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Herzlich Willkommen auf meinen Infoseiten!

Hazel ist mein Nickname in vielen Foren, zwecks Transparenz nutze ich soweit möglich immer den gleichen Nick und dieser findet sich natürlich auch hier wieder.

Diese Website ist inzwischen eine reine Infoseite, ich habe keinerlei Nager zur Abgabe, züchte nicht mehr und werde in absehbarer Zeit auch meine gesamte Nagerhaltung beenden!

Clan of McMuffins

Das sind die Tiere meiner ehemahligen Liebhaberzucht von Dshungarischen Zwerghamstern. Um Nachzuchten in möglichen Stammbäumen klar zuzuordnen, haben sie einen gemeinsamen Clan-Namen, sowas wie den Familiennamen bei uns Menschen und jeder Wurf bekam einen Buchstaben in Alphabetreihenfolge zugeordnet ( A-Wurf, B-Wurf, ...) . Ein Hamster wird durch einen Abstammungsnachweis weder besser, noch ohne schlechter oder "billiger", die Abstammung bringt nur wichtige Informationen für z.B. Zuchtzwecke. Woher kommt der Clan-Name? klick

Mayas FunMice

Das war meine Farbmauszucht, benannt nach meiner Katze Maya, die ein großer Nagerbeobachtungsfan war. Farbmäuse, vor allem rote, waren ihre Lieblinge, sie hat Stunden vor den Käfigen verbracht. Mit Maya hat Nagerhaltung für mich eine andere Dimension gehabt, sie hat so viel Anteil daran genommen, mit Mayas Tod hat sich vieles verändert. Maya selbst kann an ihren Mäusen keinen Anteil mehr nehmen, aber sie hätte ihren Gefährten Vicky und Royan, die beide bei uns einzogen, weil Maya enge Freunde suchte, auf jeden Fall einen Gefährten wie sie selbst einer war gewünscht. So hat uns das Schicksal zu Kater Jamie geführt, den auch Maya gern gehabt hätte. Er ist eine ideale Ergänzung und nun sind die Miezen zu Dritt, es beginnt insgesamt ein neues Kapitel, langfristig mit deutlich weniger Nagern.

Nagerinfos

Weil ich sehr viele Mails mit Fragen zur Haltung, Zucht etc. bestimmter Kleinnager bekomme und ich einerseits gern helfen möchte, andererseits aber meine Freizeit (=die Zeit für meine Tiere) dadurch sehr dahinschwinden sehe, habe ich mich entschlossen hier die wichtigsten Infos und meine Erfahrungen aufzuschreiben. Jede der beschriebenen Arten habe ich auch selbst gehalten! Der Wille weiterzulernen und sich mit anderen auszutauschen sollte nie versiegen, es gibt immer etwas dazuzulernen. Vieles ergibt sich aus der Herkunft der Tiere, der Recherche über ihre Lebensgewohnheiten, ihrem natürlichen Umfeld, den Nahrungsquellen und der intensiven Beobachtung der eigenen Tiere. 

Viele der hier vorgestellten Tiere sind Beobachtungstiere, Wildtiere die zwar schon etliche Generationen in Menschenhand leben, aber immer noch ihr typisches Verhalten und Instinkt haben, also den Menschen allenfalls als Futtergeber kennen. Auch wenn sie futterzahm werden, niemals sollte man unterschätzen, welchen Stress der Halter selbst ihnen bereiten kann. Daher bitte ich inständig darum zu versuchen jede Situation aus Sicht der Tiere zu betrachten und einzuschätzen.

Heimtierhaltung

Im Folgenden ein paar Anregungen und Grundüberlegungen, die jeder Tierhalter vor der Anschaffung anstellen sollte. Wir müssen uns den Bedürfnissen der Tiere anpassen, keinesfalls die Tiere an unsere Bedürfnisse!

Doch was sind die Bedürfnisse unserer Tiere? Um den Bedürfnissen unserer Heimtiere auf die Spur zu kommen, beschäftigen wir uns am besten mit ihren natürlichen Lebensgrundlagen, dann finden wir alle Antworten.

