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Wissenswertes
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Des Jägers Beitrag zur Vergiftung der Natur |
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Wir möchten an dieser Stelle nicht auf die schier unerschöpfliche Pro und Kontra Argumentation zwischen Jägern und Nichtjägern/Tierrechtlern zum Thema Jagd eingehen, ein ohnehin endloses Thema. Eines aber ist dem jagdlichen Laien häufig nicht bekannt: die Verseuchung unserer Umwelt durch die Jagd!
Die von Jägern verwendete Munition bei der Niederwildjagd (z.B. Hasen, Fasane aber auch Vogeljagd) ist Bleischrot. Bei dem Gewicht einer Schrotpatrone von ca. 25 bis 40 Gramm und einem Inhalt von 70 bis zu 850 Schrotkörnern lässt sich erahnen, was den Tieren und der Umwelt da bei jedem einzelnen Schuss entgegen fliegt. Weltweit werden alljährlich rund 93 Tonnen Blei verschossen (Stand 1995, Tendenz bis heute steigend). Nach internationalem Wissensstand stellen Reste von Jagdmunition die nahezu ausschließliche Quelle für Bleivergiftungen dar!
Seit langem bekannt sind die Folgen von Bleivergiftungen für lebende Tiere, die Blei mit ihrer Nahrung aufnehmen. Das Problem betrifft vor allem Wasser- und Greifvögel. So sind z.B. alle Tauch- und Gründelenten, Gänse und Schwäne betroffen, die Bleikügelchen aus Munition vom Gewässergrund aufnehmen und als Verdauungssteinchen oder in Verwechslung mit echter Nahrung herunterschlucken. Die Magensäure wandelt das Blei in lösliches Bleisalz um, das über den Blutkreislauf die inneren Organe vergiftet. Insgesamt sind weltweit bei mindestens 23 Greifvogel- und Eulenarten (vor allem bei fakultativ Aas fressenden Arten) Bleivergiftungen beschrieben. |
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Die Jagd mit Schrot ist für die bejagten Tiere besonders grausam. Mehr als drei Millionen Tiere enden alljährlich im Schrothagel von Flinten. Aufgrund der großen Streuwirkung der Schrotkugeln werden z.B. geschätzte 30 Prozent der Vögel nicht unmittelbar getötet, sondern „krankgeschossen“. Bis zum Tod ist es dann oft ein langer Weg. Die Bleivergiftung macht die Vögel flug- und gehunfähig, sie leiden an reduzierter Nahrungsaufnahme, Pilzinfektionen und zentralnervösen Bewegungsstörungen bis hin zum kompletten Zusammenbruch des Immunsystems. Die Tiere können sich selbst nicht mehr versorgen, geschweige denn ihre Nachzucht und verenden jämmerlich.
 An Bleivergiftung verendeter Bussard (Kiskunhalas 2011)
Die Bleischrote gelangen fast überall und alljährlich auch in die Pflanzen der Äcker und Wiesen. Dies bedeutet automatisch, dass diese toxischen Verbindungen über das Getreide sowie die vom Nutzvieh gefressenen Futterpflanzen auch in die menschliche Nahrungskette gelangen. Symptome einer Bleivergiftung beim Menschen: Nervenlähmungen, Durchblutungsstörungen, Nierenschäden, Gehirnschäden, Osteoporose, Bauchkrämpfe, Anämie.
Waidmannsheil!
