ist z.B. eine Heizmatte seitlich am Terra hilfreich. Spots zum Sonnenbaden sind überflüssig, da die Tiere nacht-/dämmerungsaktiv sind, man kann aber zur besseren Beobachtung eine sogenannte Mondlichtlampe installieren, diese sollte aber nicht die ganze Nacht in Betrieb sein, um auch richtige Dunkelheit zu ermöglichen.

Als Einstreu eignet sich Kleintierstreu, man kann auch Cocoserde verwenden, sollte aber bedenken, das dies die Hygiene erschwert. Monodelphis nutzen in der Regel eine bestimmte Ecke/einen Platz als Toilette, dieser muß regelmäßig gesäubert werden, die Tiere reagieren empfindlich auf mangelhafte Sauberkeit. Cocoserde erschwert optisch die Sauberhaltung des Beckens, was der einzige Nachteil ist.

Als Schlafplatz werden gern Vogelnistkästen genutzt, man sollte seinem Monodelphen mehrere zur Auswahl anbieten, diese in verschiedener Höhe, von Bodengrund bis Etage anbringen, einen unbedingt in Heizmattennähe. Als Nistmaterial eignet sich kleingerupftes Toilettenpapier und Heu, beides tragen die Monodelphen selbst ihre ausgewählte Höhle ein.

An Einrichtung sind Etagen in verschiedenen Höhen sinnvoll, Kletteräste, Korkröhren und Höhlen. Zur Ausstattung gehört ebenfalls eine Nippeltränke oder ein Wassernapf. Man kann seinem Monodelphen auch Kletterwände aus Kork oder ähnlichen Materialien als Rückwand anbieten.

 

Ernährung:

Kurzschwanzopossum sind geschickte Jäger, ihre Nahrung in der Natur besteht hauptsächlich aus kleinen Wirbeltieren, Insekten, Spinnen, aber auch Aas und süßen Früchten und Samen. Dementsprechend sollte man ihnen in der Heimtierhaltung lebende Insekten (Grillen, Heuschrecken, Schaben, Rosenkäferlarven, Wachsraupen, Pinkies), Tauwürmer, Babymäuse und zur Ergänzung sehr reife süße Früchte (z.B. Weintrauben, Banane, Melone, usw. je nach individueller Vorliebe) als Nahrung bieten. Hochwertiges Katzenfutter oder schieres Fleisch kann eine Form Notration darstellen, ist aber keine geeignete Dauerernährung. Die Jagd auf lebende Insekten ist zudem eine sehr gute Beschäftigung für die Tiere und interessant zu beobachten.

   

Man kann Grillen in größerer Zahl direkt ins Terrarium entlassen, bietet ihnen aber einen flachen Wassernapf und Futter (z.B. Fischfutterflocken) an. Das Opossum wird sich bei Hunger sofort auf die Suche machen, die Jagd endet, wenn der Magen ausreichend gefüllt ist, die übrigen Grillen leben unbehelligt weiter.

  

Auch alle anderen Insekten kann man lebend ins Terra entlassen, nur bei Insektenlarven wie Zophobas, Mehlwürmern, Wachsraupen und Pinkies sollte man einen Napf wählen, aus dem sie nicht entkommen können. Tauwürmer bleiben in einem hohen Napf länger "fit", da der Terragrund/die Einstreu sie sonst in kurzer Zeit vertrocknen läßt.

Die Opossum spielen nicht mit ihrer Beute, sondern spüren sie zielstrebig und geschickt auf, töten sie blitzschnell und ziehen sich damit zurück um gleich zu speisen, erst danach schauen sie sich nach weiterer Nahrung um. Wer sein Kurzschwanzopossum unter anderem mit Babymäusen und Jungmäusen verpflegen möchte, sollte möglichst selbst Futtermäuse unter guten Haltungsbedingungen züchten oder von guter Quelle beziehen. Auch Futtermäuse haben das Recht auf ein artgerechtes Leben und deshalb sollte man kritisch gegenüber Herkunft und Haltung der im Handel erhältlichen Futternager sein!

Wasser muß unbedingt zur Verfügung stehen.

 

Sozialverhalten:

Kurzschwanzopossum sind Einzelgänger, die außerhalb der Paarungszeit den Kontakt zu Artgenossen meiden! Wer zu Nachzuchtzwecken Paare halten möchte, sollte ein sehr großes Terrarium gut strukturiert und mit mehreren Nisthöhlen einrichten, noch besser sind zwei Terrarien, die mit einem Gang verbunden sind, der zweitweise geöffnet werden kann. Auf diese Weise behält jedes Tier sein Territorium.