Wo liegt die natürliche Heimat der Tiere? Welche klimatischen Bedingungen herrschen dort? Sind die Tiere tag- oder nachtaktiv? Welchen Temperaturen und Temperaturschwankungen sind die Tiere ausgesetzt, Luftfeuchtigkeit? Wo findet ihr Leben statt - im Boden, auf dem Boden, in Sträuchern/auf Bäumen? Woraus setzt sich ihre natürliche Nahrung zusammen? Leben sie als Einzelgänger, sozial in Großgruppen, in Familien, ....? Wie sieht die natürliche Gruppendynamik aus?

Selbstverständlich ist jede Heimtierhaltung bestenfalls eine Annäherung an die natürlichen Bedingungen und somit nur eingeschränkt artgerecht, doch man sollte den Tieren soviel Respekt entgegenbringen, dass man den Bedürfnissen so gut wie möglich gerecht wird.

Bodenbewohnende Arten sollten eine große Grundfläche bekommen, wühlende Arten eine sehr dicke Bodenschicht, Strauch- und Baumbewohner benötigen eine Unterkunft mit entsprechender Höhe. Möglichst artgerechte Haltung bedeutet auch, dass die Tiere ihr Sozialverhalten ausleben können, bei sozialen Tieren impliziert dies gemischtgeschlechtliche Haltung, in den meisten Fällen die Gründung einer Familiengruppe aus einem Alphapaar. Bei Einzelgängern muss man sich vor Zuchtüberlegungen klar machen, wie sich die Tiere in der Natur begegnen und jede Zusammenkunft ständig überwachen, um auf dem begrenzten Territorium ohne Fluchtmöglichkeit rechtzeitig eingreifen zu können.

Gemischtgeschlechtliche Haltung bedeutet in den meisten Fällen Nachzuchten, man sollte sich also frühzeitig überlegen, wieviel Nachwuchs die Gruppe/die Unterkunft "verträgt", wieviel weitere Unterkünfte man bieten kann und wie die Abgabechancen aussehen. Limitierende Faktoren wie begrenzte Nahrung oder auch Freßfeinde sorgen in der Natur für die Dezimierung des Bestandes, in Heimtierhaltung muss der Halter solche Faktoren ersetzen. Ebenso wie die natürliche Selektion der Zuchttiere, hierbei spielt weniger die Optik eine Rolle, wichtige Faktoren sind Vitalität und arttypisches Verhalten. Jungtiere dürfen niemals zu früh von der Gruppe/den Eltern getrennt werden, das Sozialverhalten wird zum Teil erlernt, darunter auch der Umgang mit Konfliktsituationen zwischen den Tieren, wichtig ist also eine abgeschlossene und umfassende Sozialisationsphase! Was die Jungtiere nicht lernen, können sie auch später nicht mehr an ihre Jungen weitergeben, die Folge wäre eine Verarmung an sozialtypischen Verhaltensweisen und somit mögliche Probleme in späteren Generationen.

Familiengruppen können z.B. auch überaltern, d.h. die Alphatiere ziehen nicht mehr nach und die jüngeren Tiere an nächster Rangstelle sorgen deshalb für zunehmende Streitigkeiten, in der Natur unterliegt das Alphapaar irgendwann oder wandert ab oder wird verstoßen oder.... in der Heimtierhaltung muss der Halter die Tiere dann trennen/aufteilen. Man hat in gemischtgeschlechtlichen Gruppen immer eine gewisse Dynamik. Trennen und neu Vergesellschaften von Alphapaaren ist in der Natur allerdings nicht vorgesehen, dort sind stabile Strukturen, die nur durch Tod, Zuchtphasenende usw. eine Veränderung erfahren. Das sollte man niemals vergessen und entsprechend auch "feste" Gruppen oder Paare nachziehen lassen! Mehrere Würfe in Folge bzw. mit mehr oder weniger Pausen sind naturgemäß und der Stress neuer Vergesellchaftungen oder Gruppentrennungen ist für die Tiere folgenreicher.