Zitat: „Jagd ist eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.“ Theodor Heuss (1884-1963), 1. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland
Text und Foto: ist
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Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. warnt: Augen auf bei „Flugpatenschaften“ Kriminelle nutzen die Hilfsbereitschaft von Urlaubern zum Hundeschmuggel |
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Sehr viele Tierschützer engagieren sich gegen das Elend von Straßenhunden in Süd- und Südosteuropa. Dazu gehört nicht nur die aktive Hilfe vor Ort, sondern auch der Transport der üblicherweise schwachen oder kranken Tiere nach Deutschland. Hier werden sie aufgepäppelt und haben die Chance auf ein besseres Leben. Allerdings besitzen nicht alle Organisationen das Geld für die teure Reise. Auf Flughäfen in Ferienregionen sprechen deren örtliche Vertreter deshalb heimreisende Urlauber an und bitten um eine Flugpatenschaft. Der Hund tritt dann als Begleiter den Flug nach Deutschland an. Solche Initiativen seien zwar lobens- und unterstützenswert, sagt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. im hessischen Hattersheim. Gleichzeitig gibt er zu aber zu bedenken, dass inzwischen auch Kriminelle diesen Weg des „Imports“ für sich entdeckt haben: „Dabei werden nahezu ausschließlich Welpen unter dem Deckmäntelchen des Tierschutzes angeboten. Auf dem Heimatflughafen warten dann die Handlanger der Hundehändler und verkaufen die Welpen über Inserate im Internet.“McCreight bittet deshalb alle Flugpaten, sich vor Antritt der Rückreise über die Seriosität der Tierschutzorganisation zu informieren. „Lassen Sie sich Visitenkarten oder Briefe mit einer deutschen Telefonnummer zeigen, rufen Sie dann dort an und lassen sich die Aktion bestätigen“, rät der Tierschützer. Auf keinen Fall sollte man Welpen mitnehmen: „Deutsche Einreisebestimmungen verlangen eine Tollwutschutzimpfung, die erst bei Hunden im Alter ab drei Monaten möglich ist und mindestens drei Wochen zurückliegt.“ Dokumentiert werde diese Impfung im EU-Heimtierausweis, ohne den kein Hund innerhalb der EU reisen darf. Dies gelte auch für den Chip, dessen Nummer sich ebenfalls im Heimtierausweis befinden muss. Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern wie z. B. aus der Türkei gilt die Ausweispflicht nicht, dafür muss hier die Wirksamkeit der Tollwutschutzimpfung durch den so genannten Titer-Test (Antikörpertest) nachgewiesen werden. „Hinzu kommen noch die Verordnungen für ‚gefährliche Hunderassen‘, die je nach Bundesland variieren“, so McCreight weiter. „Handelt es sich um einen dieser ‚Listenhunde‘, gibt es Probleme bei der Einreise. Liegen keine ordnungsmäßen Impfbescheinigungen vor, muss der gutgläubige Flugpate ohnehin die Kosten für Quarantäne und Nachimpfung tragen.“
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Hunde in Bosnien
Erfahrungen von Nándor Takács
Wenn man von Kroatien nach Bosnien bzw. in die Republika Srpska kommt, fällt die sprunghaft ansteigende Zahl der Wechselstuben, Banken, Wettbüros, Fleisch verkaufenden Büdchen und streunenden Hunde auf. Die Hunde sind zumeist wohlgenährt, weder ängstlich noch aggressiv, haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten und neigen zur Rudelbildung als Interessengemeinschaft. Die Menschen kümmern sich nicht um sie, Abfälle gibt es reichlich, und viele fangen Kleingetier in den Orten oder in der unmittelbaren Umgebung – Mäuse, Ratten, kranke Tauben, Frösche, Echsen und Ratten in Gemeinschaftsarbeit.
In Srebrenica lernte ich im vergangenen Jahr die Fünferbande kennen. Fünf verschiedene Mischlinge hausten etwas außerhalb. Als ich vorbeikam, haben sie angeschlagen und mich bellend aus dem Revier geleitet. Es war ihr Gebiet, aus den Häusern bekamen sie Abfälle, also verteidigen! Außerdem haben sie nachts die Sammelmülltonne der sechs Häuser umgeschmissen, die zwei Größten sprangen ein paar Mal dagegen bis sie umfiel, und sie durften sich auch als erste beköstigen. Eine halbe Nacht habe ich darauf gelauert, dies beobachten zu können.
