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Über den Harzer Fuchs und seine Ansprüche Der Harzer Fuchs zählt zu den Altdeutschen Hütehunden. Er ist ein mittelgroßer, ca. 50-60 cm hoher Hund (Gewicht: 18-45 kg) , mit sehr schönem roten bis sandfarbigen langstockhaarigem Fell, teilweise mit schwarzer Maske. Die Ohren werden als Steh- oder Kippohren getragen.
Da die Altd. Hütehunde, zu denen auch der schwarze Altdeutsche, die Gelbbacke, der Tiger, Westerwälder Kuhhund, Schafpudel, Strobel sowie Stumper gehören vom Aussterben bedroht sind, werden seit einiger Zeit auch Hunde, dieser Hütehundschläge an aktive Privatleute abgegeben.
Der Harzer Fuchs ist sehr temperamentvoll und ein Hund mit hoher Arbeitsintelligenz. Diese Hunde müssen unbedingt beschäftigt werden, sei es im Hundesport, als Rettungshund, Behindertenbegleithund etc. Nur als reiner Familienhund gehalten und viel Spazieren gehen, reichen ihm nicht aus. Er braucht die tägliche Herausforderung, ein hohes Maß an Bewegung und Möglichkeiten, seine Intelligenz unter Beweis zu stellen. Kopf und Körper müssen gleichermaßen ausgelastet sein. Fahrradfahren, Joggen oder
ähnlicher Ausdauersport zusammen mit dem Hund sollte selbstverständlich
sein, um dem ernormen Bewegungsdrang dieser Hunde gerecht zu werden.

Sicherlich ist es nachvollziehbar, warum immer mehr Menschen für diese hübsche Arbeitshunderasse schwärmen: Sie sind überaus attraktiv und obendrein noch ausgesprochen intelligent. Hinzu kommt in der Regel eine robuste Gesundheit und eine erstaunlich hohe durchschnittliche Lebenserwartung. Dennoch sollte man genau in sich gehen, bevor man tatsächlich die Entscheidung trifft, sich eine Arbeitshunderasse zuzulegen.
Ist
der eigene Lebensstil wirklich aktiv genug, um den Anforderungen eines
arbeitswilligen und leistungsstarken Hundes gerecht zu werden? Ist man dazu bereit, den Lebensstil zu Gunsten des Hundes umzustrukturieren?
Ist man nicht bereit, diese Mühen auf sich zu nehmen, sollte man sich nach einer weniger anspruchsvollen Rasse umsehen und wird damit sicherlich langfristig auch
zufriedener sein. Es kann nicht oft genug wiederholt werden, dass es
nicht ausreicht, einen aus einer Arbeitslinie stammenden Hund dreimal
täglich für eine halbe Stunde auszuführen. Es genügt auch nicht,
sich dann halt am Wochenende intensiver mit ihm zu beschäftigen. Solche
Hunde sollten nach Möglichkeit täglich gefordert werden!
Ist
ein Harzer Fuchs nicht richtig ausgelastet, kann es wie auch bei
anderen Hütehunden zu Fehlverhalten (z.B. extremes Hüteverhalten
ausgelebt an Autos, Radfahrern, Joggern, anderen Tieren,
Zerstörungswut in der Wohnung, Hyperaktivität und Nervosität, extremes
Angstverhalten oder Dominanzproblemen etc.) führen.
Denn der Harzer Fuchs ist und bleibt ein Arbeitshund, der arbeiten will!
Bietet man ihm körperliche Auslastung und Kopfarbeit, ist er auch ohne Schafe (Hütearbeit) glücklich und man hat zu Hause einen absolut ruhigen/ausgeglichenen Familienhund.
(Verfasser: S. Korbach) Füchslein Kimba
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