Ach du schöne Weihnachtszeit
Oh nein - es weihnachtet schon wieder! Überall nur schmalzige Lieder Und Weihnachtsmänner in den Läden stehen - ich kann die Säcke nicht mehr sehn! Und der Schnee - was soll das sein? Glitzert schon lang nicht mehr weiß und rein Kohlendioxid macht alles grau, er kennt er die Menschen ganz genau Wie eine graue Masse strömen sie in die Kaufhäuser als gäb es nie auch andere Gelegenheiten, sich zu beschenken und an die Menschen, die man liebt zu denken Geheuchelt wird, daß es eine Freude ist man freut sich über jeden Mist um ihn nach Neujahr umzutauschen, sich am Konsumterror zu berauschen Oh heilige Nacht-so garnicht mehr heilig, gehe bitte vorbei ganz eilig, denn wie Weihnachten einst mal war so wirds nie wieder, das ist klar.
Elfenlachen
Hörst du was die Elfen machen? Sie verstecken sich in den Sträuchern - und lachen. So flirrend,schwirrend zart und klar Ob es nicht doch der Wind nur war? Das Flattern der Flügel So seltsam knisternd und kalt Waren vielleicht nur die Blätter im Wald? Kannst du sie auch nicht sehen Sie sehen dich Und ihr Lachen trifft dich im Herzen Ob du willst oder nicht. Denn wenn es dunkel wird auf der Welt Und das Mondlicht auf die Seele fällt Dann klingt in einem drin Das Lachen, das Weinen und der tiefste Sinn.
Tanz
Ich drehe mich und drehe mich und drehe mich... Der Sinn zeigt sich mir nicht Doch das ist nicht wichtig Denn der Sinn bin ich Tausende von Bildern fliegen vorbei Ich reiße meinen Mund auf Zu einem stummen Schrei Ich schwebe langsam ich kann es fühlen Beginne meinen Herzschlag und den Puls zu spüren Meine Adern kann ich sehen und mein Blut wie es pulsiert Meine Arme breiten sich aus denn ich will daß es passiert Die Beine im Takt zu einer lautlosen Musik Ich lach wie irre weil ich merk daß ich flieg Meine Beine seltsam schwer Ich höre Stimmen von irgendwo her Doch ich kann nichts sehen, wie blind ich bin Zu schwer zu verstehen, es ergibt keinen Sinn Doch das ist egal,was zählt ist mein Tanz Noch etwas weiter- Und ich verschwinde ganz.
Die Göttin
Die Göttin geht um heute nacht Wir dürfen sie nicht stören Denn erst wenn sie ihr Werk vollbracht Wird sie uns erhören Die Natur allein durch ihre Hand erst lebt Wir müssen uns erinnern Sonst ist es irgendwann zu spät Ihr frostiger Atem bedeckt die Welt Im Frühling ist es ihr warmer Hauch Denn alles muß sich weiterdrehen So wie der Kreis des Lebens auch Freude und Leid Geburt und Tod Alles geschieht zu seiner Zeit Und das Glück ist stets bedroht Doch wenn der Mensch verstehen lernt Und zurückfindet zum Sein Dann ist er dem Wahren nicht entfernt- Und niemals mehr allein.
Schlagt den Drachen tot!