Am folgenden Tag setzte ich mich, nach dem Ausbellen, in ihre Nähe. Sie nahmen sehr vorsichtig Kontakt auf, ein paar Frolicringe halfen dabei. Am 3. Tag wurde ich nicht mehr gemeldet, und mit einem alten Schal, den sie gelegentlich fürchterlich totschüttelten, haben wir Tauziehen gespielt. Dann musste ich weiter, in diesem Jahr waren sie nicht mehr auffindbar.
Die Rudel bestehen jeweils aus fünf bis sieben Tieren jeder Größe und jeden Alters. Auf einem ehemaligen Schwarzmarktgelände lebten neben einigen Rudeln auch Einzelgänger. Erreichte ein Einzelgänger die Grenze des Rudels, fingen die Jüngsten Furcht erregend an zu kläffen und liefen in die Richtung des Einzelgängers, d.h. drei Meter vom Rudel weg. Dann kamen die „Mittelalterlichen“ im besten Hundealter, sie bellten konkret und sehr professionell und zum Schluss – wenn sie Lust hatten – die Älteren, zwei bis drei Mal ein müde-gelangweiltes Wau-Wau, danach gab's Ruhe, der Einzelgänger verzog sich. |
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In Sanski Most besuchte mich ein ca. vier, fünf Monate alter Streuner am Tisch im Hotelbiergarten, er bekam etwas zu essen, aß manierlich, ohne zu schlingen. Ein ausgewachsener Rüde kam in unsere Richtung, der Kleine schimpfte ihn aus, bekräftigte seinen Besitzanspruch, und der Große akzeptierte es widerspruchslos!
Während der Belagerung von Srebrenica gab es kaum etwas zu essen für die Menschen, die Hunde hungerten noch mehr. Nachher gab es den „Todesmarathon“, bei dem ca.13 000 bis 15 000 Menschen durch die Wälder flüchteten und die Serben Zielschießen auf sie veranstalteten. Die wilden Tiere und die Hunde hatten eine Art Burgfrieden geschlossen, so satt waren sie von den vielen Leichen, die es in den Wäldern gab. Eine Art Massenverköstigung ... |
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November 2009
Tierfreunde verzichten auf Daunenprodukte
Nicht nur am Martinstag und zu Weihnachten: Gänse leiden das ganze Jahr
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Das Lebendrupfen der Gänse wird von der Tierschutzorganisation TASSO auf das Schärfste kritisiert. Hier darf es kein "ja, aber" geben. Bis zu vier Mal im Jahr werden den Tieren bei lebendigem Leib und unter starken körperlichen und seelischen Qualen die Daunen ausgerissen. Oft genug werden die Tiere dabei massiv verletzt. Eine Traumatisierung erleiden sie allemal, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten e.V. berichtet. Den Arbeitern sind die Tiere ziemlich egal, es geht um das schnelle Geld und das wird pro gerupfter Gans bezahlt. Leider gibt es kein Gütesiegel, das darüber Auskunft gibt, ob es sich um einen grausamen Lebendruf |
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oder einen Tod-Rupf, bei dem die Tiere dann zumindest keine Schmerzen erleiden müssen, handelt. Selbst wenn man ein Etikett mit "Tod-Rupf" entdeckt, heißt das nicht, dass die Gans nicht schon ihr ganzes Leben lang gerupft wurde. Da bleibt dem Verbraucher nur eins: Auf Daunenprodukte in Zukunft ganz zu verzichten! |
GÄNSE
Lebendrupf / Stopfgänse
1,5 Millionen Gänse vor Lebendrupf gerettet
Zwei führende Großunternehmen der ungarischen Geflügelwirtschaft bekennen sich zum Tierschutz und beenden das grausame Rupfen von lebendigen Gänsen.
Die ungarischen Geflügelproduzenten Tranzit Ker (Marke Goldenfood) und Pannon Lúd machen Ernst in Sachen Tierschutz: In Kooperation mit VIER PFOTEN stellte Tranzit Ker den Lebendrupf aller 900.000 Gänse ein.
