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Mayas FunMice  keine Abgabemäuse mehr!

Mayas FunMice war meine kleine Liebhaberfarbmauszucht, die ich in Gedenken an Maya führte, meine einzige Katze, die sich so sehr wie ich für Nager interessierte - jedoch nie als Beute, nur zum Beobachten. Von allen Nagern fand sie über die Jahre unserer Passion immer Farbmäuse am interessantesten und ihr zuliebe habe ich nach längerer Abstinenz im Herbst 2008 wieder Farbmäuse ins Haus geholt. Sie leben bei uns im Dachgeschoß und nur Maya durfte dort allein hin und sich vor die Käfige setzen, das war morgens noch vor dem Frühstück auch ihr ausdrücklicher Wunsch, erst nach den Mäusen schauen, dann begann der Katzentag. Viele Stunden hat sie neben den Käfigen verbracht und nach ihrem Tod ist die Nagerbetreuung um eine Nuance ärmer. Maya war keine "normale" Katze, daher bitte ich auch bei jeder Katze die übliche Vorsicht walten zu lassen, das mache ich selbst bei meinen weiteren Katzen genauso!

September 2010: Die aktive Zuchtzeit von MayasFunMice ist beendet
Die Entscheidung war nicht einfach, aber Nagerhaltung ohne Nagerfan Mieze Maya ist einfach nicht die gleiche Freude, um das zu verstehen, muß man Maya gekannt haben. Maya selbst kann an ihren Mäusen keinen Anteil mehr nehmen, aber sie hätte ihren Gefährten Vicky und Royan, die beide bei uns einzogen, weil Maya enge Freunde suchte, auf jeden Fall einen Gefährten wie sie selbst einer war gewünscht. So hat uns das Schicksal zu Kater Jamie geführt, den auch Maya gern gehabt hätte. Er ist eine ideale Ergänzung und nun sind die Miezen zu Dritt, es beginnt insgesamt ein neues Kapitel, langfristig mit deutlich weniger Nagern. Weitere Infos zu den Katzen: http://www.catwhisper.de/

 

  

 

Zuchtfarben: choco, recessive yellow; es fällt auch black, lilac, blue;

alle Kurzhaar, teils satin

Eine Auswahl meiner Farbmäuse - mehr Fotos in der Farbmausgalerie: klick

Die Bezeichnungen der Fellfarbvarianten sind entsprechend der englischen/internationalen Form, lilac meint hier schwarze Augen, Gencode aabbdd, also die englische Bezeichnung (im amerikanischen wäre das dove). Zum Begriff Showmaus und Rassemaus siehe ganz unten.

recessive yellow

Nachwuchsmäuse

Mayas FunMice Purple Lady (recessive yellow blue)

 

Chilloutarea Mousery´s Lady in Red Fiffine  

 

Chilloutarea Mousery´s Rosso

 

Chilloutarea Mousery´s Rubino

 

choco

Mayas FunMice Moira (Nachwuchsmaus)

  

 

blue

Mayas FunMice Blue Balou Nachwuchsmaus

 

black

Nachwuchsmäuse

   

 

extreme black

Chilloutarea Mousery´s Idefix the Jetblack

 

lilac

Mayas FunMice Missy

Meine Farbmäuse werden mit einer eigenen Saaten-Mischung (Mayas FunMice Number One, Rezept siehe Farbmaus-Infoseite), Kräutern, Katzentrockenfutter/Insekten und Frischfutter in Form von Grünfutter und Gemüse ernährt. Pellet-Futter wie sogenannte Mäusepellets lehne ich ab, da sie häufig aus geringwertigen Grundstoffen mit synthetischen Vitaminen u.a. bestehen, dadurch zwar eine immer gleichbleibende "Qualität" bezüglich der Inhaltsstoffe haben (wichtig bei bestimmten Laborversuchen), doch insgesamt eben hochverarbeitet sind und mit hochwertiger, im Sinne naturnaher Ernährung, nichts gemein haben.