Möchte man Nachwuchs vermeiden und dennoch soziale Tiere halten, ist ein Kompromiß zu lasten der Tiere die gleichgeschlechtliche Haltung. Dies funktioniert bei relativ vielen Arten unter Wurfgeschwistern recht gut, allerdings sollte man nicht davon ausgehen, später weitere Tiere hinzuvergesellschaften zu können. In der Natur bekämpfen sich fremde Tiere gleichen Geschlechts oft bis zum Tod! Ein Problem ist die Vergesellschaftung von adulten Tieren, deren Partnertier gestorben ist. Bei einigen Arten klappt es unter Umständen mit Jungtieren des gleichen Geschlechts, bei etlichen Arten muss das verbliebene Tier dann allein bleiben oder gemsichtgeschlechtlich vergesellschaftet werden. Allerdings sollte bei älteren Weibchen bedacht werden, dass eine Erstschwangerschaft nur bis zu einem gewissen Alter gesundheitlich vertretbar ist, die Bänder des Beckens dehnen sich sonst nicht mehr ausreichend für eine Geburt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch die Ernährung, der Stoffwechsel der Tiere ist auf die natürliche Nahrung ausgelegt, also muss die Ernährung der Heimtiere so gut wie möglich der Ernährung in freier Natur entsprechen. Bei uns nicht erhältliche Futterkomponenten können durch gleichwertige substituiert werden. Wenn Kleintiere oder Insekten ein Teil des natürlichen Nahrungsspektrums sind, können sie auf keinen Fall durch Milchprodukte, Katzen- oder Hundetrockenfutter u.ä. ersetzt werden. Wem die Verfütterung lebender Insekten nicht zusagt, der kann diese auch einfrieren und dann portionsweise zur sofortigen Verfütterung auftauen. Beim Einfrieren leiden Insekten nicht, ihr Stoffwechsel wird wie z.B. im Winter heruntergefahren, nur in diesem Fall so weit bis er versagt. Die Substitution von tierischen Eiweiß durch Milchprodukte ist meiner Meinung nach nicht artgerecht, da kein adulter Nager in der Natur Milch zu sich nimmt, insofern ist der Stoffwechsel darauf nicht ausgelegt und Milchprodukte können nicht gut verstoffwechselt werden. Stoffwechselprobleme und daraus folgend Organprobleme können bei jeder Art unnatürlicher Nahrung auftreten, teils müssen sie dem Halter nicht mal auffallen, denn Tiere zeigen meist nicht dass sie leiden oder Probleme haben. Diabetes als Folge von zu süßer oder zu fetter Nahrung ist ein heftiges Beispiel, doch so auffällig sind die Folgen nicht immer. Das sicherste ist immer eine Ernährung die sich an der natürlichen Nahrung der jeweiligen Tierart orientiert.

Weil es für die meisten Tierarten kein geeignetes oder überhaupt hochwertiges Fertigfutter im Handel gibt, stelle ich die Körnermischungen je nach Tierart und Bedürfnissen selbst zusammen, dies setzt einerseits die Kenntnis der Nahrungsansprüche voraus und andererseits Wissen über einzelne Saaten. Wer nur wenige Exemplare einer oder zwei Arten hält, wird auf vereinfachte Lösungen zurückgreifen müssen. Da das Mischen aus Einzelsaaten zu größeren Mengen an Futtervorrat führt und es nichts bringt, wenn die gut durchdachte Mischung dann zu alt wird und Vitamine verloren gehen oder gar Saaten ranzig werden. Sehr zu empfehlen für Hintergrundwissen und auch etliche vereinfachte Lösungen für Futtermischungen ist das Futterkonzept von Ralf Sistermann auf Rodent-Info .

 

Vergesellschaftung

Die Vergesellschaftung von z.B. fremden sozialen Nagern erfolgt bei den meisten Nagern am besten durch die Kleinraummethode. Die Tiere müssen durch die begrenzte Fläche aufeinander treffen und da die Bildung von Revieren nicht möglich ist, wird die Rangordnung ausgemacht. Stete Beaufsichtigung ist dabei Pflicht, man nimmt am besten eine Faunabox mit frischer Streu und verteilt Futter, so sind die Tiere etwas beschäftigt und abgelenkt. Je nach Art und Individuum gibt man bei gutem Verlauf nach und nach Heu und Verstecke, sowie einen Wassernapf mit in die Box, die Box muss ruhig plaziert sein und trotz Beaufsichtigung möglichst ungestört bleiben. Damit die neue Gruppe gefestigt in ihr Zuhause umzieht, kann es erforderlich sein, die Tiere bis zu drei Tage in solcher Box zu halten, das ist in jedem Fall stressärmer, als später nötige Neuvergesellschaftungen aufgrund von Streit in einer zu früh umgesetzten Gruppe.