Auch Pannon Lud hat das Lebendrupfen bei den meisten Farmen gestoppt. Der Geflügelproduzent hatte erst vor kurzen die Stopfleberproduktion eingestellt und stellt sich nun der nächsten Herausforderung.
VIER PFOTEN begrüßt diesen mutigen Schritt zum Tierschutz und fordert die großen Einzelhandelskonzerne auf, Farbe zu bekennen und nur noch bei Firmen einzukaufen, die Verantwortung gegenüber Tieren beweisen. „Wir hoffen, dass weitere ungarische und polnische Betriebe erkennen werden: eine verantwortungsbewusste Geschäftspolitik und Tierschutz sind untrennbar miteinander verbunden“, sagt Marcus Müller, Kampagnenleiter bei VIER PFOTEN.
Rahmenverträge mit Tranzit Ker und Pannon Lud sollen nun die Erfolge absichern. Die Verträge sehen strenge, unangemeldete Kontrollen durch Tierschützer und den Handel vor. Hohe Vertragsstrafen sollen Gänsemäster von dem schnellen Profit mit dem illegalen Lebendrupf abschrecken.
Handel und Verbraucher sind gefordert – Geiz bedeutet Tierleid
VIER PFOTEN fordert die Handelsunternehmen zu Wachsamkeit auf. Denn polnische und ungarische Firmen werfen nach wie vor billige Ware von gerupften oder (im Falle Ungarns) sogar gestopften Gänsen auf den Markt. „Der niedrige Preis der Gans wird mit Tierquälerei erkauft. Qualität hat ihren Preis – nicht nur für den Kunden, sondern auch für die Fleischeinkäufer von Edeka, Aldi und Co“, so Marcus Müller. REWE Österreich und Kaufland beweisen Verantwortungsbewusstsein und gehen mit gutem Vorbild voran: Die Handelskonzerne verbieten ihren Lieferanten den Lebendrupf.
Lebendrupf: Gängige Praxis in Ungarn und Polen trotz EU-Verbot
Millionen ungarischer und polnischer Mastgänse werden bei lebendigem Leib die Federn ausgerissen. So genannte „Federbrigaden“ rupfen tausende Tiere in wenigen Akkordstunden. Die Folgen sind schwere Verletzungen, Stress und sogar viele tote Gänse. Die Wunden werden noch vor Ort genäht – ohne Betäubung.
Die derart grausam gewonnenen Daunen werden in ganz Europa gehandelt. Auch das Fleisch der gequälten Gänse befindet sich in den Kühlregalen europäischer Supermärkte. „VIER PFOTEN wird gegen den Lebendrupf, der in der EU eigentlich verboten ist, aber in vielen Ländern offenbar geduldet wird, entschlossen vorgehen und dieser Tierquälerei ein Ende setzen“, so Johanna Stadler-Wolffersgrün, Chief Program Officer bei VIER PFOTEN.
Hungavid bricht sein Versprechen
Dass es auch weiterhin „schwarze Schafe“ unter Gänsefleischproduzenten gibt, belegen unangemeldete Betriebskontrollen durch VIER PFOTEN in den letzten Wochen in Ungarn. Die ungarische Firma Hungavid hatte vertraglich zugesagt, den Lebendrupf einzustellen. VIER PFOTEN Mitarbeiter haben jedoch zehntausende brutal gerupfte Gänse bei Hungavid-Gänsefarmen vorgefunden und dokumentiert. Auch bei der berüchtigten Stopfleberfirma Hungerit werden den Tieren die Federn lebendig ausgerissen.
Quelle: Newsletter Vier Pfoten vom 13. Aug. 2009 (Auszug)
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Wohl Täter
Gänse bleiben nach dem Stopfen vor Vergnügen liegen...