Die Farbzuchtmäuse leben bei mir überwiegend in der naturnahen Sozialform, d.h. in festen Gruppen aus einem Bock mit mehreren Weibchen. Bei der Jungenaufzucht und Erziehung hilft die ganze Gruppe mit, auch der Vater, der in der Erziehung/Erlernung des Sozialverhaltens eine wichtige Rolle spielt. Werden allerdings die Weibchen zu häufig trächtig, zieht der Bock mit seinen eigenen Söhnen als reine Bockgruppe aus. In der Natur besteht eine Familiengruppe aus dem Alphabock und mehreren Weibchen, ihren Töchtern und unter Umständen nachrangigen Böcken, die jedoch nicht am Fortpflanzungsprozeß teilnehmen. Der Alphabock deckt folgerichtig auch seine eigenen Töchter nach Erreichen der Geschlechtsreife. Allerdings wird der Verwandtheitsgrad innerhalb der Familiengruppe durch "Fremdgehen" verringert (die Weibchen bevorzugen bei der Paarung unverwandte Böcke, auch wenn diese nicht zur Gruppe gehören, die Weibchen sich also außerhalb des Revieres decken lassen müssen, Mäuse erkennen den Verwandtsschaftsgrad am Geruch). In der Heimtierhaltung gibt es kein Fremdgehen bzw. keine Revierüberschreitungsmöglichkeiten, deshalb setze ich meine Gruppen aus möglichst unverwandten Tieren zusammen und nehme Söhne wie Töchter aus der Gruppe, d.h. die Gruppe wird wenn, dann durch Jungmäuse aus anderen Gruppen/Linien erweitert. Die "Familiengruppe" ist also im Gegensatz zur Natur keine gewachsene, sondern eine zusammengefügte ohne oder mit möglichst geringem Verwandtschaftsgrad. Meine Abgabemäuse leben generell in gleichgeschlechtlichen Gruppen. Potentielle Zuchtböcke leben, sofern sie nicht eine Gruppe von Weibchen anführen, mit Brüdern oder Söhnen zusammen, eine Einzelbockhaltung lehne ich ab.

Untergebracht sind meine Farbmäuse in Käfigen ab mind. 80 cm Seitenlänge, großen Duna oder Nagerterrarien. Lediglich Abgabemäuse werden vorübergehend in kleineren Duna oder großen Makrolonwannen untergebracht - dies ist keinesfalls für die dauerhafte Unterbringung geeignet, erleichert aber das Zeigen und Aussuchen der Tiere bei Interessentenbesuch.

Selbstverständlich wähle ich meine Zuchtmäuse auch nach optischen Gesichtspunkten aus, Grundvoraussetzung sind jedoch Vitalität, Gesundheit und einwandfreies Sozialverhalten, denn nur diese Faktoren sind Grundpfeiler für ein anständiges Mäuseleben aus Sicht der Maus selbst. Jede noch so schöne Maus, die bei einem der drei Faktoren "Mängel" aufweist, ist zuchtuntauglich! Schönheit in Menschenaugen ist für die Maus selbst unwichtig und die Folgen von Zucht nach Farb- und Fellformen hat bei jeder Tierart schon zu Exemplaren und Linien mit nachteiligen, vermeidbaren Degenerationserscheinungen geführt, weil der Mensch seiner Verantwortung nicht gerecht wurde.

 

Showmaus - Rassemaus - Farbmaus

Eines vorweg, ich züchte keine Rassemäuse, meine Gründermäuse und auch jede weitere Neuzugangsmaus sind Mäuse aus Showmauslinien. Im Inland wird willkürlich der Begriff Rassemaus oder auch Rassehamster für bestimmte Farb-/Fellvarianten verwendet, die Züchter eines bestimmten Vereins züchten, wobei die Farb-/Fellvarianten davon unabhängig bereits zuvor weit verbreitet waren. Diese Festlegung hat der Verein selbst getroffen, die Auslegung des Begriffs Rasse für eine bestimmte Farb/-Fellgenkombination, geboren in Vereinszucht, widerspricht allerdings dem allgemeinen Rassebegriff, siehe weiter unten.

Jede Farbmaus mit bestimmten Farbgenen läßt sich der international gebräuchlichen englischen Farbbezeichnung zuordnen, egal welchen Ursprung das Tier hat. Diese Farbbezeichnungen und Farbgenzuordnung gab es schon lange bevor sich hierzulande ein gewisser Verein gründete. Unser heutiges Wissen über Farbgene, jeweilige Vererbung, Auswirkung, Genlocus usw. stammt fast ausschließlich aus Laboren und von Wissenschaftlern, ebenso viele heute sehr beliebte Farbvarianten, insbesondere recessive yellow, hierzulande oft rezessiv rot genannt. Daraus läßt sich keine Rassezugehörigkeit oder Exclusivität herleiten. Man braucht sich nur mal den Katalog oder die Farbbezeichnungen in Verbindung mit den Farbgenen einer Laborzucht zur Hand nehmen, auch die Firma Charles River ist hierfür eine gute Adresse, um das nachzuvollziehen. So haben die Züchter im Ausland auch folgerichtig ihre Zuchtmäuse als Showmice = Showmäuse betitelt, weil diese Tiere nach bestimmten, im jeweiligen Verein/Club/Vereinigung festgelegten Ausprägungen eines Merkmals, anläßlich einer Show "gerichtet", also beurteilt werden. Theoretisch könnte jede Maus an solchem Wettbewerb teilnehmen und möglich ist rein theoretisch auch, daß ein Tier eines Liebhaberzüchters, der nirgends organisiert ist und seine eigenen Zuchtregeln hat, die besten, erwünschten Ausprägungen aufweist. Die Show-Qualitäten ihrer Optik machen also eine Farbmaus erst zur Showmaus, weil sie den dort als Minimum festgelegten Showklassemerkmalen mindestens entspricht.

