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Farah
(updates am Ende des Textes)
Farah – eine mittelgroße Mischlingshündin, kastriert, geboren ca. 2000 – kam im August 2007 aus der Tötungsstation zu uns. Zu diesem Zeitpunkt ließ sie sich kaum anfassen und konnte in panischer Angst auch schon mal zuschnappen. In ihrem Zwinger versteckte sie sich nicht wie viele andere ihrer ängstlichen Kumpel, sie konnte sich sogar etwas entspannen, wenn wir leckere Fleischwurstwürfel mitbrachten.
Im November 2008 zog Farah in eine Pflegestelle um, wo sie auch zum jetzigen Zeitpunkt noch lebt. Innerhalb von 2 Monaten ist Farah sehr aufgetaut.
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Sie entwickelte sich zu einer freundlichen, neugierigen Hündin, die extrem gerne um ihre Menschen herum ist. Sie liebt es sehr, beschmust zu werden. Toll ist es für sie auch, zwischen zwei ihr nahestehenden Menschen hin- und herzurennen und sich für das erfolgreich ausgeführte Signal „komm“ loben zu lassen. Sie wirkt verjüngt, seit sie in der Pflegestelle ist und benimmt sich ganz sicher nicht wie ein älterer Hund.
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Ihr Jagdtrieb ist minimal, sie lässt die Tauben im Garten Tauben sein und reagiert beim Spaziergang nicht auf Katzen. Die bellenden Nachbarshunde ignoriert sie, wenn ihre Menschen mit ihr etwas machen. Ist sonst keine Action angesagt, kann sie sich auch schon mal freudig den Nachbarshunden jenseits des Zauns bellend anschließen. Sie ist verträglich mit Artgenossen, schätzt aber Rüden mehr. Kinder, die vorsichtig mit ihr umgehen und sie nicht bedrängen, sind überhaupt kein Problem.

Als Bezugspersonen wünscht sich Farah liebevolle, souveräne Halter, die in möglichen Schrecksituationen ruhig bleiben und Farah Sicherheit geben. Diese wird es immer mal wieder geben, da Farah in ihrem Leben noch nicht so vielen verschiedenen Außenreizen ausgesetzt war und etwas umweltunsicher ist. Sie kommt aber inzwischen mit parkenden oder vorbeifahrenden Autos/Fahrrädern etc. klar. Auch Fußgänger sind kein Problem mehr, wenn auch manchmal noch leichte Ängste bei Männern oder männlichen Jugendlichen sichtbar sind. Auch im Haus benimmt sich Farah gut, sie ist stubenrein, hält sich hier in Ungarn aber primär draußen auf. Treppen kennt sie noch nicht wirklich.
Wir wünschen uns für Farah einen fröhlichen Haushalt, in dem an ihrem Weg zum rundherum glücklichen Hund weiter gearbeitet wird und in dem vor allem die männlichen Personen Geduld und Verständnis mitbringen. Aber auch bei einer alleinstehenden Frau mit viel Zeit würde sich Farah sehr wohlfühlen. Ein souveräner, netter Zweithund wäre kein Problem.
Update Februar 2011
Nach einer Verkettung vieler unglücklicher Umstände befindet sich Farah derzeit im bmt-Tierheim Köln-Dellbrück.
Update Mai 2011
HAPPY-END FÜR FARAH!!!
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Möchte Euch einfach mal mitteilen, dass Farah nun endlich nach langer Odyssee bei mir ein endgültiges Zuhause gefunden hat! Sie lebt jetzt seit Ende April bei mir und meinen 2 anderen alten Hunden, und wir sind alle sehr glücklich miteinander. Farah ist ein total lieber Hund und fast schon "lästig" anhänglich, sie läuft problemlos ohne Leine und genießt ihr neues Leben!!! Bin sehr froh, dass sie so zufällig in mein Leben kam!
Viele liebe Grüße aus Köln Silvia S. |
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Valentin und Ustinov
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Valentin |
Ustinov |
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Am 22. Januar 2004, kurz nach Eröffnung unseres Tierheims, brachte uns der Hundefänger zwei 4 Monate alte Welpen, vermutlich Mudi-Mischlinge. Er hatte sie in einem Wald gefunden, ohne Mutter oder Geschwister und ohne je Kontakt zu Menschen gehabt zu haben. Die neue Umgebung, die Menschen, eigentlich alles löste dementsprechend extreme Angst bei ihnen aus.
Wir alle hatten damals als zwar engagierte, aber leider absolute Laien noch überhaupt keine Erfahrung im Umgang mit solchen Problemfällen, dachten, wir lassen sie einfach erst einmal in Ruhe, bis sie sich eingelebt haben. Monate später hatten sie sich zwar eingelebt, aber ihre Angst verstärkte sich mehr und mehr, je länger sie bei uns waren. Sobald sich jemand zum Füttern oder Reinigen dem großen Auslauf auch nur näherte, flüchteten sie in eine Ecke oder in eine der Hütten und kamen erst wieder zum Vorschein, wenn niemand mehr in der Nähe war. Tierärztliche Behandlung, die anfangs noch möglich gewesen war (Impfungen, Kastration), ließen sie nicht mehr zu. Berühren konnten wir sie schon lange nicht mehr.
 
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Anfang 2005 trennten wir die beiden. Ustinov bekam einen Einzelzwinger, Valentin blieb. Wir hofften, so leichter Zugang zu Ustinov, dem "Boss" der beiden, zu finden. Diese Hoffnung erfüllte sich trotz all unserer Bemühungen nicht. Ustinov entwickelte weitere Stereotypien: er grub metertiefe Gräben im Zwinger, so dass dieser kaum noch zu betreten war. Ustinov hatte aufgrund der eingeschränkten Rückzugsmöglichkeit auch damit begonnen, sich Menschen durch massives Drohen vom Leib zu halten.

Nach einem gelungenen Ausbruchsversuch, bei dem er völlig orientierungslos auf unserem großen Gelände herumraste, dabei zum Glück das offen stehende Außentor nicht registrierte, setzten wir ihn zu seinem Bruder Valentin zurück in den großen Auslauf.
Im April 2007 begann Tiertherapeutin Yvonne Schneider, engagiert unterstützt durch unsere Pflegerin Erzsi, eine Therapie mit Valentin und Ustinov. In allerwinzigsten Schrittchen machten die beiden jetzt Fortschritte. Als Erzsi uns im November 2007 verließ, stockte die Therapie zunächst einmal. Yvonne, die 100 km entfernt wohnt, schlug vor, die beiden zu sich nach Hause zu holen, um dort mit der begonnenen Therapie - intensiver, als es im Tierheim möglich wäre - weitermachen zu können. Wir nahmen dieses Angebot mit großer Dankbarkeit an. (Yvonne arbeitete die ganze Zeit über und arbeitet auch jetzt noch kostenlos, eine Bezahlung hätte sich das Tierheim auch gar nicht leisten können.)
Bei Interesse am weiteren Schicksal unserer Schützlinge und deren aktuellem Therapiestand rufen Sie uns bitte an oder schicken uns eine Mail.
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