(Eine - nicht allzu ernstzunehmende - Moritat)
Der Friederich von Aschersleben Wollt’ sich in den Ehestand begeben. Sein Herz gehörte der flotten Ruth die war des Königs Tochter- und kochte auch sehr gut. So ging der Friedrich frohgemut zum König hin und zog den Hut: Herr König,gebt mir von Ruth die Hand und zum Bebauen etwas Land! Der König sprach:Nee nee du Wicht- so einfach geb’ ich sie dir nicht! Du hast schon was zu tun für mich. Der Friedrich sprach:Nun gut, was soll ich für euch machen? Der König grinste teufelsgleich und sagte: Erschlage er mir Briff, den Drachen! Der Friederich ward schreckensbleich: Aber der mampft mich doch zum Frühstück gleich! Der König grinste und sagte dann: Aber ich will für Ruth ’nen tapferen Mann! Der Drache Briff wütet im Land und hat schon Vieles abgebrannt. Also, los du Ritter Ungestüm- schnapp’ er sich das Ungetüm! Der Friederich ging trüb nach Haus sein Diener zog ihm die Stiefel aus. Und wie der Friedrich ihm erzählte was ihn nun so furchtbar quälte, sprach der Diener: Aber Herr! Fasst euch ein Herz und macht ihn platt! Legt das Ungetüm schachmatt!“ Friederich schluckte.Du hast recht - Ruth isses wert! Und griff sich Rüstung, Schild und Schwert. Todesmutig und entschlossen verließ der Friederich sein Schlossen und ging zur Drachenhöhle gleich am Rande von dem Königreich. Dort angekommen rief er laut: Hey Drache, ich will deine Haut! Da wälzte sich, geschuppt und groß Der Drache aus der Höhle Schoß. Friedrich war es kurz sehr bang-doch er zögerte nicht lang: Nun stirbst du, wildes Ungetier! Mein Schwert geb’ ich zu kosten dir! Der Drache rieb die Augen sich und rief ganz laut: Was juckt denn dich? Warum kommst du zum Töten an – was hab’ ich dir jemals getan?“ Dem Friederich sank ein die Brust Daß du sprechen kannst hab’ ich nicht gewusst! Er war verwirrt, was sollte er nun machen? Einfach dahinschlachten den Drachen? Nein, Briff wollt’ er nun nicht mehr töten- doch dann ging ihm die Ruth doch flöten! Weißt du Drache, ich begehr des Königs Tochter Ruth so sehr. Doch der König will sie mir erst geben wenn ich dir genommen hab’ das Leben! Pfui, wie gemein, was für ein Schwein!“ Der Drache schüttelte den Kopf. Der König scheint ein armer Tropf daß er so etwas nötig hat! Sprach er traurig und sehr matt. Friedrich klagte und fragte: Was mach’ ich jetzt nur? Der Alte ist stur! Komm ich nicht zu ihm mit etwas von dir gibt er die Ruth doch niemals mir! Briff grübelte und sagte dann: Ich glaub’ ich kann dir helfen,Mann! Meine geliebtes Frauchen Grete verlor ihr Leben durch ne Machete. Vor einem Jahr war das genau-sie war ne tolle Drachenfrau. Ich behielt von ihr die Ohren als Erinnerung bei mir - sonst hätt’ ich den Verstand verloren! Obwohl Friedrich fand, daß das doch trotzdem war passiert lauschte er weiter interessiert. Ich gebe sie dir mit, kannst sie dem König zeigen Und obwohl ich immer noch lebe somit meinen Tod bezeugen! „Und du verschwindest für immer von hier, suchst ein anderes Plätzchen dir! Der Groschen war gefallen bei ihm, was dem Drachen zu gefallen schien. Siehst du, so geht es. Ich such mir eine neue Frau. Im Eichental gibt’s einige Drachen, das weiß’ ich genau. So schließ’ ich ab mit dem alten Leben hier – Und alles das verdank’ ich dir! Briff sah sehr glücklich aus und auch Friedrich ließ die Freude raus. So machten sie es wie abgemacht und als die Ohren er angebracht, schaute der König grimmig drein – doch er wollt kein Spielverderber sein. Ich hätt’ nie gedacht dass er das schafft! Hätt’ doch Briff ihn nur hingerafft! Doch daß er sich nur dachte - und sonst ne frohe Miene machte. Der Friederich auf jeden Fall als tapfrer Ritter und Vasall bekam wie versprochen seine Ruth- und außerdem viel Land mit Gut. Briff,der Drache fand ganz schnell im Eichental ne Mademoiselle Und die Moral von der Geschicht: Drachen töten soll man nicht!
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