Grundsätzlich sind alle Farbvarianten und Zuchtformen der Hausmaus "nur" Varietäten der Hausmaus. Man sagt zwecks Abgrenzung zur Wildform allgemein zu den Farbzuchtvarianten Farbmaus. Die Hausmaus ist eine Wildart, also trotz "Hausmaus" kein Haustier wie z.B. Hauskatze oder Haushund, die Artbezeichnung ist insofern etwas irreführend. Abzugrenzen von den eigentlichen Haustieren sind Heimtiere, die zwar im Haus gehalten werden, aber keiner gezielten Nutztierwerdung über Generationen unterlagen. Heimtiere sind z.B. Hamster, Farbmaus, Degu, Chinchilla.

Bei Haustieren ist der Begriff Rasse für bestimmte Zuchtformen (z.B. Haushund: Pekinese, Schäferhund, Pudel, Dackel...; Hauskatze: Perser, Türkisch Angora, Birma, Siam....) üblich, Rassen unterscheiden sich optisch eindeutig im körperlichen Erscheinungsbild voneinander, egal ob mit oder ohne Papiere eines Vereins. Innerhalb der Rassen kann es wiederum verschiedene Farb- und Fellvarianten, sowie Körpergrößen geben (z.B. Langhaardackel, Rauhhaardackel, Zwergdackel in jeweils verschiedenen Farbschlägen...).

Rassemerkmale sind also immer bestimmte optische Merkmale in Union, die dann widerum in unterschiedlichen Farben, Fellzeichnungen, Fellarten und Körpergrößen (roß, mittel, zwerg, toy,...) auftreten können. Bei Siamkatzen hat zwar die Zeichnung, die Points, den Namen gegeben, dies ist aber nicht das Alleinrassemerkmal, sonst wären zwangsläufig z.B. Birmakatzen und Balinesen auch Siamkatzen, sie werden jedoch abgegrenzt als jeweils eigene Rassen geführt, die deutliche, körperliche Unterschiede voneinander aufweisen. Würde man dies parallel auf Farbmäuse tatsächlich anwenden wollen, dann wäre die Farbe zweitrangig und die Mäuserassen müßten sich eindeutig in nachvollziehbar nachzüchtbaren, körperlichen Merkmalen unterscheiden von anderen Rassen oder der Urform. Z.B. wären Mäuse mit Schlappohren und Ringelschwanz möglicherweise als Rasse mit eigener Rassebezeichnung (z.B. Fold Ferkel) betrachtbar, diese Rasse gäbe es wiederum in allen üblichen Fell- und Farbvarianten. Die hierzulande von betreffendem Verein definierte Rasse allein über die Farbe ist also einerseits schlicht falsch und andererseits würde dann, folgte man den Vereinsargumenten, zwingend logisch jeweils die Farbrasse alle Mäuse mit dem betreffenden Farbgen beinhalten, egal ob aus Laborzucht, Zooladen oder Vereinszucht, denn genetisch sind sie bezüglich des Merkmals Farbe gleich. Die sogenannte Rasse black würde alle Mäuse mit Farbgenen "aa" umfassen. Völlig unabhängig davon, ob die Maus große Ohren, große Statur oder eben nicht hat. Körpergröße oder Ohrenformat widerum wären auch keine hinreichenden Rassemerkmale, die Unterschiede müßten weit eindeutiger und augenfälliger sein, siehe die diversen Haustierrassen.

Es gibt dementsprechend Hunderassen, Katzenrassen, Pferderassen, Rinderrassen usw. - aber noch keine Farbmausrassen oder Hamsterrassen und somit derzeit keine Rassemäuse und auch keine Rassehamster.