Home
Katzen
Basisinfo - Grundlage
Nagerfutter-Rezepte
Farbmäuse
Mayas FunMice
Farbmausgalerie
Zwerghamsterinfo allg.
Gruppenhaltung
Dshungarischer Zwergh.
McMuffins Dshungaren
Campbell Zwerghamster
Roborowski Zwergh.
Streifenhamster
Barakshin Bergwühlm.
Brandts Steppenwühlm.
Graurötelmäuse
Schilfwühlmäuse
Steppenlemminge
Sandratten
Weißfußmäuse
Kurzschwanzopossum
Galerie
Tierschicksale
Weidenzaun lebend
Kontakt
Impressum
Links

 

                   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leo und Kimba

Als ich nach einem Teddyhamster suchte, bot mir eine hamstererfahrene Pflegestelle die beiden jungen Brüder an - zusammen. Nach allem was einem der Hamsterverstand sagt, klappt das nicht und ich hatte meine Zweifel, allerdings auch guten Grund der Schilderung zu glauben. Da man nie auslernt, beschloß ich beide zu nehmen, bei Problemen hätte ich einen zurückbringen können, aber eher hätte ich wohl ein weiteres Becken angeschafft, wer sich einmal in mein Herz geschlichen hat, der bleibt auch.

Leo und Kimba bezogen ein 120er Terra, große Buddelambitionen hatten sie nicht, daher bekamen sie mehr Einrichtung wie Etagen zur Erweiterung der Bodenfläche. Anfangs konnte ich ihnen nur ein Laufrad geben und sie kamen auf ungewöhnliche Weise damit klar, sie nutzten es gleichzeitig ohne Probleme. Wenn einer schon drin lief, kam der andere, bremste mit den Pfoten und stieg hinterm Bruder dazu. Auch als sie nach einer Woche ein weiteres Rad bekamen, blieben sie häufig bei ihrer Tandemvariante.

Die beiden waren erstaunlich, obwohl Goldhamster eigentlich Einzelgägner sind, lebten die beiden einträchtig zusammen, ohne dass einer den anderen unterdrückte, stresste oder es auch nur einen Anknarzer gab. Man war auch meist zusammen unterwegs, beide fraßen zusammen, holten sich gemeinsam Leckerbissen ab usw. Als ich einmal vergaß die Terratür ganz zu schließen, entkam Leo, er war einen Tag unterwegs bis er mir vor die Füße lief. Natürlich hatte ich so meine Bedenken ihn einfach zurück ins Terra zu setzen, wahrscheinlich erkannten sich die Brüder nicht mehr. Also blieb ich mit Handschuhen und Transportbox nebem dem Terra stehen. Kimba kam sofort angelaufen und schupperte seinen Bruder gründlich ab, der reagierte gar nicht, sondern lief schnurstracks zum Fressnapf (einen Tag hatte er nichts gefuttert), Kimba hinterher. Danach gingen beide ihrem üblichen Tagesplan nach. Ich war verblüfft und froh zugleich. Offensichtlich hatten sich beide wiedererkannt.

Die beiden bleiben ein friedliches Team bis der erste über die Regenbogenbrücke ging, der verbliebene Bruder war danach nicht mehr der gleiche. Er war weniger aktiv, lief nur noch für das notwendigste durchs Becken, nutzte kaum noch das Rad und vermißte ganz offensichtlich seinen Gefährten. Nach relativ kurzer Zeit starb auch der zweite Bruder, irgendwie hatte ich den Eindruck, er hätte rein physisch länger leben können, hatte sich aber aufgegeben.

Natürlich sind die beiden Teddybrüder eine Ausnahme, man sollte keinesfalls davon ausgehen, man könne zwei Teddys oder Goldhamster zusammen halten. Unter den Nachzuchten meiner späteren Hamster herrschte unter Wurfgeschwistern gleichen Geschlechts schon in den ersten Lebenswochen niemals die gleiche Eintracht wie unter Leo und Kimba, umso mehr bin ich von den beiden noch immer beeindruckt. Es kann also auch mal Sinn machen abseits des Logischen Erfahrungen zu sammeln, es setzt aber voraus die Lage jederzeit einschätzen zu können.