Foto: Asociación Nacional de Amigos de los Animales (A.N.A.A.)
Die Regierung hat offiziell mitgeteilt, dass die Erschaffung eines Nationalen Tierschutzgesetzes unmöglich ist.
30/01/2009 CARLOS RODRÍGUEZ
Das Wahlkampfprogramm der Sozialistischen Partei enthielt dieses Projekt.
Am 11. November 2008 übergab die FAPAM (Föderation der
Tierschutzvereine der Comunidad de Madrid) 1.300.000 Unterschriften,
mit denen ein Nationales Tierschutzgesetz gefordert wird. Zwei Monate
später informiert das Ministerium für Umweltschutz und Land- und
Seewirtschaft offiziell, das es UNMÖGLICH ist, ein Nationales Gesetz zu
schaffen…
Nach Auskunft des Ministerium können die Juristen kein solches
Projekt gutheißen, weil in dieser Materie die einzelnen Comunidades
Autónomas, also die spanischen “Länder”, zuständig sind. Es ist
wirklich “bemerkenswert”, dass bei der Ausarbeitung eines Wahlprogramms
nicht berücksichtigt wird, ob das, was man verspricht, auch wirklich
durchführbar ist, erst im Nachhinein jenes als unmöglich bezeichnet,
womit man anfangs Stimmen zu erhalten versuchte.
Wieder einmal wurde auf unverschämte Weise gelogen und die Sensibilität
einer großen Anzahl von Spaniern ausgenutzt, um auf den
Regierungssitzen verbleiben zu können, völlig straffrei und mit der
Unverschämtheit, alles abzuleugnen … ist ja sowieso egal, die sind
ohnehin daran gewöhnt, alles zu schlucken oder?
Eine Million dreihunderttausend Unterschriften müssten mehr als
ausreichend sein, damit die Regierung sich um die Sache kümmert und
trotz angeblicher juristischer Probleme ein Gesetz schafft, dessen
Fehlen uns als Schlusslicht der zivilisierten Länder in Fragen
Tierschutz aufzeigt. Trotz der juristischen Gegebenheiten war es
möglich, Gesetze und Königliche Dekrete zu erstellen, wie das für
potenziell gefährliche Hunderassen, die in ALLEN Comunidades Autónomas
“Ländern” eingehalten werden müssen … für eine so absurde und falsche
Gesetzgebung bestanden keine Probleme.
Wieder einmal sind wir betrogen worden…
Die Tierschützer sind es Leid und am Ende ihrer Kräfte, weil sie
tagtäglich die Realität der Tieresmisshandlung miterleben. Es widert
sie an, ständig für den Staat in einer Angelegenheit einspringen zu
müssen, für die die Regierung zuständig ist… aber es ist wie immer,
wenn genug “Dumme” da sind, warum soll dann die Verwaltung eingreifen?
Unseren wohldenkenden Politikern ist sicher nicht klar, dass eines
Tages, und gar nicht einmal in sehr weiter Zukunft, vor den
Stadtverwaltungen oder der Tür des Ministeriums, das sein Versprechen
nicht einhielt, oder auch vor der eleganten Moncloa, all’ jene Tiere
auftauchen, die jetzt unsere privaten Tierheime überlaufen lassen….
vielleicht kann der Präsident dann die Ausmaße des Problems sehen… Was
würde die Regierung bei einer solchen Aktion der Tierschützer machen?
Wie würde er mit den Tausenden von Tieren umgehen, die täglich von
einfachen Bürgern und ohne jede Unterstützung betreut werden? Würde er
die Tiere töten? Wo unterbringen? Wen mit der Aufnahme und Haltung
beauftragen?
Unsere Politiker versprechen und lügen mit Leichtigkeit, aber sie
sind sich nicht wirklich bewusst, dass das Volk, wenn “es wütend wird”,
zu Aktionen fähig ist, die den Dingen eine RADIKALE Wendung gibt.
Langsam reicht es, über die Gefühle alle jener Spanier zu lachen, die nur ein Gesetz verlangen, ein Gesetz zum Schutz der Tiere.
Wie beschämend ist es in vielen Dingen, Spanier zu sein
Quelle: parasaber.com