Um Kopf und Kragen redeten sich kürzlich zwei Lobbyisten der ungarischen Stopfleberindustrie. Bei einem Pressegespräch trumpften Miklós Süth, Chefveterinär sowie stellvertretender Staatssekretär des Landwirtschaftsministeriums und László Barany, Vorsitzender des Ungarischen Geflügelproduktionsrates, mit erstaunlichen Erkenntnissen auf:
Die Herstellung von Gänsestopfleber sei für die betroffenen Tiere gar keine Tierquälerei. Schließlich gibt es dieses Verfahren in Ungarn schon seit 400 Jahren, sie ist also eine nationale Tradition und gäbe 60.000 Leuten Arbeit. Diese Menschen liebten Tiere, denn „wer seine Tiere nicht liebt, kann keine Produkte guter Qualität produzieren“, sagte Barany, fromm wie ein Lamm. Miklos Süth berief sich auf eine Studie, die kürzlich von der Universität in Budapest veröffentlicht wurde und die belege, dass die Haltung der Gänse in Ungarn den Gesetzen der EU entspreche.
Aber leider gäbe „es auch Leute, die sich nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auf Gefühle verlassen“, mahnte er in Richtung der Tierschützer. Der Gipfel der Ausführungen: Das Stopfen der Gänse stelle für diese sogar eine Wohltat dar, vergleichbar mit dem Melken der Kühe. Wenn dies nicht so wäre, würden sie nach dem Stopfen nicht liegen bleiben, sondern flüchten. Außerdem habe die ungarische Regierung Anfang dieses Jahres eine Kennzeichnungspflicht eingeführt, so dass der Verbraucher selbst entscheiden könne, was er kaufe. Beobachter seien eingeladen, sich die Verhältnisse vor Ort anzusehen, berichtet die in Hamburg ansässige Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V. von der Veranstaltung.
Dem entgegneten Journalisten, nach dem es den Offiziellen nicht gelungen war, die Pressekonferenz nach drei vorgetäuschten Fragen vorzeitig abzubrechen, dass sie mit einer Axt angegriffen worden seien, als sie Filmaufnahmen eines Mastbetriebes von einer öffentlichen Straße aus machen wollten. Mit Fotos könne man belegen, dass die Tiere in Einzelkäfigen gehalten werden, so dass eine Flucht vor der Qual der Zwangsmast unmöglich ist. Weitere Fotos zeigten, dass die Leber der gestopften Gänse am Ende der Mastzeit so ungeheuer vergrößert ist, dass sie fast den ganzen Bauchraum der Tiere ausfüllt, und diese bald verenden müssten, wenn sie nicht vorher geschlachtet würden. So werden die Wohltäter wohl zu Tätern.
Tierschutz als geheuchelter Ausdruck von Progressivität?
Im nächsten Jahr ist Ungarn Partnerland der Internationalen Grünen Woche. Wenn man sich bis dahin schon nicht des Stopfleberproblems an sich entledigen kann oder will (im übrigen: gastronomisch wäre sie gegenüber der ungestopften Variante kein Verlust), sollte man zumindest dringend die Public Relations überarbeiten. Schon nicht mal mehr in Ungarn, schon gar nicht in Westeuropa, lässt sich die Öffentlichkeit noch derart pampig abspeisen. Sicher, die Frage, ob Stierkampf, Fiakerfahrten, Hundehaltung auf 4 qm und Stopfleberterrinen Folklore und das Leiden der Tiere daher der Preis unserer zivilisatorischen Überheblichkeit ist oder ob all das als geheuchelter Ausdruck von Progressivität im Angesicht tagtäglicher tausendfacher Menschenrechtsverachtung, tatsächlich so dringend abgeschafft gehört, ist mehr ein philosophisches Problem.
Die Zwangsmast von Tieren bis zur Bewusstlosigkeit allerdings als Wohltat zu deklarieren, hat ungefähr das Niveau und den Gehalt der Behauptung, Frauen seien an Vergewaltigungen selbst Schuld und genössen diese womöglich noch. Tierquälerei hat strafrechtliche Relevanz. Wenn diese festgestellt wird, ist entsprechend zu handeln. Dass hier meist Gummiparagraphen im Einsatz sind, hilft weder dem Tierschutz, den Tieren schon gar nicht und letztlich auch nicht den Produzenten der aufgedunsenen Maisschwämme, die sie Leber nennen.
