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Barakshin Bergwühlmaus (Alticola barakshin)

  

Die Heimat der Barakshin Bergwühlmaus liegt im Gobi-Altai, einer Gebirgsregion der Mongolei. Höhlen können sich die Tiere nur in den etwas tiefer liegenden, waldigeren Gebieten graben, in den höheren felsigen Regionen bewohnen sie Felsspalten. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Moosen und grünen Pflanzenteilen, weniger aus Saaten.

Entsprechend ihrer Herkunft sind die Barakshins sehr agile Beobachtungstiere, die für eine Wühlmausart erstaunlich gut klettern und springen können. Ihr Klettervermögen ist eine Anpassung an ihr größtenteils felsiges natürliches Habitat, sie benötigen in der Heimtierhaltung trotzdem eine dicke Bodenschicht, um Höhlen und Gänge anlegen zu können. 

 

Haltung

Am besten eigenen sich Terrarien, die eine Einstreuschicht von mind. 15-20 cm Dicke zulassen, mit einer Bodenfläche von mind. 80x40, gern größer, und einer Höhe von mindestens 50 cm, damit dickere Kletteräste und Korkröhren eingebracht werden können. Steinaufbauten, um das felsige Heimathabitat nachzuahmen, sind nicht nötig, bei Alternativangebot ziehen die Barakshins Korkhöhlen und Korkröhren vor.

Als Einstreu eignet sich Cocoserde (ungedüngt, die typischen Cocosziegel aus dem Terrarienbedarf, Verarbeitung siehe hier) oder übliche Kleintierstreu. Auf die Einstreu kommt eine gute Schicht Heu. Ein Sandband ist überflüssig, allerdings nutzen die Barakshins eine angebotene Sandschale an erhöhter Position gern als Toilette, was praktische Vorteile bietet.

Eine Etage ist sinnvoll für den Trinknapf. Die Körner können entweder im Becken verteilt werden oder im Napf angeboten werden, die Tiere sammeln sie in jedem Fall ein und hamstern sie in einem Vorratsdepot.

 

Sozialverhalten

Barakshins sind soziale Tiere, die nur in echten Paaren gehalten werden sollten.

Im Unterschied zu anderen Wühlmausarten beteiligt sich der Bock aktiv an der Jungenaufzucht und wird auch nicht vom Weibchen vertrieben, es besteht eine sehr enge Bindung zwischen den Partnern. Folgen Würfe sehr dicht aufeinander, müssen für den jüngsten Wurf die älteren Jungtiere zunächst das Nest verlassen oder die Alttiere suchen für den jüngsten Wurf eine neue Nesthöhle, erst später werden die älteren Jungtiere wieder am "Alpha-Nest" geduldet. Größere Gruppen aus einer Familie sind zwar möglich, aber offensichtlich nicht die natürliche Form, denn in der Gruppe sind die rangniederen Tiere von Stressfolgen gekennzeichnet. Die Tiere greifen einander nicht an, es mutet immer sehr friedlich an, dennoch muss diese Haltungsform Stress auslösen, denn die unterlegenen Tiere neigen eher zu einem schwächeren Immunsystem und seinen Folgeerscheinungen. In gleichgeschlechtlichen Gruppen kann das ranghöchste Tier gleichzeitig offensichtlich hormonell bedingt dünneres/schütteres Fell bekommen wie das rangniedrigste. Gleichgeschlechtliche Gruppen sind nur aus Wurfgeschwistern möglich und sollten nicht mehr als zwei Tiere umfassen, sie entsprechen nicht der natürlichen Lebensweise.

Vergesellschaftung ist nur zu 1:1 verschiedenen Geschlechts sinnvoll und aussichtsreich.

 

Ernährung

Die Barakshin Bergwühlmäuse benötigen entsprechend ihrem natürlichen Nahrungsspektrum hauptsächlich Frischgrün (Wiesengrün, Löwenzahn, Feldsalat, Rucola, Chicoree, ...), etwas Wurzelgemüse  (Möhren, Pastinaken, Petersilienwurzeln, rote Beete, Sellerie....), dazu Gurke und eine Mischung an Kleinsaaten. Insekten werden in der Regel nicht angenommen, egal ob Heuschrecken, Grillen oder Mehlwürmer. Moos wird gern genommen, manchmal nur als Nistmaterial, ist aber nicht unbedingt notwendig. Obst in jeglicher Form und Menge ist absolut tabu. Der Anteil fetthaltiger Sämereien darf nicht zu hoch sein. Gutes Heu sollte mehrmals die Woche gegeben werden, es ist Nahrungsbestandteil.

Von der Verfütterung handelsüblicher Nagerleckereien ist dringend abzuraten! Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne dürfen in geringer Menge verfüttert werden. Als "extra" kann man ab und zu das "Degu spezial" von der Firma JR geben, es ist jedoch kein Grundfutter-Ersatz!

ausgewogener Kleinsaaten-Mix              

Beispielfoto aus einer Tüte Degu Spezial  

 

adulte Tiere

   

  

schwangeres Mädel 

Jungtiere    

   

    

Jungmaus als Akrobat - Hauptsache sie kommt irgendwie an die Scheibenkante

 

Terrarienbeispiele

 

und das erste Terra nochmal statt mit Erde mit Streu

 

Aus einem Wurf meines Erst-Zuchtpaares hatte ich handzahme Jungtiere, dies ist angesichts der normalen Berührungsscheue der Tiere eine Seltenheit und keine Eigenschaft die man von dieser Art erwarten sollte.

Vermutlich liegt es an der Souveränität des Zuchtweibchens, ihren guten Erfahrungen mit mir und ihrer Wurferfahrung, dass sie diesen Jungtieren keine Scheu mehr beigebracht hat. Sie durften bereits sehr früh das Nest verlassen und selbständig das Terra erkunden ohne von ihrer Mutter, wie bei allen Würfen zuvor, zurück ins Nest geschleppt zu werden. "Barakshin-typisch" ist es jedenfalls nicht.