Regenlied
Angelika Haymann
Von der Scheibe rinnen Tropfen
Stetig sie ans Fenster klopfen
In den Bäumen hört man´s rauschen
Will dem Regenlied jetzt lauschen
Die Melodie ist niemals gleich
Ist an Noten gar so reich
Wenn Regen auf uns niederfällt
Dann singt und klingt die ganze Welt
Silberhell wie kleine Schellen
schwimmt dahin in sanften Wellen
Sie lullt uns ein mit Harfenklang
Gleicht einem leisen Minnesang
Paukengleich die Wasser schlagen
Die Symphonie an grauen Tagen
Heulend klingt das Lied des Windes
Wie das Weinen eines Kindes
Wer hat dies Lied sich ausgedacht
Nur die Natur hat es gemacht
Könnt der Mensch es komponieren
Würd es doch nicht harmonieren.
Das Telefon
Angelika Haymnn
Da steht es unschuldig sieht es aus.
Es zieht mich an es lacht mich aus
Komm greif nach mir scheint es zu höhnen
mit mir da kannst du reden, stöhnen
Vertrau mir deine Träume an
glaube dass ich sie erfüllen kann
Schon zuckt die Hand,
doch wie gebannt,
schwebt sie verharrt auf halber Höh`
durch meinen Kopf zuckt die Idee
was wenn ich´s wirklich tu,
wartest am andern Ende - Du
Wirst Du wirklich mit mir sprechen,
mir dadurch das Herze brechen
Komm näher flüstert der Apparat
und ich wittere Verrat
Ist´s nicht besser ich werde warten
geh derweil vielleicht in den Garten.
Doch bin ich dort werd ich es hören
Das Telefon versucht mich zu betören
nun geh doch geh ich rufe dich
Doch ich trau ihm einfach nicht
So sitz ich hier und schau es an
dass es mich weiter verhöhnen kann
Du denkst es ruft dich jemand an
Nur zu glaub nur weiter dran.
Nun nimm mich schon
ich sag bestimmt auch keinen Ton
wenn du albern kicherst und lachst
wenn du redest die halbe Nacht
Die Hand greift zu und zieht den Stecker
nun ist´s vorbei mit dem Gemecker.