Fleisch aus Stopfproduktion in Deutschland und Österreich
"Ekelfleisch aus der Stopfleberproduktion" hat die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" nach eigenen Angaben bei Edeka und Globus in Deutschland ausgemacht, auch im österreichischen Handel tauchen - trotz gegenteiliger Versprechungen - immer wieder mal Gänse- und Entenfleischprodukte aus einschlägigen Stopfleberfabriken auf. Die Handelsketten reden sich dann meist damit heraus, dass sie sich auf ihre Zwischenhändler verlassen hätten und alles einwandfrei deklariert sei. Das Gegenteil ist der Fall, sagen die Tierschützer. An den EWG- Nummern: HU 43, HU 129 und HU 110 seien die Übeltäter (INTEGRAL, PANNON LUD und HUNGERIT) eindeutig zu erkennen. REWE, Kaufland und LIDL seien indes vorbildlich, haben bereits Konsequenzen gezogen und die inkriminierten Hersteller nicht mehr gelistet. M.S.
Quelle: (c) Pester Lloyd / Nr. 05 - 2009
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Wenn Tierliebe zur Krankheit wird:
Animal Hoarding
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Foto: Pozsgai Ákos
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Tierhorten (engl. animal hoarding) ist eine psychische Störung, die zum unkontrollierten Halten und Sammeln von lebenden Haustieren führt. Die Haltungsbedingungen unterschreiten alle Standards der Tierhaltung (Hygiene, Pflege, Fütterung, tierärztliche Versorgung). In späteren Stadien kommt es zur völligen Verwahrlosung des Tierbestands. Der Tierhorter ist dabei unfähig, diese Missstände zu erkennen und zu beseitigen. Betroffene dieser Störung sind meist weiblich (ca. 3/4 aller belegten Fälle), alleinstehend und älter. Sie sehen sich selber als Tierliebhaber oder gar engagierte Tierschützer. Da die betroffenen Menschen ihren Lebensstil und die Privatsphäre oft ähnlich wie Messies nach außen hin verbergen, wird dieses Verhalten häufig erst in einem sehr späten Stadium entdeckt.
Die wichtigste Ursache der Störung ist Einsamkeit und Angst vor Isolation. Die Haustiere werden als Partnerersatz, als Ersatz für Nähe oder als Ersatzfamilie betrachtet. Jedes neue Tier bedeutet ein neues Glücksgefühl. Ein anderer Grund kann in dem zwanghaften Bedürfnis liegen zu helfen, z.B. bei ausgesetzten Tieren oder selbst nachgezüchteten (hilfslosen) Jungtieren.
Die tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen führen – wenn sie bekannt werden – zu einem langwierigen Verfahren, das unter Beteiligung des Amtstierarztes und der örtlichen Behörden in einem totalen Haltungsverbot münden kann. Aufgrund der oft sehr großen Anzahl gehaltener und zum Teil eklatant vernachlässigter bzw. kranker Tiere, stellt die Auflösung dieser Tierhaltungen auch ein großes logistisches Problem dar, beispielsweise für Tierheime. Ein weiteres Problem sind die nur regionalen Zuständigkeiten der Behörden, die durch Wohnortwechsel leicht zu umgehen sind.
Das Wegnehmen der verwahrlosten Tiere aus solchen Haltungen ist zwar für die Tiere selbst zwingend notwendig, als Therapiemaßnahme für die betroffenen Tiersammler jedoch völlig ungeeignet. Die Selbsteinschätzung und Selbstdarstellung der Tierhorter als Tierliebhaber, als engagierte Tierschützer, als Retter oder Befreier von Tieren lässt eine Einsicht nicht zu. Die Rückfallquote liegt dementsprechend bei 100 Prozent. Ohne psychotherapeutische Behandlung lässt sich dauerhaft keine Änderung im Verhalten des Tierhorters erreichen.
Unsere Bitte:
Schauen Sie nicht tatenlos zu, wenn Sie den Verdacht haben, dass jemand Tiere in nicht artgerechter Art und Weise hortet. Schalten Sie (in Ungarn) den Stadtnotar (Jegyzö), die Polizei oder den örtlichen Tierschutzverein ein. |
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Wie fotografiert man einen Welpen? Anleitung für Hobbyfotografen |
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Er ist ja so süüüß, Ihr neuer kleiner Hausgenosse! Es müssen unbedingt Fotos her, damit auch Oma, Tante Edith und alle Bekannten Ihre Freude teilen können. An den Wänden im Wohnzimmer wären auch noch einige Stellen frei... Sie sind zwar nur Hobbyfotograf, doch um Ihrem Vorhaben trotzdem zum Erfolg zu verhelfen, erhalten Sie hier eine kleine Einführung in die Profifotografie:
v Nehmen Sie den Film aus der Schachtel und legen Sie ihn in den Fotoapparat ein.
v Nehmen Sie die leere Schachtel aus dem Mäulchen Ihres Welpen, und werfen Sie sie in den Mülleimer.
v Befreien Sie den Welpen aus dem Mülleimer, und bürsten Sie den Kaffeesatz aus seinem Fell.
v Wählen Sie für das Foto einen ansprechenden Hintergrund, und nehmen Sie die erforderlichen Einstellungen an der Kamera vor.
v Suchen Sie Ihren Welpen, und entfernen Sie die Stinkesocke aus seinem Mäulchen.
v Platzieren Sie den Kleinen vor dem ausgewählten Hintergrund, und wenden Sie sich Ihrer Kamera zu.
v Lassen Sie den Hintergrund wo er ist, und laufen Sie schnell Ihrem Welpen nach.
v Versuchen Sie, mit der einen Hand die Kamera festzuhalten, mit der anderen den Welpen.

v Nehmen Sie ein Tempotuch, und wischen Sie die Leckspuren von der Linse.
v Basteln Sie das zerkaute Blitzlicht aus dem Welpenmäulchen und werfen es in den Müll.
v Entfernen Sie die Katze aus dem Zimmer, desinfizieren Sie unbedingt sofort die Nase Ihres Welpen.
v Legen Sie die Zeitungen auf den Couchtisch zurück, und versuchen Sie, den Welpen unter dem Tisch hervorzulocken.
v Erwecken Sie die Aufmerksamkeit Ihres Welpen mit einem hoch gehaltenen Quietschespielzeug.
v Setzen Sie Ihre Brille wieder auf, und untersuchen Sie die Kamera auf eventuelle Bissspuren.
v Suchen Sie schleunigst Ihren verschwundenen Welpen – auch unter Hecken und Büschen im Garten ...

v Jetzt dürfte sich ihr Kleiner ein wenig ausgetobt haben, und Sie haben gute Chancen auf ein attraktives Foto, das die ganze Vitalität und Lebensfreude Ihres Welpen ausdrückt.

v Kochen Sie eine große Kanne Kaffee. Für sich - nicht für den Welpen!
v Rufen Sie eine Freundin an, damit sie Ihnen hilft, das Chaos in der Wohnung zu beseitigen.
v Entwickeln Sie Ideen, wie Sie am nächsten Tag dem Welpen die Bedeutung der Worte SITZ und BLEIB sowie deren Umsetzung irgendwie verständlich machen können.
v Warten Sie mit den Fotos vielleicht doch lieber noch etwas – so etwa sechs bis acht Monate.
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China: keine Schutzbestimmungen für Tiere
Es gibt kein Tierschutzgesetz für Wild- und Haustiere in China. Geschützt werden nur vom Aussterben bedrohte Wildtiere, solange sie (noch) in Freiheit leben. In Zoos und Wildparks genießen sie dagegen keinen Schutz. mehr ...
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